CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

GLÜCKSBRINGER

 

Glück besteht in der Kunst, sich nicht zu ärgern, dass der Rosenstrauch Dornen trägt,
sondern sich zu freuen, dass der Dornenstrauch Rosen trägt. (arabisches Sprichwort)

 

 

GLÜCKSBRINGER FLIEGENPILZ  Glücksbringer Fliegenpilz

Viele der Legenden zu den Glücksbringern stammen aus der Hexen- und Zauberwelt, diese aber aus der altnordischen Sagenwelt. Die Berserker (altnordisch: Bärenhemdige), so nannte man die in Bärenfell gehüllten Krieger, brachten sich mit kultischen Übungen und kleinen Fliegenpilzmengen (enthalten die rauschgiftähnlich wirkende Ibotensäure) in Ekstase um sodann unerschrocken zu kämpfen. Sie galten im Kampf als ungewöhnlich stark und unverletzlich.

 

GLÜCKSBRINGER HUFEISEN  Glücksbringer Hufeisen

Damit es einem Besitzer auch wirklich Glück bringt, muss das dem Schutz der Hufe dienende Eisen von einem Pferdefuß abgefallenen sein, um sodann gefunden zu werden. Dieser Glück bringende Talisman darf also keinesfalls gekauft werden. Die halbrunde, nach oben geöffnete Form fungiert als eine Art Pforte, durch die das Glück Einlass findet. Damit das Glück nicht auslaufen kann, so verlangt es der Aberglaube, muss es mit der Öffnung nach oben befestigt werden.

 

GLÜCKSBRINGER KLEEBLATT  Glücksbringer Kleeblatt

Die Legende besagt, dass Eva nachdem sie aus dem Paradies vertrieben wurde, ein vierblättriges Kleeblatt - Klee mit vier Blättern wuchs dort anscheinend haufenweise - mit in die unwirtlich erscheinende Welt nahm. Vermutlich gilt aus dieser Überlieferung der Glaube, ein gefundenes vierblättriges Kleeblatt bringe Glück und Reichtum. Dem Glück lässt sich allerdings nicht auf die Sprünge helfen, wenn auf allen Vieren kriechend willentlich danach gesucht wird und schon gar nicht wenn es gekauft wird.

…und wie war das noch, wenn man jemanden oder etwas über den grünen Klee lobt, also besonders dick aufträgt?

Diese Redewendung stammt aus der Zeit in der die Gräber überwiegend oder ausschließlich mit Klee bepflanzt wurden und man über den darunter liegenden nur noch Gutes zu berichten hatte.
Wurde der Verstorbene übertrieben gelobt, so wurde er über den grünen Klee gelobt.

 

GLÜCKSBRINGER MARIENKÄFER  glücksbringer Marienkäfer

Der Marienkäfer, auch Glückskäfer oder Herrgottskäfer genannt, gilt bei uns als Symbol für Glück und unermüdlichen Fleiß. Vielleicht trägt auch die magische Glückszahl Sieben (der Siebenpunkt ist die bekannteste einheimische Art) zu dieser Deutung bei aber mit Sicherheit die Tatsache, dass Marienkäfer exzellente biologische Schädlingsbekämpfer sind; sie vertilgen etwa 150 Blattläuse täglich. Bereits im Mittelalter wurden die von der Jungfrau Maria gesandten Käfer, ihre Lieblingstiere, als ihr gütiges Eingreifen bei der landwirtschaftlichen Schädlingsbekämpfung angesehen. Jetzt ist auch klar, woher der Marienkäfer seinen Namen hat.
Einen Marienkäfer soll man nicht abschütteln oder sogar töten - das bringt Unglück.

Übrigens: Der weit verbreitete Irrglaube, die Anzahl der Punkte geben Auskunft über das Alter der Tiere, ist falsch. Sie sagen nur etwas über die Artzugehörigkeit aus und davon gibt es weltweit etwa 5.500. In Deutschland ist der Siebenpunkt-Marienkäfer am bekanntesten und am weitesten verbreitet und der wird höchstens ein bis drei Jahre alt.

