CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

ARZNEIEN - NEBENWIRKUNGEN - WECHSELWIRKUNGEN

treten bei nahezu allen Arzneimitteln auf. Der Beipackzettel gibt Auskunft darüber, wie oft und in welchen Fällen Neben- und Wechselwirkungen auftreten

 

Nebenwirkungen von Arzneimitteln laut Beipackzettel nach europäischer Klassifikation:
sehr selten bedeutet, wenn unter 10.000 Patienten bei weniger als einem Patienten Nebenwirkungen auftreten oder wenn nur in Einzelfällen Nebenwirkungen auftreten (< 0,01 %).
selten bedeutet bei einem von 10.000 Patienten
(>= 0,01 % - < 0,1 %).
gelegentlich bedeutet bei einem von 1.000 Patienten
(>= 0,1 % - < 1 %).
häufig bedeutet bei einem von 100 Patienten
(>= 1 % - < 10 %).
sehr häufig bedeutet bei einem oder mehr von 10 Patienten (>= 10 %).

Bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln verschlechtert sich das Auftreten von NW überproportional.

 

Schwarzes Dreieck gemäß EU VO 198/2013

Medikamente die einer zusätzlichen Überwachung unterliegen, sind gemäß EU-Verordnung 198/2013 ab 1.9.2013 mit einem auf der Spitze stehenden gleichseitigen schwarzen Dreieck gekennzeichnet.

Patienten sollen damit stärker in die Überwachung von Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen eingebunden werden wie beispielsweise bei der Meldung von Nebenwirkungen.

 

Bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln verschlechtert sich das Auftreten von Nebenwirkungen (NW) überproportional.

Auch wenn Medikamente mit bestimmten Nahrungs- oder Genussmitteln gleichzeitig eingenommen werden, kann es zu gefährlichen Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen (Interaktionen) kommen, die den Wirkstoff einer Arznei abschwächen, stark heruntersetzen, die Wirkung (ganz) verhindern oder überproportional verstärken. Besonders bei bevorstehenden Operationen sollte dem Arzt mitgeteilt werden, welche Heilpflanzenpräparate (z. B.. Knoblauch, Ginkgo, Johanniskraut) und Medikamente eingenommen werden, damit dieser das Risiko von Neben- und Wechselwirkungen richtig einschätzen kann. Weiterhin kann der beste Rat nur lauten, jedes Arzneimittel ausschließlich mit mindestens 150 ml Leitungswasser oder kohlensäurearmem Mineralwasser in sitzender oder stehender Körperhaltung einzunehmen und die im Beipackzettel empfohlenen Einnahmevorschriften exakt zu beachten.

 

Unter Beachtung der Einnahmevorschriften

"nüchtern" bedeutet mindestens 1 Stunde vor oder frühestens 2 Stunden dem Essen,
"vor dem Essen - v.d.E." bedeutet etwa eine halbe Stunde vor dem Essen,
"zum Essen" bedeutet etwa zur Mitte der Mahlzeit oder unmittelbar danach,
"unmittelbar nach dem Essen" bedeutet innerhalb der nächsten 30 Minuten nach dem Essen,
"nach dem Essen- n.d.E." bedeutet 1 bis 2 Stunden nach der Mahlzeit (Packungsbeilage enthält genaue Einnahmeanweisung),
"einmal täglich" bedeutet die tägliche Einnahme zur immer gleichen Zeit,
"zweimal täglich" bedeutet die Einnahme im Abstand von zwölf Stunden,
"dreimal täglich" bedeutet die Einnahme im Abstand von acht Stunden.
"1-0-1-0" ist eine Anweisung für die Tabletteneinnahme und bedeutet: morgens: eine, mittags: keine, abends: eine, vor dem Schlafen: keine.
"int.cib." (inter cibos) bedeutet die Einnhame zwischen den Mahlzeiten

 

Apothekenemblem
Drei-Löffel-Flasche (1929 - 1936)
Das "Drei-Löffel-Flasche"-Emblem der 20er-Jahre symbolisierte die
üblicherweise dreimal tägliche Einnahmevorschrift von Arzneimitteln.

