PAPIERGEWICHT - GRAMMATUR (G)

Neben dem Papier-DIN-Format, werden Papiererzeugnisse in der Regel noch zusätzlich mit dem Papierflächengewicht oder Quadratmetergewicht gekennzeichnet.

Diese Kennzeichnung kann so aussehen:

DIN-A 4

Format 210 x 297 mm

80 g/m²

1 m² dieses Papiers wiegt 80 Gramm

holzfrei

(richtig: holzstofffrei) vergilbungsfreies, weißes bis hochweißes Feinpapier (höchstens 5 % Holzschliff)

h'fr , h'h'

holzfrei, holzhaltig

tcf

"totally-chlorine-free" =Total chlorfrei gebleicht (AOX-Wert = 0,0)

ecf

"elementary-chlorine-free" = Elementarchlorfrei (chlorarm) gebleicht. (AOX-Wert = < 0,5)

Ewigkeitssymbol (Lamniskate)

Ewigkeitssymbol (Lamniskate) für alterungsbeständiges Papier nach ISO 9706 (Dokumentenpapier). ISO 9706 stellt hohe Anforderungen an unbegrenzte Archivierung.

LDK 24-85

Die Alterungsbeständigkeit von Papier und Karton wird von der DIN 6738 in Lebensdauer-Klassen eingeteilt.

LDK 24-85 Diese Papiere dürfen "alterungsbeständig" genannt werden, da diese nach heutigen Erkenntnissen bei schonender Behandlung und Lagerung voraussichtlich eine Lebensdauer haben an die höchste Ansprüche gestellt werden können.

LDK 12-80 Lebensdauer von einigen 100 Jahren.

LDK 6-70 Lebensdauer von mindestens 100 Jahren.

LDK 6-40 Lebensdauer von mindestens 50 Jahren.

CIE 160

Kennzeichnung für den Weiß(e)grad von Papier und Karton nach der CIE-Norm, wobei das Weiß grundsätzlich eine leichte bläuliche Nuancierung aufweist. Diese bläuliche Nuancierung verstärkt erstaunlicherweise den Weißeindruck. Bei der visuellen Wahrnehmung des Weißgrades scheinen niedrige CIE-Werte dunkler und gelber (z.B.  Recycling-Kopierpapier CIE 80) und hohe CIE-Werte heller und blauer (z.B. Farblaser-Kopierpapier CIE 160).

(im folgenden Schema sind zur Demonstration die Farben übertrieben dargestellt).

Beispielskala: CIE-Weißwerte

Das verwendete Holz stammt aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft.

 

Beispiele Papiergewichte

Josephspapier

um 10 g/m²

Tonzeichen-Papier

um 130 g/m²

Teebeutelpapier

um 15 g/m²

Elefantenhaut

um 110 g/m²

Packseidenpapier

um 25 g/m²

Packpapier/Schutzpapier

um 150 g/m²

Luftpostpapier

um 30 g/m²

Postkartenkarton

um 190 g/m²

Durchschlagpapier

um 35 g/m²

Glückwunschkarten

um 220 g/m²

Zeitungspapier (LWC-Papier)

um 50 g/m²

Aktendeckelkarton

um 250 g/m²

Tabellierpapier

um 60 g/m²

Leitkartenkarton

um 400 g/m²

Schreibmaschinenpapier

um 80 g/m²

Pappe

ab  500 g/m²

 

 

Im Bürobetrieb werden üblicherweise  Papiergewichte von 70 g/m² - 90 g/m² verwendet.
Anhand dieser Tabelle kann für Versandzwecke das Portogewicht abgeschätzt werden.
Zu berücksichtigen sind noch das Gewicht von Tinte, Toner, Umschlag und Frankierung.

Gewicht 

 1 Blatt
DIN A4

 2 Blatt
DIN A4

 3 Blatt
DIN A4

 4 Blatt
DIN A4

 5 Blatt
DIN A4

 6 Blatt
DIN A4

 8 Blatt
DIN A4

10 Blatt
DIN A4

12 Blatt
DIN A4

70 g/m/²

4,4

  8,8

13,1

17,5

21.9

26,2

35,0

43,7

52,4

80 g/m/²

5,0

10,0

15,0

20,0

25,0

30,0

40,0

50,0

60,0

90 g/m/²

5,7

11,3

16,9

22,5

28,1

33,7

45,0

56,2

67,4

 

Hinweis! Verpackungspapiere werden in der Papierbranche als "brauner Ware" und grafische Papiere als "weiße Ware" bezeichnet.


