SEPA-GLÄUBIGER-ID

Seit 2008 ist in den EU-Ländern und einigen weiteren europäischen Ländern ein standardisiertes Zahlungssystem eingerichtet worden, dass vereinfachte Zahlungsabwicklungen national als auch grenzüberschreitend ermöglicht.

Hierzu wurde das SEPA-Verfahren eingerichtet (SEPA = Single Euro Payments Area) und bezeichnet einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum.

Für eine sicherere, schnelle und rationelle Zahlungsabwicklung ist bei den zwei möglichen SEPA-Lastschriftverfahren eine individuelle SEPA-Gläubiger-Identifikationsnummer erforderlich.

 

Aufbau der ID für Deutschland:  DE98ZZZ09999999999

DE

98

ZZZ

09999999999

ISO-
Ländercode

Prüfziffer

Geschäftsbereichskennung
(Creditor Business Code)

Nationales Identifikationsmerkmal
(fortlaufende Nummer)

 

 

Verfahren

Vorteile

Nachteile

Anwendungen

SEPA-Basislastschrift

SEPA Core Direct Debit

Der Zahlungspflichtige ermächtigt den Zahlungsempfänger mittels SEPA-Lastschriftmandat, von seinem Konto den geschuldeten Rechnungsbetrag einzuziehen und sorgt bei Fälligkeit für eine entsprechende Kontendeckung.

Es werden keine Zahlungsfristen versäumt und bei Skontogewährung keine Fristen versäumt.

Um vor unberechtigten (z.B. unrichtige Rechnungsstellung) Geldabbuchungen geschützt zu sein, hat der Zahlungspflichtige nach dem einheitlichen europäischen SEPA-
Lastschriftverfahren das Recht, ohne Angabe von Gründen innerhalb von acht Wochen nach Belastungsdatum zu widersprechen. Die Bank schreibt den Betrag daraufhin valutagerecht wieder gut (Rücklastschrift).

Personen, die Kenntnis von einer Bankverbindung haben, können aus kriminellen Gründen von einem Konto Beträge einziehen lassen, sofern sie bei einer Bank ein Lastschriftinkasso erschlichen haben.

 

Sofern kein SEPA-
Lastschriftmandat erteilt wurde, besteht innerhalb von 13 Monaten ein Rückbuchungsrecht bei widerrechtlich abgebuchten Beträgen.

Sehr verbreitet bei immer wiederkehrenden und auch in der Höhe unterschiedlichen Zahlungen wie Miete, Versicherungs-
beiträge, Telefonrechnungen, Stromrechnungen oder Reiseveranstalter-
rechnungen.

SEPA-Firmenlastschrift

SEPA Business to Business Direct Debit (B2B)

Der zahlungspflichtige Geschäftskunde erteilt der Bank die Anweisung, eine mittels SEPA-Firmen-
lastschriftmandat auf das Konto gezogene Lastschrift einzulösen.

Vorteile sind nur beim Zahlungsbegünstigten zu sehen, da keine Rückbelastung der Lastschrift erfolgen kann.

Wie bei einer Überweisung, kann der dem Konto belastete Betrag nicht mehr zurückgefordert werden bzw. der Lastschrift widersprochen werden.

Nur zwischen Unternehmen zulässig.

SEPA-Überweisung

SEPA-Credit Transfer

Kunde erteilt elektronisch (Bankterminal, Internet, telefonisch) oder mittels Überweisungsvordruck seiner kontoführenden Bank den Auftrag, vom eigenen Konto auf das Empfängerkonto die angegebene Summe zu überweisen.

Der Empfänger verfügt derzeit nach spätestens drei Bankgeschäftstagen, ab 2012 nach einem Tag, über den Überweisungsbetrag.

Zahlungsbeleg gilt als geeigneter Nachweis für geleistete Zahlungen, z. B. gegenüber dem Finanzamt.

Bei Barzahlung ist hingegen eine Empfangsquittung unerlässlich.

Der Überweisungs-
betrag kann nicht mehr zurück gebucht werden, sobald diese dem (irrtümlichen) Empfänger gutgeschrieben wurde.

Außerdem ist eine Bank ist nicht verpflichtet, eine Empfängerkontonummer mit dem dazugehörigen Empfängernamen zu prüfen. Daher ist hier vom Kontoinhaber eine besondere Sorgfalt bei der Adressierung erforderlich.

Zur Beruhigung sei erwähnt, dass Kontonummern in vielen Fällen mit einer Prüfziffer versehen sind. Bei Eingabe einer falschen Kontonummer wird diese von der Software nicht angenommen.

Bei einmaligen Zahlungsverpflich-
tungen wie Handwerker-
rechnungen, Heizöllieferanten-
Rechnungen, o.ä.

 

Gibt es in Ihrem Unternehmen auch Zahlungsausfälle, weil vereinbarte Einzugsermächtigungen oder Lastschriften Ihrer Kunden nicht ausgeführt werden können? Schnell gerät man durch diese Zahlungsschwierigkeiten selbst in eine finanzielle Schieflage. Damit Ihnen so etwas nicht passiert, können Sie bestehende Forderungen an ein Unternehmen verkaufen, die sich auf dieses Factoring spezialisiert haben. Mit Hilfe des Factoring bleibt Ihr Unternehmen liquide und damit marktfähig. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, dann schauen Sie gerne vorbei, wir beraten Sie gerne.

 

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