MÖBELKENNZEICHNUNGEN
Irreführende Bezeichnungen am Beispiel Eichenholz:
Eiche massiv |
Wertvollste und teuerste Produktausführung. Das Produkt besteht nur aus der angegebenen Holzart, entweder als Platte aus gewachsenem Holz oder auch aus aneinander verleimten Stäben. (Schubkastenböden und Rückwand können allerdings aus anderen Holzwerkstoffen gefertigt sein) |
Echt Eiche |
Irreführend, da massives oder furniertes Holz gemeint sein kann. Nicht sichtbare Holzteile können aus anderen Holzwerkstoffen oder Holzarten bestehen. |
Eiche-Furnier |
Minderwertiges Holz, Spanplatten oder Tischlerplatten sind an den sichtbaren Flächen mit einer millimeterdünnen Furnierschicht der angegebenen Holzart oberflächenbeschichtet. |
Eiche rustikal |
Stilrichtung bäuerlich/ländlich (dunkel gebeizt) |
Eiche antik |
Stilrichtung altertümlich. (Antike Eichenmöbel hingegen sind über 100 Jahre alte Antiquitäten) |
Eiche Dekor |
Minderwertiges Holz ist mit einer
Furnierimitation oder Kunststoffschicht überzogen, die die Porenstruktur und Farbe der angegebenen Holzart nachahmt. |
Formaldehydfreie und auf flüchtige organische Verbindungen hin überprüfte beschichtete und unbeschichtete Holzprodukte, die strenge Emissionsbegrenzungen (maximal 0,05 ppm Formaldehyd) in Innenräumen unter Beachtung ökologischer Kriterien erfüllen, können mit dem "Blauen Engel" (RAL-UZ 38) gekennzeichnet werden.

Spanplatten und Hartfaserplatten, die angeblich keine gesundheitsbeeinträchtigenden (Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen, Allergien) Formaldehyd-Emissionen aufweisen, tragen als Qualitätskennzeichnung den Aufdruck E1. Die Belastungsobergrenze liegt nach der Gefahrstoffverordnung bei 0,1 ppm pro m³ Raumluft.
1 ppm (parts per million = Teile pro Million) entspricht 1,2 mg Formaldehyd pro m³ Raumluft.
Achtung! Bisher keine Kennzeichnungspflicht für Möbelstücke.
Freiwillig werden vermehrt Möbelstücke mit dem FSC-Siegel
gekennzeichnet. Dieses international anerkannte Siegel garantiert, das das Holz aus Wäldern stammt, die umweltgerecht, sozial verträglich und ökonomisch bewirtschaftet werden.
Wer seine Raumluft nicht mit zusätzlichen Schadstoffen belasten möchte, sollte sich vor dem Möbelkauf eingehend informieren. Besonders in Wohn- und Schlafräumen kann eine Schadstoffbelastung bei Möbeln (vor allem durch das Umweltgift Formaldehyd) zu Problemen wie Kopfschmerzen oder erkältungsähnlichen Symptomen führen. Das von manchen Produzenten freiwillig verwendete FSC-Siegel garantiert Verbrauchern eine gewisse Sicherheit beim Einkauf. Bevor Kunden nutzungsintensive und somit kritische Einrichtungsgegenstände wie zum Beispiel Kinderzimmermöbel online kaufen, sollten sie sicherstellen, dass keine Belastung durch giftige oder schädliche Ausdünstungen droht.
Besonders diese Grünpflanzen wandeln wirkungsvoll das Umweltgift Formaldehyd über ihren Stoffwechsel in natürliche, unschädliche Stoffe um: Schwertfarn, Zwergdattelpalme, Drazäne, Bergpalme, Gummibaum, Efeutute, Birkenfeige, Einblatt, Steckenpalme, Strahlenaralie, Drachenbaum, Dieffenbachia, Bergpalme, Grünlilie.