TINNITUSGRADE

Patienten, von denen anfallsweise oder konstant in den Ohren ein Rauschen, Brummen, Sausen, Zischen, Klingeln oder Pfeifen wahrgenommen wird, leiden unter dem Tinnitus-Symptom. Die Ohrgeräusche, die auch bei immer mehr Jugendlichen auftreten, können durch vielfältige Einflüsse ausgelöst werden (Abklärung zunächst durch einen HNO-Arzt. Fachuntersuchungen durch Orthopäden, Internisten oder Neurologen können notwendig werden) und bedeuten für die Betroffenen eine lästige Begleiterscheinung die allerdings je nach Schweregrad und Dauer (akut: bis 3 Monate - chronisch: länger als 6 Monate) bis zur Berufsaufgabe führen kann.

Vermeidbare Auslöser für das Auftreten von Tinnitus sind diejenigen, die von besonders großen Lautstärken in Diskotheken - etwa 100 dB(A) - oder Rockkonzerten beziehungsweise von einem MP3-Player - etwa 110 dB(A) - ausgehen. Nicht zu unterschätzen ist auch der von Silvesterböllern ausgehende Lärm. Hier treten Lautstärken von bis zu 160 dB(A) in 1 m Entfernung auf - in 8 m Entfernung sind es immerhin  noch 145 dB(A).

Neben Stressfaktoren wie Ängstlichkeit, Unzufriedenheit, Schul- oder Berufsprobleme, Einschlafstörungen, kann auch die regelmäßige Einnahme von Acetylsalicylsäuretabletten (ASS) Tinnitus auslösen.

 

Es werden vier Tinnitusgrade (tinnire = lat.: klingeln) unterschieden:

1. Grad          Leichtes Ohrgeräusch, das als nicht störend empfunden wird.
2. Grad         
Ohrgeräusche werden nur in Momenten großer Stille wahrgenommen, wie zum Beispiel beim Einschlafen. Wird auch nur in diesen Situationen als störend empfunden.
3. Grad         
Die Ohrgeräusche führen im privaten als auch im beruflichen Bereich zu einer dauernden Beeinträchtigung.
4. Grad         
Tinnitusbetroffene leiden unter Ängsten und Depressionen. Jede Aktivität kommt zum Erliegen.

Kapselgehörschutzgeräte oder Ohrstöpsel sind bestens geeignet, einen Lärm, dem man ausgesetzt ist, in geeigneter Weise abzudämpfen

Das Dämmvermögen wird mit dem SNR-Wert (Single Number Rating) in Dezibel angegeben. Dieser Wert sagt aus, um wie viel Dezibel der Lärm reduziert wird. Das Schnarchgeräusch des Ehepartners von 90 dB(A) wird beispielsweise bei einem Ohrstöpsel mit einem SNR-Wert von 30 auf 60 dB(A) reduziert.

Zusätzlich werden noch Einteilungen in verschiedene Frequenzbereiche (Tonhöhenbereiche) vorgenommen um optimal im ausgesetzten Frequenzbereich zu filtern.

H (High) für hohe Frequenzen - 2.000 - 8.000 Hz (Kreissäge, Motorrad),
M
(Medium) für das mittlere Frequenzspektrum - 1.000 - 2.000 Hz (Musik » klangtreu!) und
L
(Low) für niedrige Frequenzen 63 - 1.000 Hz (Baumaschinen).

 

Bei der Deutschen Tinnistus-Liga e.V. (DTL)
Gemeinnützigen Selbsthilfeorganisation gegen Tinnitus, Hörsturz und Morbus Meniere gibt es nähere Informationen. 

Deutsche Tinnitus-Liga e.V. (DTL)

 

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