CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

TEXTILKENNZEICHNUNG

Wookmark (Reine Schurwolle)

Woolmark (Wollsiegel) garantiert die Verwendung reiner Schurwolle, die erstmals verarbeitet wurde.

Die freiwillige, gesetzlich nicht geregelte Zusatzbezeichnung wie z. B. "Super 120" oder "Super 120’s" steht für die Garnfeinheit und entspricht nach der "IWTO" einem durchschnittlichen Faserdurchmesser von nur 17,75 µ.
  80 = 19,75 µ, 100 = 18.75 µ, 120 = 17,75 µ, 160 = 15,75 µ, 180 = 14,75 µ,
200 = 13,75 µ, 220 = 12,75 µ, 230 = 12,25 µ, 240 = 11,75 µ, 250 = 11,25 µ

Je niedriger die Zahl ist, um so feiner und grundsätzlich teurer ist das Garn.

Woolmark Blend (Schurwolle mit Beimischung)

Woolmark Blend (Combi-Wollsiegel) ist das Gütezeichen für Fasermischungen mit mindestens 50 % Schurwolleanteil und maximal 50 % nichtwollene Fasern. Der Schurwolleanteil muss die gleichen Eigenschaften vorweisen wie die von reiner Schurwolle.
Im Gegensatz dazu können Textilien, die mit "REINE WOLLE" oder "100 % Wolle" gekennzeichnet sind, aus Reißwolle hergestellt sein.

Internationales Baumwollzeichen Die symbolisierte Fruchtkapsel des Baumwollstrauches ist das internationale Zeichen für "REINE BAUMWOLLE".

Rechteinhaber ist die Bremer Baumwollbörse. Nach den Lizenzvorgaben muss der Baumwollfasergehalt ohne Berücksichtigung von Futterstoffen, Einlagen und Zubehör 100 % betragen, wobei Toleranzen von 5 % für Dekorations- und Effektzwecke und 3 % für Fremdfasern zulässig ist.

Seide
Zur Identifizierung von SEIDE dient das internationale Seidenzeichen. Es darf nur für Fasern verwendet werden, die aus Kokons seidenspinnender Insekten gewonnen werden. Das gilt für Maulbeer- und Tussahseide, Schappe- und Bouretteseide
Rein Leinen 100 % des Gewichtes aus LEINEN.
Halb Leinen
Die Bezeichnung HALB-LEINEN darf nach dem TKG nur für Produkte benutzt werden, die zumindest aus 40 % Leinen und zwar im Schuss (quer laufende Fasern) aus Leinen und in der Kette (längs laufende Fasern) aus Baumwolle bestehen.
ÖKO-TEX  Standard 100

 


ÖKO-TEX  Standard 1000
Öko-Tex®Standard 100, welches garantiert, das gesetzlich zulässige Höchstmengen an Pestiziden, Schwermetallen und Formaldehyd weit unterschritten werden. Krebs- und Allergieauslösende Farbstoffe werden nicht verwendet. Keine Flammschutzausrüstung. Keine Biozidausrüstung.
Textilien entsprechen dem pH-Wert der Haut.

 

Öko-Tex® Standard 100 + Öko-Tex®Standard 1000
berücksichtigt die produktionsökologischen  Gegebenheiten. Es werden alle in der Produktionskette beteiligten Hersteller nach umwelt- und sozialverträglichen Aspekten überprüft.
Die zertifizierten Produktionsstätten dürfen mit der Werbeaussage "Umweltfreundliche Betriebsstätte nach Öko-Tex® Standard 1000" werben.
Die Produkte werden mit nebenstehendem Label gekennzeichnet.
TOXPROOF

Überprüfte Textilien hinsichtlich der enthaltenen Schadstoffe. (keine krebserregenden Farbstoffe, gleiche Pestizidgrenzwerte wie für Lebensmittel, gleiche Schwermetallgrenzwerte wie für Trinkwasser, Formaldehydgrenzwerte niedriger als in der Kosmetikverordnung festgelegt sind)

SG

SG = Schadstoffgeprüfte Zeichen.
Lederwaren, Pelze, Papier, Klebstoffe, Gummi- und Kunststoffprodukte, die hinsichtlich von enthaltenen Schadstoffen niedrige Grenzwerte nicht überschreiten dürfen (Anforderungen im wesentlichen wie bei "Toxproof").

IVN-Zertifiziert IVN = Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.
Reine Naturtextilien, die unter besonderer Berücksichtigung ökologischer und sozialer Standards hergestellt wurden.
Das "Best" bei diesem Label steht für den zurzeit höchsten Öko-Standard in der Textilbranche.
Die Vergabekriterien verbieten die Verwendung von PVC, PU, Nickel, Formaldehyd, chemische Ausrüstung (Mottenschutz mit dem Naturprodukt Neem ist zugelassen), bedrohte Hölzer, gesetzlich verbotene Azofarbstoffe oder toxikologisch bedenkliche Naturfarbstoffe/synthetische Farbstoffe.
GOTS-Naturtextil Global Organic Textile Standard, kurz GOTS  ist ein internationaler Zusammenschluss von Naturtextil-Verbänden.
Mit dem GOTS-Siegel zertifizierte Textilien werden unter umwelt- und sozialverträglichen Aspekten hergestellt. Diese müssen zu 90 % aus Naturfasern, und davon wiederum 70 % aus kontrolliert-biologischem Anbau (kbA) oder kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) bestehen (≤ 30 % konventionell erzeugte Fasern, aber maximal 10% Chemiefasern [bis zu 25% bei Strümpfen, Leggings und Sportkleidung]).
Es wird ein absolut nickelfreies Textil garantiert. Auch die Verwendung von Azofarbstoffen oder Farbstoffen die Allergien auslösen könnten sind verboten. Keine Chlorbleiche. Produktteile und Verpackung müssen PVC-frei sein. Textilien müssen schweiß-, licht- und waschecht sein.