 

GLÜCKSBRINGER MISTEL  Glücksbringer Mistel

Nicht nur als Heilmittel - die Mistel gilt als Königin des Heils - und Adventsschmuck wird in Deutschland der Mistelzweig (auch Hexenbesen, Hexenkraut oder Kreuzholz genannt) immer beliebter, da ihm auch Glück bringende Eigenschaften zugesprochen werden. Besonders in England erfreut sich der Mistelbusch großer Beliebtheit, denn dort heißt es "kein Mistelzweig - kein Glück".
So wurden früher Mistelkugeln in Ställen, Scheunen und Häusern aufgehängt um Menschen und Tiere vor bösen Geistern und bösen Träumen, aber auch vor Blitzschlag und Feuer zu beschützen. Weiterhin war es auch Brauch, Mistelzweige in Brautkränze einzuflechten damit dem Brautpaar Glück und Fruchtbarkeit zuteil werden würde. Auch wenn frisch Verlobte unter einen Mistelstrauch traten, erhoffte man sich diese wünschenswerten Eigenschaften. Viele dieser althergebrachten Bräuche werden auch heutzutage noch oder wieder praktiziert und das alles des holden Glückes wegen.

 

GLÜCKSBRINGER SCHORNSTEINFEGER  Gücksbringer Schornsteinfeger

Bevor der "Schwarze Mann" als Glücksbringer fungierte, wurde er wegen seiner Rußschwärze dem Teufel gleichgestellt. Man wusste jedoch bereits im Mittelalter, das glühende Asche, die aus verrußten Schloten austrat, verheerende Brände auslösen konnte und ganze Dörfer in Schutt und Asche legte. Nur der Kaminkehrer konnte dieses durch sauber gehaltene Rauchabzüge verhindern und brachte den Bewohnern somit Glück für Hab und Gut. Erst als in unserer Zeit die Gesellen dieser Berufsgruppe zu Neujahr die Jahreskehrrechung als auch ein Kalenderblatt ins Haus brachten und die Übergabe mit den besten Glückwünschen für das neue Jahr verbanden, dachte wirklich keiner mehr an die vermeintlich schwarze Seele und sahen ihn fortan als Glück bringenden Begleiter für das ganze Jahr. Verstärkt wird dieses Glück noch bei demjenigen - so sagt der Volksmund -, der auf einen Schornsteinfeger zugeht und ihm die Hand gibt. So kann er auch im nächsten Jahr auf Fortuna hoffen.
Abgesehen von den Glück bringenden Eigenschaften leistet der Kaminkehrer wichtige Dienste für die Gemeinschaft, denn seine Tätigkeit dient sowohl der öffentlichen Sicherheit als auch dem Umweltschutz.

 

GLÜCKSBRINGER SCHWEIN  Glücksbringer Schwein

Im Laufe der Zeit hat sich die Einstellung vom unreinen Schwein zum Glück bringenden und Wohlstand ausdrückenden Borstenvieh gewandelt. Besonders in der Volksmedizin griff man gerne zu schweinischen Essenzen, besonders zur Linderung von Kreuzschmerzen oder zur Unterstützung bei der Zeugung von männlichen Nachkommen. Auch in der heutigen Medizin werden immer wieder Gemeinsamkeiten zwischen Mensch und Schwein genannt, wie Ähnlichkeit mit der Hautoberfläche, ähnliche Stressempfindlichkeit oder immunbiologische Gemeinsamkeiten.  Zu Neujahr schenkt man sich heute oft kleine Marzipanschweinchen mit einem vierblättrigen Kleeblatt im Maul, das die Glück bringenden Eigenschaften anscheinend noch verstärken soll.
Der Ausdruck "Schwein gehabt" geht vermutlich auf die mittelalterliche Sitte zurück, bei Wettkämpfen dem schlechtesten Teilnehmer als Trostpreis ein Schwein zu schenken, symbolisch dafür, dass er durch sein schlechtes Abschneiden eigentlich nichts verdient habe.

 

 

Ein Talisman (griechisch-arabisch für "Glücksbringer, Maskottchen"), ist ein rein persönlicher Glücksbringer, der nur dem Träger oder Besitzer etwas bedeutet und sehr individuell ist. Oft sind es Gegenstände aus der Kindheit oder etwas Vererbtes. Wird dieser glückbringende oder Gefahr abwendende Gegenstand in Form eines Medaillons um den Hals getragen, so wird von einem Amulett gesprochen.

 

Internationaler Tag des Glücks immer am 20. März