HALBWERTSZEIT  (HWZ)

Hierunter wird diejenige Zeitdauer verstanden, innerhalb der Radionuklide bis zur Hälfte des Anfangswertes zerfallen sind. Der Zerfallvorgang erfolgt kontinuierlich und kann weder durch Druck, Temperaturänderung oder chemische Beeinflussung verlangsamt oder beschleunigt werden.

 

Beispiel anhand des giftigsten Elementes Plutonium 239:

Das ursprünglich vorhandene Plutonium 239 hat eine physikalische HWZ (T½) von etwa 24.000 Jahren.

Es zerfällt auf…

1/2   oder 50,0 % nach   24.000 Jahren

1/4   oder 25,0 % nach   48.000 Jahren

1/8   oder 12,5 % nach   72.000 Jahren

1/16 oder 6,25 % nach   96.000 Jahren

1/32 oder 3,12 % nach 120.000 Jahren


Hierzu sei bemerkt, dass bereits 300 Gramm Plutonium 239 fein verteilt über den gesamten Erdball ausreichen, um bei der gesamten Erdbevölkerung Lungenkrebs hervorzurufen.


Halbwertszeiten (T½) einiger radioaktiver Isotope:

Helium 6 (He)

0,8 s

Natrium 24 (Na)

15 Std.

Yttrium 90 (Y)

64 Std.

Radon 222 (Rn)

3,8 Tage

Jod 131 (J)

8 Tage

Kobalt 60 (Co)

5,3 Jahre

Krypton 85 (Kr)

10,6 Jahre

Strontium 90 (Sr)

28,6 Jahre

Cäsium 137 (Cs)

30,2 Jahre

Radium 226 (Ra)

1.620 Jahre

Kohlenstoff 14 (C)

5.730 Jahre

Plutonium 239 (Pu)

24.110 Jahre

Uran 234 (U)

245.500 Jahre

Jod 129 (J)

15,7 Mio. Jahre

Uran 235 (U)

704 Mio. Jahre

Uran 238 (U)

4,5 Mrd. Jahre

Thorium 232 (Th)

14,1 Mrd. Jahre

Indium 115 (In)

400 Billionen Jahre

 

Die biologische HWZ (T) ist diejenige Zeit, in der vom Körper über die Haut, Luft oder Nahrung aufgenommene Stoffe vom Organismus durch Stoffwechselvorgänge bis zur Hälfte wieder ausgeschieden werden. Die Zeitspanne beträgt einige Tage bis mehrere Monate, bei einzelnen Nukliden auch Jahre.

 

 

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