 

Diese Nahrungsmittel… … bewirken Wechselwirkungen mit folgenden, in Medikamenten enthaltenen Wirkstoffen …
Alkohol Die Wirkung vieler Medikamente wird erheblich verstärkt.
Citrate (z. B.. Obstsäfte, Wein) Medikamente, die Aluminiumsalze enthalten. (Antazida: Mittel gegen Magenübersäuerung). Besonders gefährdet sind Patienten mit Nierenfunktionsstörungen.
Grapefruitsaft (Pampelmuse, Pomelo) Herzmedikamente, Lipidsenker, Schmerzmittel, Hustenmittel, Mittel gegen Inkontinenz und andere wie beispielsweise

Antihistamin, Amlodipin, Felodipin, Lovastatin, Midazolam, Nifedipin, Nifedipin-Derivat, Nitrendipin, Nisoldipin, Verapamil, Lovastatin, Simvastatin, Ciclosporin, Terfenadin, Midazolam.

Zusammen mit Grapefruit eingenommene Medikamente wirken um bis zu 30 % stärker. So kann beispielsweise der Blutdruck gefährlich stark absinken oder es treten Herzrhythmusstörun-
gen auf.
In anderen Fällen kann auch eine Wirkstoffabschwächung bis zu 70 % eintreten.

Hochdosiertes Vitamin K
(z. B.. Erbsen, Bohnen, Brokkoli, Spinat, Spargel, Innereien, Eigelb, Sojaöl)
Blutgerinnungsverhindernde Arzneien (Antikoagulantien), die Warfarin oder Phenprocoumon enthalten.
(Vitamin K kann die Wirkung von Medikamenten je nach Konzentration vollständig aufheben.
Die Folge: Trombosen oder Schlaganfall).
Johanniskraut
(auch: Blutkraut, Herrgottsblut wegen des blutroten Pflanzensaftes)

ab 1.200 mg pro Tag

Digoxin. Theophyllinhaltige Asthmapräparate. Blutgerinnungshemmende Arzneien eines bestimmten Typs. Wirkungsabschwächung herzstärkender Digitalismittel. Kann außerdem die Antibabypille unwirksam machen. Hierzu gibt es von wissenschaftlicher Seite allerdings widersprüchliche Aussagen.
Weiterhin können intensive Sonnenbäder/Solariumbesuche die Haut sonnenempfindlicher machen und Hautrötungen hervorrufen.
Knoblauch Blutverdünnende Arzneimittel.
Kochsalz Kortison. Medikamente zur Entlastung des Herzens.
Koffein- und gerbstoffhaltigen Getränke 
(z. B.. Kaffee, Tee, Colagetränke)
Neuroleptika oder Psychopharmaka. Diabetesmedikamente. Beruhigungsmittel, Eisenpräparate. Antibiotika. Schlafmittel. Schmerzmittel. Homöopathische Medikamente.
Lakritz Herzmedikamente, die Digitalisglykoside enthalten.
Diuretika (Entwässerungsarzneien)

Ab einer bestimmten Konzentration von der in Lakritz (griechisch: Süßwurz) enthaltenen Glycyrrhizinsäure oder ihrem Ammoniumsalz in Hustenmitteln, Süßwaren, Kräutertees, Getränken, Kaugummis, Kautabak müssen auf der Verpackung mit Warnhinweisen versehen sein.
Bei Süßwaren: mindestens 100 mg/kg; Getränke: mindestens 10 mg/l

und bei höheren Konzentrationen (Süßwaren: mindestens 4 g/kg; Getränke, die mehr als 1,2 % vol Alkohol enthalten: mindestens 300 mg/l; sonstige Getränke: mindestens 50 mg/l):

"Enthält Süßholz" - bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Erzeugnisses vermieden werden".

