BIENENKÖNIGIN - SCHLUPFJAHRMARKIERUNG

Aus unterschiedlichen Gründen, insbesondere die Altersbestimmung und die schnelle Identifikation in einem Bienenstock, markieren die Imker gelegentlich ihre Jungköniginnen mit einem aufgeklebten Opalith-Farbplättchen (auch nummeriert), Zeichenfarbe oder Zeichenstift auf dem Rückenpanzer.

Die Jahresfarben sind international einheitlich und wiederholen sich alle fünf Jahre in der gleichen Reihenfolge. Üblich ist oft auch die Führung der Stockkarte in der gleichen Jahresfarbe.

 

Jahresmarkierungen Bienenköniginnen

 

Königinnen-Schlupfjahr (weiße Markierung) Königinnen-Schlupfjahr (gelbe Markierung) Königinnen-Schlupfjahr (rote Markierung) Königinnen-Schlupfjahr (grüne Markierung) Königinnen-Schlupfjahr (blaue Markierung)

2006
2011

2007
2012

2008
2013

2009
2014

2010
2015

 

Begriffsdefinition "Honig" nach der Honigverordnung (HonigV):

Honig ist der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.

Honig besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Zuckerarten, insbesondere aus Fructose und Glucose, sowie aus organischen Säuren, Enzymen und beim Nektarsammeln aufgenommenen festen Partikeln. Die Farbe des Honigs reicht von nahezu farblos bis dunkelbraun. Er kann von flüssiger, dickflüssiger oder teilweise bis durchgehend kristalliner Beschaffenheit sein. Die Unterschiede in Geschmack und Aroma werden von der jeweiligen botanischen Herkunft bestimmt.

 

Nach Herkunft, Gewinnungsart, Angebotsform oder Zweckbestimmung werden folgende Honigarten unterschieden:

1. Blütenhonig oder Nektarhonig - vollständig oder überwiegend aus dem Nektar von Pflanzen stammender Honig.

2. Honigtauhonig Honig - , der vollständig oder überwiegend aus auf lebenden Pflanzenteilen befindlichen Exkreten von an Pflanzen saugenden Insekten (Hemiptera) oder aus Sekreten lebender Pflanzenteile stammt.

3. Wabenhonig oder Scheibenhonig - von Bienen in den gedeckelten, brutfreien Zellen der von ihnen frisch gebauten Honigwaben oder in Honigwaben aus feinen, ausschließlich aus Bienenwachs hergestellten gewaffelten Wachsblättern gespeicherter Honig, der in ganzen oder geteilten Waben gehandelt wird.

4. Honig mit Wabenteilen oder Wabenstücke in Honig - Honig, der ein oder mehrere Stücke Wabenhonig enthält.

5. Tropfhonig - durch Austropfen der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener Honig.

6. Schleuderhonig - durch Schleudern der entdeckelten, brutfreien Waben gewonnener Honig.

7. Presshonig - durch Pressen der brutfreien Waben ohne oder mit Erwärmung auf höchstens 45 °C gewonnener Honig.

8. gefilterter Honig - Honig, der gewonnen wird, indem anorganische oder organische Fremdstoffe so entzogen werden, dass Pollen in erheblichem Maße entfernt werden.

9. Backhonig Honig - , der für industrielle Zwecke oder als Zutat für andere Lebensmittel, die anschließend verarbeitet werden, geeignet ist.

 

Werden Honige mit Verbandzeichen angeboten, so werden höhere Qualitätsansprüche an dieses Tierprodukt gestellt. Dazu gehören ein niedrigerer Wassergehalt oder die Einhaltung eines niedrigeren HMF-Wertes (HonigV 40 mg/kg - Verbände 15 - 20 mg/kg). Der HMF-Wert (= Hydroxymethylfurfural) sagt aus, ob der Honig beim Schleudern, Abfüllen oder der Lagerung zu hohen Temperaturen ausgesetzt war, was einer Qualitätsminderung gleichkommt.

 

Bienenwabe

 

Neben der Honigverordnung sehen die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs für Honig noch folgende Qualitätshervorhebende Angaben vor:

1. Zusätzliche Angaben "Auslese", "Auswahl" beziehen sich auf durch besondere Auswahl erzielte überdurchschnittliche äußere Eigenschaften wie Farbe, Aussehen und Konsistenz sowie auf den Geschmack.

2. Angaben wie "kalt geschleudert", "mit natürlichem Fermentgehalt", "wabenecht" werden nur bei besonders sorgfältiger Gewinnung, Lagerung und Abfüllung des Honigs verwendet. In diesen Fällen können auch Angaben wie "feinste", "beste" verwendet werden.

3. Erreicht die Saccharasezahl den Wert 10 und mehr (nach HADORN), so kann bei diesem Honig auf den hohen Enzymgehalt durch die Angabe "fermentreich" hingewiesen werden. (Diese Angabe bedeutet nicht, dass dieser Honig besondere gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweist, die ihn von anderem Honig beachtlich unterscheiden)

 

Hinweis! Honig ist licht- und hitzempfindlich. Bei Temperaturen von mehr als 38 °C werden die Enzyme zerstört. Aus diesen Gründen sollte Honig immer dunkel, kühl, etwa 16 °C, und luftdicht verschlossen, aufbewahrt werden.

 

Hinweis! Kein Honig für Babys im ersten Lebensjahr.

Honig kann gefährliche Keime des Bakteriums Clostridium botilinum enthalten.
Im Gegensatz zu größeren Kindern und Erwachsenen werden von Babys bis zum 12. Monat diese Bakterien im Darm nicht abgetötet und können, wenn auch selten, zu gefährlichen Lähmungen von verschiedenen Organen bis hin zum Tode führen. (Quelle: http://www.aerztekammer-bw.de/15/02gesundheitstipps/g_m/honig.html)

 

 

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