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Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

LEUCHTSTOFFLAMPEN (L-LAMPEN) Schaltzeichen Leuchtstofflampe

Nur bei Wahl der für den jeweiligen Einsatzzweck richtigen Lichtfarbe, erfüllt die energiesparende Leuchtstofflampe (definiert als eine mit Quecksilberdampf gefüllte Niederdruck-Entladungslampe), ihren Zweck.
Je nach Glas-, Füllgas- und Leuchtstoffverwendung, gibt die Leuchtstofflampe ein bestimmtes Lichtspektrum (die Farben des Regenbogens) wieder. So wie beim Sonnenlicht am frühen Vormittag und am späten Nachmittag das angenehme, rötliche Lichtspektrum überwiegt, ist mittags ein hoher Blauanteil im Lichtspektrum enthalten. Fotografen stört der dann auftretende Blaustich bei Farbaufnahmen zu dieser Tageszeit.

Bei der Leuchtstofflampenbestückung eines Raumes ist grundsätzlich auf die Verwendung von Lampentypen gleicher Lichtfarbe zu achten. Falsche Lampenkombinationen führen wegen der unterschiedlichen Lichtbrechung zu störendem Zwielicht. Die Folgen sind dann oft schlechtere Arbeitsleistungen, schnelle Augenermüdung und seelisches Unbehagen.

 

Beispiel für 4 Lichtfarben
Beispiel für 4 unterschiedliche Lichtfarben

 

Lichtfarben

ww Warmweiß
(< 3.300 K)
nw Neutralweiß
(3.300 K - 5.300 K)
tw Tageslichtweiß
(> 5.300 K)

Eigenschaften und Eignung Internationale
Kennzeichnung

Farbwiedergabestufe
(Ra- Wert)

Farbtemperatur
(Kelvin)
Tageslicht wie bei einem wolkenlosen Himmel Büros, Klassenräume, Krankenzimmer 880 8000 K
Sonnenschein-
ähnliches Licht
Natürliche Farbwiedergabe. Mit Tageslicht kombinierbar (kein Zwielicht). Das volle Lichtspektrum wird wiedergegeben, daher besonders für das seelische Wohlbefinden von Mensch und Tier und für Pflanzen geeignet. 765 6500 K
Tageslichtweiß
"tw"
Entspricht Tageslicht bei bewölktem Himmel.
Sehr kaltes Licht für den Einsatz in technische Bereiche.
865 6500 K
Neutralweiß
"nw"
Sehr gute Farbwiedergabe.
Bad, Arbeitsfläche Küche, Flur, Büro, Blumenanstrahlung.
840 4000 K
Universal-Weiß Meistverwandte Lichtfarbe.
Mittlere Farbwiedergabe und mittlere Lichtausbeute.
Mit Tageslicht kombinierbar (kein Zwielicht).
Außer in Wohnräumen, universell verwendbar.
835 3500 K
Warmweiß (-ton)
"ww"
Warmes, weiches Licht bei hoher Lichtausbeute und schlechter Farbwiedergabe. Kombinierbar mit Glühlampenlicht, da der Gelbanteil des Farbspektrums überwiegt.
Bad, Küche, Flur, Büro, Keller, Garage.
830 3000 K
Warmweiß (-ton)
de Luxe
Sehr gute Farbwiedergabe bei geringer Lichtausbeute.
Kombinierbar mit Glühlampenlicht.
Küche, Flur, Wohnraum.
930 3000 K
Glühlampen-
ähnliches Licht
Gute Wiedergabe der Hautfarbe.
Küche, Flur, Wohnraum, Schlafzimmer.
Mit Glühlampenlicht kombinierbar. Holz kommt voll zur Geltung.
827 2700 K
Lebensmittellicht Gute Farbwiedergabe im roten Bereich.
Lässt Fleisch,- Wurst- und Backwaren sowie Blumen besonders frisch aussehen.
76 Osram
79 Philips
3500 K
Pflanzenlicht Blumenfenster, Pflanzenzucht, Pflanzenbeleuchtung, Aquarien. Das Pflanzenwachstum wird besonders gefördert. 77 Osram
54 Philips
5400 K
6200 K