Quelle: Vierte Verordnung zur Änderung der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung und anderer lebensmittelrechtlicher Verordnungen vom 18. Mai 2005)
Milch, Milchprodukte
(z. B.. Käse, Joghurt, Quark)
Antibiotika. Gyrasehemmer. Tetracycline. Natriumfluorid (Fluorid-Tabletten). Bisphosphonate (Osteoporose-Medikamente).
(Zwischen der Tabletteneinnahme und dem Verzehr von Milchprodukten müssen mindestens zwei Stunden liegen. Bei einer Antibiotikatherapie sollte vorsorglich über die gesamte Einnahmedauer auf Milchprodukte wegen des enthaltenen Kalziums verzichtet werden).
Sonnenstrahlung Antibiotika führen zu erhöhter Hautempfindlichkeit (Sonnenbrandgefahr!)
Sommerhitze oder Saunahitze erweitern die Blutgefäße und bewirken eine Blutdrucksenkung.
Daher kann eine Überdosierung mit Blutdrucksenkern den Blutdruck zu stark absenken.
Tyraminhaltige Lebensmittel
(z. B.. Bohnen, Hefe, Bier, Joghurt, Käse, Salami, Salzhering, Sauerkraut)
MAO-Hemmer (Antidepressiva).

Da laufend neue Medikamente auf den Markt kommen, sollte vor einer neuen oder geänderten Medikation unbedingt der Beipackzettel auf mögliche Neben- oder Wechselwirkungen hin gelesen und beachtet werden.

 

 

Die Handelsnamen von Arzneimittelpräparaten werden oft um Zusatzbezeichnungen ergänzt, die entweder den Wirkstoff, eine   Wirkstoffklasse   oder die Wirkstärke angeben. Aus dem eigentlichen Handelsnamen kann nur in Einzelfällen auf die medizinische Anwendung geschlossen werden. So weisen z. B.. die Namensbestandteile "cor" (lateinisch: Herz) und "kardia" (griechisch: Herz) auf Medikamente für Herztherapien hin oder "derma" (griechisch: Haut) auf ein Medikament gegen Hauterkrankungen.

Unter Berücksichtigung der "Leitlinie zur Bezeichnung von Arzneimitteln" sollen Pharmahersteller bei der Arzneimittelbezeichnung bestimmte Regeln bei der Namensvergabe einhalten, um Verwechslungen, Irreführungen oder Fehlanwendungen beim Anwender zu vermeiden.

In der europaeinheitlichen Richtlinie 2001/83/EG wurde die Arzneimittelbezeichnung in folgender Reihenfolge festgelegt:

"Name des Arzneimittels -  Stärke  - Darreichungsform  -  gegebenenfalls der Hinweis, ob die Arzneimittelanwendung für Säuglinge, Kinder oder Erwachsene bestimmt ist."

 

forte, fortissimum, f, mega » es sind mehr Wirksubstanzen als im Ausgangspräparat vorhanden (stärkere Konzentration).

mite, minor » Wirksubstanzen sind um etwa 50 % gegenüber dem Ausgangspräparat reduziert (schwächere Konzentration).

pico » es sind weniger Wirksubstanzen als im Ausgangspräparat vorhanden (schwächere Konzentration).

Wirkstärkenziffer z. B.. 400 »bestimmt die Gewichtsangabe des enthaltenen Wirkstoffes, meistens mg oder das Volumen in ml.

I.E. (IE) » Internationale Einheit (Maßeinheit für biologische Wirkstoffe).

comp, plus, co » compositus (zusammengesetzt) Kombinationspräparat. Zusammensetzung aus zwei oder mehreren Wirkstoffen.

mono, uno » Arzneimittel mit nur einem Wirkstoff.

akut » Arzneimittel mit besonders schneller Freisetzung des Wirkstoffs und damit auch schnell wirkend.

cutan; kutan » = für Anwendungen auf der Haut

rektal » = Anwendung in den Mastdarm/After

Mups » multiple unit pellet system (eine teilbare Retardtablette zerfällt im Magen in kleine Kügelchen und passieren den Magenausgang und wird anschließend im Darm über längere Zeit hinweg aufgelöst).

ZOK » zero order kinetics (eine teilbare Retardtablette, gibt pro Zeiteinheit immer die gleiche Menge an Wirkstoffen ab).