Beispiele Stoffklassen

1 superfein

100 % Hadern

Banknoten, Wertschriften

2 fein (hadernhaltig)

mindestens 20 % Hadern

Wertpapier, Schreibpapier

3 mittelfein (holzfrei)

höchstens 5 % verholzte Fasern, jedoch ohne Eintrag von Holzschliff

Schreibmaschinenpapier

4 belordinär (schwach holzhaltig)

mindestens 20 % Holzschliff

Schreibpapier

5 konzept (holzhaltig)

mindestens 40 % Holzschliff

Schreibpapier

6 ordinär (stark holzhaltig)

mindestens 55 % Holzschliff

Zeitschriften

7 Zeitungsdruck

ca. 80 % ungebleichter Holzschliff

Tageszeitungspapier

8-12

ungebleichte Rohstoffe

Pack- und Einwickelpapier


Hinweis!  Edelste Papierqualität ist handgeschöpftes oder zumindest maschinengeschöpftes Büttenpapier mit einem meist unbeschnittenen ungleichmäßigen Rand.

Wichtige Mitteilungen, wie Bewerbungsschreiben, Geschäftsbriefe oder handgeschriebene Privatbriefe sollten auf diese Papierart niedergeschrieben werden; denn so wird gegenüber dem Briefempfänger eine gewisse Schreibkultur signalisiert, die wiederum auf positive Erwiderungen einen günstigen Einfluss nimmt.
Zu diesen Qualitätspapieren gehört auch das völlig strukturlose Velin von besonders edler Oberflächenbeschaffenheit.

Hinweis!  Warum vergilbt Papier?  Das im Holz enthaltene verholzende Substanz Lignin (neben Zellulose mit einem Anteil von 30 % wichtigste Holzbestandteil) reagiert mit Licht und Sauerstoff und die Molekularstruktur wird zerstört. Die Folge ist nicht nur die Vergilbung sondern fördert auch den Zerfall. Die normale Haltbarkeit heutzutage hergestellter Papiere ist auf eine Lebensdauer von höchstens 80 Jahre beschränkt.

 

Mit Bitumen oder Teer getränkte Pappen (Sperrbahnen, Dachpappen) werden ebenfalls nach dem Gewicht der Pappe pro m² (Flächengewicht) gekennzeichnet. Die Bezeichnungen lauten dann beispielsweise R 333 (oder 333er), R 500 (oder 500er).

Glasvlies V 13

Kurzzeichen für andere Dichtungsbahnen (Auswahl):

G 200

Glasgewebe   (200 g/m²)

J 300

Jutegewebe    (300 g/m²)

PV 200

Polyestervlies (200 g/m²)

R 333

Rohfilz             (333 g/m²)

V 13

Glasvlies      (1.300 g/m²)

Vcu

Verbundträger aus Glasvlies mit Polyesterkupferfolienverbund

Cu01

Kupferbandträgereinlage aus Kupferband 0,1 mm

Al02

Aluminiumbandträgereinlage aus Aluminiumband 0,2 mm

      -D

Dichtungsbahn

      -DD

Dachdichtungsbahn

      -N

Nackte Bitumenbahn

      -S

Schweißbahn  (S4 = 4 mm Dicke)

PY

Polymerbitumen

PYE

Polymerbitumen (Elastomerbitumen)

PYP

Polymerbitumen (Plastomerbitumen)

KSK

Kaltselbstklebende Bitumen-Dichtungsbahn

KSP

Kaltselbstklebende Polymerbitumenbahn

KTG

Kombinationsträgereinlage mit überwiegendem Glasanteil

KTP

Kombinationsträgereinlage mit überwiegendem Polyesteranteil


 

www.code-knacker.de    print

 

zurück       weiter nächster Lexikoneintrag





A B C D
E F G H
I J K L
M N O P
Q R S T
U V W X
Y Z DL 123
Google
 
Web Code-      knacker