KÄSE- FETTGEHALTSSTUFEN
Fettgehaltsstufen |
Fett(gehalt) i. Tr. (in Trockenmasse) |
| Magerstufe | weniger als 10 % |
| Viertelfettstufe | mindestens 10 % |
| Halbfettstufe | mindestens 20 % |
| Dreiviertelfettstufe | mindestens 30 % |
| Fettstufe | mindestens 40 % |
| Vollfettstufe | mindestens 45 % |
| Rahmstufe | mindestens 50 % |
| Doppelrahmstufe | mindestens 60 % - höchstens 87 % |
Die Angabe des Fettgehalts bezieht sich nicht auf den gesamten Käse, sondern nur auf die enthaltene Trockenmasse (Eiweiß, Fett, Mineralien). Je weicher ein Käse ist, desto mehr Wasser enthält er und umso geringer wird der absolute Fettanteil aber auch Kalziumanteil.
Der tatsächliche Fettgehalt kann anhand dieser Faustformel ermittelt werden
Hartkäse × 0,7 (z.B. 45 % Fett i.Tr. = 31,5 % tatsächlicher Fettgehalt)
Schnittkäse × 0,6 (z.B. 45 % Fett i.Tr. = 27,0 % tatsächlicher Fettgehalt)
Weichkäse × 0,5 (z.B. 45 % Fett i.Tr. = 22,5 % tatsächlicher Fettgehalt)
Frischkäse × 0,3 (z.B. 45 % Fett i.Tr. = 13,5 % tatsächlicher Fettgehalt)
Gelegentlich wird neben der gesetzlich geforderten Angabe auch der verbraucherfreundliche tatsächliche Fettgehalt mit "x % Fett absolut" angegeben.
Beispiel:
Der Wassergehalt ( Wff ) in der fettfreien Käsemasse beträgt bei Hartkäse bis 56 %, Schnittkäse 54 - 63 %, halbfestem Schnittkäse 61 - 69 %, Sauermilchkäse 60 - 73 %, Weichkäse mehr als 67 % und bei Frischkäse mehr als 73 % .
Käseprodukte mit einem Fettgehalt i.d.Tr. von höchstens 32,5 %, können den Hinweis "leicht" oder "light/lite" erhalten.
Bei Speisequark und Schichtkäse muss der Fettgehalt i.d.Tr. weniger als 12,5 % betragen.
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Eine käseähnliche Masse aus Pflanzenfett, Stärke, Milcheiweiß, Salz und Geschmackverstärker darf nicht als Käse bezeichnet werden, da dieses Produkt nicht aus dickgelegter Milch besteht und somit nicht der der KäseVO entspricht. Gerne wird dieses preisgünstige, hochhitzefeste Käseimitat (auch Analogkäse oder Käseersatz), für Pizzabeläge oder Bäckereiprodukte verwendet. Eindeutige Deklarationen fehlen derzeit noch oft (Frühjahr 2009) und stellen eine Verbrauchertäuschung dar. |