Ret., Retard, Depot » Arzneimittel mit verzögerter Langzeitwirkung (muss seltener eingenommen werden).

Tabletten mit einem Retard-Überzug dürfen, um ungewünschte Nebenwirkungen wegen der veränderten Wirkstoffabgabezeit zu vermeiden, nicht geteilt werden. Im Übrigen sollte hinsichtlich der Teilbarkeit von Tabletten der Arzt oder Apotheker vorher befragt werden. Leider werden Tabletten gelegentlich mit so genannten "Schmuckkerben" versehen, die zum Teilen verleiten.
Zu Tablettenbestandteilen siehe auch unter Link E-Nummern - Lebensmittelzusatzstoffe

p.o. » per os bedeutet die Arzneimittelgabe über den Mund.

SL, S, L » kennzeichnet die Geschwindigkeit (schnell - langsam) mit der ein Arzneiwirkstoff freigesetzt wird (Bioverfügbarkeit). Eine Tablette oder ein Teil einer Tablette wird schnell aufgelöst und bewirkt einen schnellen Wirkungseintritt. Bei SL-Tabletten wird der andere Teil langsam aufgelöst und bewirkt eine lange Wirkungsdauer.

EDO® » Ein-Dosis-Ophtiole (Behältnis für Augentropfen).

N » kennzeichnet in der Regel ein Medikament mit einer neuen geänderten Wirkstoffzusammensetzung. Die Wirkung ist gegenüber der ursprünglichen Zusammensetzung genauso oder weicht nur unbedeutend ab.

N1 » kleinste Packungsgröße (Packungen für kurze Anwendungsdauer oder Verträglichkeitstests. Teichdauer 10 Tage ± 20 %)

N2 » mittlere Packungsgröße (Packungen für mittlere Anwendungsdauer. Reichdauer 30 Tage ± 10 %)

N3 » Großpackung (Packungen für längere Anwendungsdauer wie chronische Erkrankungen. Reichdauer 100 Tage - 5 %)

OP » Originalpackung oder Originalpräparat (so genannte Nachahmerpräparate werden nach Ablauf des Patentschutzes von Originalpräparaten als "Generika" bezeichnet. Diese enthalten die gleichen Wirkstoffe und sind von gleicher Qualität wie das "OP").

liq » liquidus (flüssig)

dil » dilutus (verdünnt)

sicc » siccatus (getrocknet)

nat » naturalis (natürlicher Inhaltsstoff)

sine » ohne Konservierungsmittel/Farbstoffe

Gtt » gutta (Tropfen)

Lin » linimentum (Einreibung)

mixt. » mixtura (Gemisch)

POS » producta ophthalmica sterilisata (ursprüngliche Bezeichnung für Augenarzneimittel der Ursapharm Arzneimittel GmbH & Co. KG. Wegen des hohen Bekanntheitsgrades wird der Zusatz POS inzwischen auch für andere Arzneimittel im Sortiment der Firma verwendet)

Amp. » Ampullen

Bals. » balsamum (Balsam)

Caps. » capsula (Kapsel)

Compr- » compressi (Tabletten)

Emuls. » emulsio (Emulsion)

Extr. » extractum (Extrakt)

Lot. » lotio (Schüttelmixtur)

LT » Lösliche Tablette (in Wasser aufzulösen)

Plv., Pulv. » pulvis (Pulver)

Sir. » Sirupus (Sirup)

Sol. » Solutio (Lösung)

Spec. » Species (Teemischung)

Supp. » Suppositoria (Zäpfchen)

Susp. » suspensio (Suspension)

Tabl. »tabulettae (Tabletten)

Tct. » Tinctura (Tinktur) 

TTS »Transdermales Therapeutisches System (Pflaster, die den Wirkstoff kontinuierlich durch die Haut abgeben) 

Ungt. » Unguentum (Salbe)

 

Symbol für Amphetamine » Pharmazeutisches Symbol zur Kennzeichnung von Amphetaminen, Heroin, Morphium und ähnlichen narkotisierende Medikamente mit hohem Abhängigkeitspotential und Gefahr der Überdosierung.