Die Spektralfarbe (Regenbogenfarben rot-orange-gelb-grün-blau-violett) des Glühlampenlichts, die beim sichtbaren Licht zwischen 380 bis 780 Nanometer (1 nm = 10-9 m) liegt, wird mit einer international gültigen Lichtfarbennummer gekennzeichnet:

827 = warmweiß extra - Farbtemperatur in Kelvin: 2.700 K

830 = warmweiß (ww - unter 3.300 K) - Farbtemperatur in Kelvin: 3.000 K

840 = neutralweiß (nw - 3.300 K - 5.000 K) - Farbtemperatur in Kelvin: 4.000 K

860 = tageslichtweiß (tw - über 5.000 K) - Farbtemperatur in Kelvin:  6.000 K

Die Erste Ziffer bestimmt die Link Farbwiedergabestufe:

(Anmerkung: (diese muss seit 2010 mindestens einen Wert von Ra80 aufweisen.)

8 = Farbwiedergabestufe 1B (Ra 80-89)
9 = Farbwiedergabestufe 1A  (Ra >90 )

Die hellblau formatierten Ziffern zeigen an, dass die ersten zwei Ziffern der Farbtemperatur Kelvin in der Lichtfarbennummer verschlüsselt sind (zweite und dritte Ziffer). Eine normale Glühlampe hat einen warmfarbigen Farbtemperatur-Wert von etwa 2.800 K. Hierbei gilt, je höher die Zahl umso kälter wirkt das Licht.

Das Wissen um die Farbtemperatur hat auch bei der optimalen Einstellung von Computermonitoren und Digitalkameras bei Aufnahmen unter unterschiedlichen Lichtarten und Lichtverhältnissen große Bedeutung. Um eine möglichst natürliche Farbwiedergabe zu erreichen sollten hier Einstellungen im Bereich von  5.500 K vorgenommen werden (Weißabgleich!) - diese Farbtemperatur entspricht dem Sonnenlichtspektrum. In der Farbfotografie werden Farbfehler ( z. B. Rotstich am Morgen und Abend - Blaustich in der Mittagszeit) durch entsprechende Farbfilter ausgeglichen. Besonders stimmungsvolle Bilder gelingen aber gerade kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang (Fotografen sprechen von der Goldenen Stunde) mit dem erhöhten Rotanteil (bis 3.500 K) im Farbspektrum.

Kennzeichnungsbeispiel:
Leuchtstofflampe, 18 Watt, 827 = Farbwiedergabestufe 1B, 8 27= Farbtemperatur 2700 Kelvin Leuchtstofflampe

 

Leuchtstofflampen und Kompaktleuchtstofflampen (im Sprachgebrauch: Energiesparlampen. Dieser Begriff darf ab 1.09.2010 nur noch für Lampen der Energie-Effizienzklasse A verwendet werden) enthalten giftige Quecksilberdämpfe. Defekte Röhren müssen bruchsicher bei entsprechenden Wertstoffsammelstellen zur fachgerechten Entsorgung abgegeben werden.

 

Und darum werden im Supermarkt frische Lebensmittel mit farbigem Licht angestrahlt

Rötliches Licht lässt Fleisch- und Wurstwaren frischer und appetitlicher aussehen.

In bläulichem Licht wirken Fische und Meeresfrüchte fangfrischer und ansehnlicher.

Ein betont grünlicher Lichtanteil in der Beleuchtung lässt Obst und Gemüse frischer aussehen.

Für Backwaren sorgt ein betonter Gelbanteil im Lichtspektrum für Kaufanreize.

Fleisch- und Wurstwaren Fisch- und Meeresfrüchte Obst und Gemüs Backwaren

 

Link Etikett (Energie-Verbrauchskennzeichnung)