 

Materialkurzzeichen der Textilfasern/Textilrohstoffe

AB
AC
AG
AL
CA
CC
CF
CL
LF
CLY
CMD
CO, BW
CTA
CUP
CV
EL
FL
GF
GI
HA
HE
HR
HS
HZ
JU
KE
KP
LA
LI
MAC
MD
MG
MTF
PA
PAN, PC
PB
PE
PES, PL
PI
PL
PP
PUR, PU
PVC
RA
SE, S
SI
SN
ST
TA
TV
VY
VI
WG
WK
WL
WM
WN, WA
WO, WV
WP
WS
WU
WY

Manila
Acetat
Alginat
Alfa
Acetat
Kokos
Kohlenstoff-Faser
Polychlorid
Polyvinylchlorid
Lyocell
Modal
Baumwolle (engl.: cotton)
Triacetat
Cupro
Viskose
Elasthan
Fluorfaser
Glasfaser
Ginster
Hanf
Henequen
Rinderhaar
Rosshaar
Ziegenhaar
Jute
Kenaf
Kapok
Latex
Leinen, Flachs
Modacryl
Modal
Maguey
Metallfaser
Polyamid (Perlon®, Nylon®)
Polyacryl(nitril)
Polyharnstoff
Polyethylen
Polyester
Papier
Polyethylen
Polypropylen
Polyurethan
Polyvinylchlorid
Ramie
Seide (engl.: silk)
Sisal
Sunn
Tussahseide
Triacetat
Trivinyl
Viskose
Vinylal
Vikunja
Kamelhaar
Lama
Mohair
Angora
Wolle  (engl.: wool)
Alpaka
Kaschmirziege
Guanako
Yak

Kurzzeichen für Wetterbekleidung

W-W-A

Wasserdicht - Winddicht -Atmungsaktiv
(richtige Bezeichnung für Atmungsaktivität wäre: "Wasserdampfdurchlässigkeit")

Mit dem Messwert "Ret" wird besonders bei Arbeits- und Wetterschutzkleidung der Wasserdampfdurchgangswiderstand in m² × Pa/W angegeben.
Klassifikation gemäß DIN EN 343:
Klasse 1  Ret  > 150 (z. B. PVC)
Klasse 2  Ret 20 - 150
Klasse 3  Ret < 20 (gute Werte)

EN 343 - Wetterschutzkleidung

1. Zahl: Klasse (1 bis 3 beste) des Wasserdurchgangswiderstands

2. Zahl: Klasse 1 bis 3 beste) des Wasserdampfdurchgangswiderstands (Atmungsaktivität)

 

 

Um gesundheitliche Einbußen, wie Allergien, Hautausschläge, Sehstörungen oder Hirnschädigungen zu vermeiden, wird bei Textilien mit folgenden Kennzeichnungen vom Kauf abgeraten:

● antimikrobiell (Mikroben abtötend)
● antismell (keine unangenehme Geruchsbildung, wie Tabakrauch)
● antistatisch (elektronische Aufladungen verhindernd)
● bügelfrei (permanent press)
● chemisch reinigen
● chrash (künstliche Knitter)
● desodorierend (unangenehmen Körpergeruch beseitigend)
● easy-care-behandelt (Sammelbegriff für schmutzabstoßende und fleckabweisende Pflegeausrüstung. Textil ist bügelleicht, knitterarm, einlaufsicher und widerstandsfähig gegenüber Kleidermotten)
● fade out (färbt aus)
● flammgeschützt (nur importierte Bettwaren, Bodenbeläge, Gardinen, Kinderbekleidung, Möbelbezüge, Matratzen - neben Regulationsstörungen im zentralen Nervensystem und lagebedingten Ursachen -Bauchlage vermeiden- können auch giftige Ausgasungen für den plötzlichen Kindstod [SID = Sudden Infant Death] verantwortlich sein!)
● fußpilzhemmend
● keine lokale Fleckentfernung möglich
● pflegeleicht
● santized (antimikrobiell)
● separat waschen
● wash and wear (waschen und tragen)
● wash out (wäscht aus)

Vorbeugend sollten neue Textilien die auf der Haut getragen werden vor dem ersten Gebrauch mehrmals gewaschen werden, damit eventuell schwermetallhaltige Farben und Ausrüstungschemikalien soweit wie möglich herausgewaschen werden. Textilien mit Hautkontakt müssen bei einem Formaldehydgehalt von mehr als 0,15 % sogar diesen gesetzlichen Pflichthinweis tragen: "Enthält Formaldehyd. Es wird empfohlen, das Kleidungsstück zur besseren Hautverträglichkeit vor dem ersten Tragen zu waschen".

Ein Verzicht auf farbige Unterwäsche mindert das Risiko belasteter Textilien.