 

Symbol für Barbiturate »  Pharmazeutisches Symbol zur Kennzeichnung von Barbituraten wie Schlaf- und Beruhigungsmittel oder Aufputschmittel mit Abhängigkeitspotential.


Placebos » (lat.: "Ich werde gefallen". Wirkstofffreie Scheinmedikamente)
Einem Patienten verabreichte Scheinmedikamente setzen einen Selbstheilungsprozess in Gang, sofern dieser von der wirkstofffreien Substanz nichts weiß. Neben ärztlicher Zuwendung oder einem spontanen Selbstheilungsverlauf scheinen noch andere, wissenschaftlich noch nicht ergründete Vorgänge und Maßnahmen den Placoboeffekt zu erklären.

Kurioserweise wirken mittelgroße Tabletten schlechter als sehr kleine oder sehr große Tabletten. Rote Tabletten wirken eher als Weiße. Beruhigungstabletten wirken in der Farbe Blau am optimalsten. Bei Angstzuständen sind grüne Tabletten am wirksamsten. Im Vergleich zu eingenommenen Medikamenten wirken Spritzen besser. Und werden diese von einem Arzt gesetzt, tritt der Heilungserfolg eher ein als von einer Krankenschwester gesetzt.

Nocebos » (lat.: "Ich werde schaden". Wirkstofffreie Scheinmedikamente)
Im Gegensatz zu Placebos bewirken Arzneimittel bei einigen Patienten genau das Gegenteil bewirken, es stellt sich ein Nocebo-Effek ein. So führen von Arzneimitteln ausgehenden Nebenwirkungen zu den beschriebenen Symptomen, obwohl das Arzneimittel keinen medizinisch relevanten Wirkstoff enthält.

Bei Schmerzempfindungen wurde bereits nachgewiesen, dass Placebos die Ausschüttung von körpereigenen Endorphinen (morphinartige Eiweißstoffe mit schmerzstillender Wirkung) bewirken und somit Schmerzempfindungen herabsetzen. Dem Patienten muss nur gesagt werden, dass ihm ein wirksames Schmerzmittel verabreicht wird.

Off-Label-Use »

Das sind Fertigarzneimittel, die außerhalb der zugelassenen bzw. genehmigten Anwendung vom Arzt verschrieben werden. Zu dieser Therapiealternative greift er immer dann, wenn keine geeigneten Medikamente für ein bestimmtes Krankheitsbild entwickelt wurden, jedoch dieses Medikament den Heilungsprozess einer Krankheit außerhalb der genehmigten Anwendung positiv beeinflusst.

 

Rezeptvordruckfarben

Die Abkürzung Rp. steht auf Arzneimittelverordnungen für die eigentliche Rezeptverordnung und bedeutet: Recipe (lateinisch: "nimm")
Im angelsächsischen Raum ist für verschreibungspflichtige Arzneimittel dieses Zeichen gebräuchlich:   (eine Verschmelzung aus R und x).


Der Arzt verwendet unterschiedlich gefärbte Rezeptvordrucke.

Sie geben Auskunft über den Gültigkeitszeitraum innerhalb dem ein Rezept einzulösen ist.

 

Rot: Ein rotes Rezept ist innerhalb eines Monats einzulösen und gilt für verschreibungspflichtige Medikamente, die von den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) unter Abzug eventueller Selbstbeteiligungen erstattet werden.
(gesetzlich gilt entsprechend der Arzneimittelverschreibungsverordnung bei fehlender Angabe der Gültigkeitsdauer eine Einlösungsfrist von drei Monaten)


Gelb (gelber Farbverlauf mit feinem Linienmuster und weiteren Sicherheitsmerkmalen, die eine Fälschung erschweren)

Auf gelben BtM-Rezepten mit deutlich lesbarer, fortlaufender 9-stelliger Rezeptnummer (ab 2015) werden starke Schmerz- und Betäubungsmittel verschrieben. Die Einlösungsfrist beträgt nur sieben Tage. Danach ist eine Einlösung nicht mehr zulässig.


