BLUTDRUCK

Die Blutdruckmessgeräte arbeiteten früher ausschließlich mit Quecksilber (Hg = Hydrargyrum, so viel wie "flüssiges Silber") und daher wurde als Maßeinheit die Höhe der jeweils durch den Blutdruck verdrängten Quecksilbersäule in Millimeter beibehalten.

Allgemein ist die Angabe in mmHg durch die SI-Einheit Pascal (Pa) abgelöst worden, für die Druckangabe von Körperflüssigkeiten ist diese Ausnahme jedoch weiterhin gesetzlich zugelassen.

Umrechnungstabelle:

1 mmHg = 133,3224 Pa oder 0,1333224 kPa (Kilopascal)

mmHg

kPa

mmHg

kPa

mmHg

kPa

  65

8,7

105

14

145

19

  70

9,3

110

15

150

20

  75

10

115

15

155

21

  80

11

120

16

160

21

  85

11

125

17

165

22

  90

12

130

17

170

23

  95

13

135

18

175

23

100

13

140

19

180

24

 

Hypertonie-Klassifikation

Klassifikation nach WHO

Systolisch Diastolisch

Optimal

< 120

  < 80

Normal

120-129

   80-84

Hoch-Normal

130-139

   85-89

Stufe I -   leichte Hypertonie

140-159

   90-99

Stufe II -  mittlere Hypertonie

160-179

100-109

Stufe III - schwere Hypertonie

> 180

> 110

Isolierte systolische Hypertonie - ISH

> 140

<   90

Systolischer Wert  (SYS)

oberer Blutdruckwert
Das mit Blut gefüllte Herz zieht sich zusammen und pumpt dieses Blut in die Arterien. Dabei weiten sich die Arterien und es wird Druck auf die Gefäßwände ausgeübt.

Diastolischer Wert (DIA)

unterer Blutdruckwert
In der Entspannungsphase, wenn sich das Herz wieder mit Blut füllt, wird ein bestimmter Druck auf die Arterien aufrecht erhalten. Dieses ist der diastolische Blutdruckwert.

Normaler Wert

Einen Normwert, der für alle Menschen gleichermaßen gilt, gibt es nicht. Der Blutdruck ist nämlich von verschiedenen Faktoren abhängig,  wie Alter, Geschlecht, Körperbau, Gewicht, Gesundheitszustand, Stress, vorherige Nahrungsaufnahme, Medikamenteneinnahmen, Tageszeit (möglichst vor dem Frühstück), Sprechzimmer- oder Weißkittelhypertonie, Anzahl der vorgenommenen Blutdruckmessungen.

Hypertonie

krankhafte Erhöhung des
systolischen Blutdrucks über 160 mmHg (21,3 kPa) und des
diastolischen Blutdrucks über 100 mmHg (13,3 kPa).

Hypotonie

chronische Erniedrigung des
systolischen Blutdrucks unter 100 mmHg (13,3 kPa) und des
diastolischen Blutdrucks unter 60 mmHg (8,0 kPa).

RR

Abkürzung für Blutdruck nach dem Erfinder des Blutdruck-Messgerätes Riva-Rocci.


Sie wollen Ihren erhöhten Blutdruck senken?

Dann steht an erster Stelle der Abbau von Übergewicht. Eine Gewichtsreduzierung von 10 kg bewirkt immerhin eine Blutdrucksenkung von 10 mmHg …und pflegen Sie soziale Kontakte. Wissenschaftlichen Studien zufolge, haben einsame Menschen einen um 30 mmHg erhöhten Blutdruck.

 

Blutdruckpass zum ausdrucken >>>   Blutdruckpass (19 kB)

 

Eine besondere Blutdruckmessmethode ist die Ermittlung des Knöchel-Arm-Indexes (engl.: Ankle-Brachial-Index, kurz ABI). Bei dieser Diagnosemethode werden beim liegenden Patienten oberhalb beider Fußknöchel und an beiden Oberarmen Blutdruckmessungen vorgenommen. Anschließend wird der systolische Fußknöchelarterienwert durch den systolischen Oberarmarterienwert dividiert. Der Hausarzt kann folgende wertvolle Erkenntnisse daraus gewinnen:

 

< 0,4 0,7 - 0,4 0,9 - 0,7  1 1-1,2 >1,5
PAKV-Schweregrade

 

Werte unter 0,4 = Schwere PAVK (Periphere arterielle Verschlusskrankheit, auch Schaufensterkrankheit/Raucherbein)
Werte  0,7 - 0,4  = Mittelschwere PAVK (Zeitweilige Schmerzen)
Werte  0,9 - 0,7  = Leichte PAVK im Anfangsstadium (Schwellenwert: 0,9)
Wert um 1           = Normalwert (Der Blutdruck in den Bein- und Armarterien ist beim liegenden Patienten nahezu identisch)
Werte 1 - 1,2      = Normalbereich
Wert über 1,5     = Mediasklerose (nicht komprimierbare Arterien). Dieser Wert hat keine Aussagekraft

 

 

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