TRIAGE - SICHTUNGSKATEGORIEN
In der Notfallversorgung von Großschadensereignissen und Katastrophen ist in der Rettungskette die Bestimmung der Erkrankungs- oder Unfallschwere anhand klinischer Symptome durch Sichtung oder Triage (von frz.: trier für sortieren) eines Arztes erforderlich um unter den gegebenen Umständen eine möglichst große Anzahl von Leben zu retten. Das Ergebnis der Sichtung erfolgt in der Regel durch Kennzeichnung des Opfers durch ein der Triagestufe entsprechendem Stoff- oder Klebeband. Diese visuelle Kennzeichnung erlaubt eine schnelle Weiterbetreuung der Opfer.
Diese Sichtung erfolgt seit dem Jahr 2002 in D, A, CH und einigen anderen Ländern einheitlich und weltweit in einer ähnlichen Systematik.
Sichtungskategorien und Behandlungskonsequenzen |
||||
|
Farbe |
Triagestufe |
Patientenzustand |
Maßnahme |
|
| Rot |
T1 |
I |
akute, vitale Bedrohung |
Sofortbehandlung |
| Gelb |
T2 |
II |
schwer verletzt/erkrankt |
Aufgeschobene Behandlungsdringlichkeit |
| Grün |
T3 |
III |
leicht verletzt/erkrankt |
Spätere (ambulante) Behandlung |
| Blau |
T4 |
IV |
ohne Überlebenschance, sterbend |
Betreuende (abwartende) Behandlung, Sterbebegleitung (expectant treatment) |
|
Schwarz |
Ex |
Tote |
Kennzeichnung |
|
|
Zusatzkennzeichnung: a = hohe Transportpriorität b = niedrige Transportpriorität |
||||