Blau: Blaue Rezepte sind privatärztlichen Verordnungen vorbehalten - insbesondere für Versicherte von privaten Krankenversicherungen (PKV). Diese Rezepte sind drei Monate ab dem Ausstellungsdatum gültig


Grün: Grüne Rezepte gelten zeitlich unbegrenzt, da diese für nichtverschreibungspflichtige beziehungsweise vom Arzt empfohlene Medikamente verwendet werden. Sie erfüllen die Funktion eines Merkzettels.

 

Herstellungsanweisungen für Rezepturarzneimittel auf Rezepten an das Apothekenpersonal

Neben den eindeutigen Bezeichnungen für die zur Arzneimittelherstellung (z. B.. Salben, Pulver, Tinkturen oder andere) zu verwendenden Wirkstoffe in Verbindung mit entsprechenden Dosisangaben, können so einem einem Rezept auch diese Abkürzungen erscheinen:

 

āā; ana; aa. pt. aequ. = "ana partes aequales" ("zu gleichen Teilen")

a.c. = "ante cenam" ("vor dem Essen")

ad = "adde" ("fülle auf")

ad inj. = "ad iniectionem" ("zur Injektion")

ad lib. = "ad libitum" bedeutet " (nach Belieben")

ad us.ext. = "ad usum externum" ("zu äußerem Gebrauch")

ad us int = "ad usum internum" ("zum innerlichen Gebrauch")

ad us propr = "ad usum proprium" ("zum eigenen Gebrauch")

aeq = "aequalis" ("gleich")

aq., aqu. = "aquae" ("Wasser")

aut idem ("oder Gleiches")

aut simile ("oder Ähnliches") 

c.v. = "cum vitro" ("mit der Flasche")

d.ad scat. = "da ad scatulam" ("Gib in eine Schachtel")

dep. = "depuratus" ("gereinigt")

dil. = "dilutus" ("verdünnt")

dos. = "dosis" ("Menge)

d.tal.dos. No. XX = "dentur tales doses numero viginti" ("Es werden abgegeben solche Dosen an Zahl 20")

gtt., gtts.= "guttas" ("Tropfen")

inh. = "inhalatio" ("Inhalation")

m.d.s. = "misce, da, signa" ("Mische, gib, bezeichne")

m.f.caps. Nr. ?? = "misce, ut fiant capsulae" ("Mische, dass es (Anzahl) Kapseln werden")

m.f.pulv. = "misce, ut fiat pulvis" ("Mische, dass Pulver werde")

m.f.sol. = "misce, ut fiat solutio" ("Mische, dass es eine Lösung werde")

m.f.supp. = "misce, ut fiat suppositorium" ("Mische, dass es ein Zäpfchen werde")

m.f.ungt. = "misce fiat unguentum" ("mische, es werde eine Salbe")

m/m = Massenprozent (Milligramm eines Stoffes in einem festen Stoff mit einer Gesamtmasse von 100 Milligramm)

m/v = Massen-Volumen-Prozent  (Milligramm eines Stoffes in einer Lösung mit einem Gesamtvolumen von 100 ml)

noctu = Die übliche nächtliche Notdienstgebühr zwischen 20 und 6 Uhr entfällt bei Notfällen

p.c. = "post cenam" ("nach dem Essen")

p.d. = "pro die" ("pro Tag")

q.s. = "quantum satis" ("in ausreichender Menge, so viel wie benötigt")

rec = "recens" ("frisch")

S. = "signa" ("bezeichne, beschrifte")

s.nom.  = "sine nomine" ("ohne Namen" bedeutet, den Patientennamen nicht auf dem Etikett angeben)

v/v = Volumenprozent (Milliliteranteil eines Stoffes in 100 ml einer Lösung oder eines Gemisches)

v/m = Volumen-Massen-Prozent (Milliliter einer Lösung in einem festen Stoff mit einer Gesamtmasse von 100 Milligramm)

 

Link Homöopathie

"Alle Hinweise auf dieser Seite dienen nur der allgemeinen Information und nicht der Selbstdiagnose, geben keine Therapieempfehlungen und ersetzen keinen Arztbesuch!"