CODEWÖRTER - PASSWÖRTER - PINS
Die Gefahr, dass von so genannten "Trojanischen Pferden" im Computer am Arbeitsplatz oder daheim auf der Festplatte gespeicherte Passwörter von diesen Programmen ausspioniert werden können, verbietet es, diese zu speichern.
Wer kann sich schon die vielen Pass- oder Codewörter merken, die zum Teil auch noch zwangsweise von dritter Seite in bestimmten zeitlichen Abständen geändert werden. Die folgende beispielhafte Aufzählung macht die Notwendigkeit und das breitgefächerte Anwendungsfeld von Pass- und Codewörter deutlich:
Maestro-Karte, Kundenkreditkarte, allgemeine Kreditkarte, Online-Banking, Sparbuch-Kennwort, BIOS-Kennwort, Bildschirmschoner-Kennwort, Arbeitsmappen- und Blattschutz-Kennwörter in Textverarbeitungsprogrammen, Autoradio-Diebstahlcode, Handy-PIN (PIN = Persönliche Identifikationsnummer), Telefonschloss-Code, Kindersicherungscode beim Fernsehgerät, Kindersicherung-Zugangcodes in Internet-Browsern, Zugangscodes zu bestimmten Internetseiten, Zugangscode zu Sicherheitsbereichen am Arbeitplatz.
Fatal wäre es, bei der Wahl eines Codewortes auf Vornamen oder Kosenamen von Familienmitgliedern, Haustiernamen oder bei Zifferncodes auf Geburtdaten zurückzugreifen, die sodann auch noch als Telefonnummer getarnt im Adressbuch erscheinen. Betrüger kennen diesen simplen Trick und bei einem Schaden haben Sie keine Regressmöglichkeit. Es soll sogar besonders häufig vorkommen, dass Passwörter auf/unter der Tastatur bzw. am Monitor vermerkt sind. Außerdem sollten PC-Nutzer unbedingt Wörter oder Wortbestandteile aus einem Wörterbuch meiden, da diese von einem Hacker im Nu aufgespürt werden. Ebenso müssen Buchstaben - oder Ziffernfolgen der Tastatur vermieden werden, also nicht "qwertz", "asdfgh" oder "123456" benutzen.
Bei Programminstallationen werden oft Passwörter vorgegeben wie beispielsweise "admin" für "Administrator". In der weiteren Installationsroutine wird der Anwender aufgefordert, dieses vorgegebene Passwort durch ein eigenes Passwort zu ersetzen. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt, macht es Hackern besonders leicht.
Eine gute Möglichkeit ein sicheres Passwort zu bestimmen wäre diese: Nehmen Sie von einer Gedichtzeile, Liedstrophe oder einem Sinnspruch die Anfangsbuchstaben eines jeden Wortes und bilden daraus Ihr Passwort wie in diesem Beispiel:
Morgenstund hat Gold im Mund - Das Passwort lautet somit: MhGiM.
Eine Ergänzung um Ziffern und Sonderzeichen und regelmäßige Änderung erschwert die Entschlüsselungsmöglichkeit deutlich.
Beispiel: 20#MhGiM32# ist so ein schwer zu entschlüsselndes Passwort. Bei der vorangestellten Ziffer "20#" denken Sie an das Kindermilchgebiss mit 20 Zähnen - bei der nachgestellten Ziffer "32#" an das Erwachsenengebiss mit 32 Zähnen.
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Passwort eingeben Passwort bestätigen
Besonders in Sachen PC (Personal-Computer) kann der Verlust oder das Vergessen des Supervisor-Passwortes im BIOS (Basic Input Output System), also dem Computerbasisprogramm, eine nervenaufreibende und bei Inanspruchnahme von professioneller Hilfe teure Angelegenheit werden. Wenn Sie Ihr User-Passwort nicht aufgeschrieben und an keinem sicheren Ort aufbewahrt haben, bestehen dennoch einige Möglichkeiten den PC zu booten.
Die meisten BIOS-Hersteller verwenden "Masterpasswörter", die auf einigen Internetseiten nachgelesen werden können. Neuere Versionen erkennen diese Masterwörter allerdings nicht mehr.
Mögliche Passwörter: AWARD, AWARD_SW (den Unterstrich erzeugen Sie wegen der amerikanischen Tastaturbelegung mit ?), AWARD_PS, d8on, LKWPETER, lkwpeter, ALFAROME, aLLy, SER, SKY_FOX, AMI, ami, A.M.I., AMI_SW, AMISE-TUP, aPAf, BIOSPASS, Sxyz, Syxz, SZYX, TIPTHA, Wodj, CONCAT, CONDO,HLT,BIOSSTAR, h6BB, j256, J262, j262, J64,1322222, 256256, 589589, BIOS, PHOENIX, phoenix, CMOS,
Wer auch bei dieser Vorgehensweise erfolglos ist, für den besteht noch die Möglichkeit den PC unter Beachtung der Hersteller-Sicherheitsvorschriften aufzuschrauben und am Motherboard den CMOS-Jumper auf "Clear" (clear = löschen) zu setzen. Den zuvor ausgeschalteten PC kurz einschalten und wieder ausschalten. Jetzt den Jumper wieder auf "Normalstellung" setzen.
Nach dieser Prozedur ist das BIOS-Passwort gelöscht.
Eine weitere Möglichkeit ist die Unterbrechung des Batteriestromes. Ziehen Sie den PC-Netzstecker (beim Notebook funktioniert diese Vorgehensweise nicht) und schieben Sie die eingebaute Rundbatterie (Ø 2 cm) vom Motherboard aus der Halterung. Nach einer Wartezeit von 20 Minuten schieben Sie die Batterie wieder in die Ausgangsposition zurück. Aufgrund der Stromunterbrechung sind zwar die individuellen Einstellungen verloren gegangen, aber dafür kann jetzt wieder ein neues Passwort vergeben werden. Sind auf Ihrem PC hochsensible Daten gespeichert, so muss selbstverständlich das PC-Gehäuse abschließbar sein, damit kein unbefugter diesen Trick anwendet.