CD - DVD - BD
Besonders diese beiden digitalen Festspeicherplatten in Form einer Kunststoffscheibe haben das Computerzeitalter revolutioniert. Die digitalen Signale werden bei der CD = Compact Disc bzw. bei der DDCD = Double Density Compact Disk oder SACD = Super Audio CD einseitig mit mikroskopisch kleinen Pits beschrieben und vermögen etwa 650 Megabyte, DDCDs 1,3 Gigabyte und SACDs 4,7-8,5 Gigabyte zu speichern. Das Auslesen einer CD erfolgt berührungslos bei hohen Umdrehungen mit einem Halbleiterlaser.
In der Weiterentwicklung wurde bei der DVD = Digital Versatile Disk, was soviel wie "vielseitig verwendbare Scheibe" heißt, nicht nur die Länge, Breite und der Spurabstand der Pits verringert sondern auch auf zwei Ebenen beidseitig beschrieben, so dass bei diesem Informationsspeicher immerhin bis zu 17 GB (Gigabyte) Speichervolumen zur Verfügung stehen und somit Platz für abendfüllende Spielfilme mit mehreren Tonspuren bieten. Ebenso lassen sich ganze Enzyklopädien mit integrierten Multimedia-Animationen auf so einer Scheibe dauerhaft speichern, allerdings sind spezielle DVD-Laufwerke notwendig, die aber auch CDs auslesen können. Für die gleiche Datenmenge sind immerhin 27 CDs notwendig. Was bedeuten nun die verschiedenen Abkürzungen als auch die unterschiedlichen Farbvariationen, insbesondere bei der CD.
CR-R = CD-Recordable. So wird ein einmal beschreibbarer CD-Rohling gekennzeichnet. Er ist allerdings multisessionsfähig (der Brennvorgang muss nicht auf einmal erfolgen).
CD-RW = CD-Rewriteable. Diese Bezeichnung wird für einen mehrmals beschreibbaren CD-Rohling verwendet.
650 MB oder 700 MB= Die Speicherkapazität ist standardmäßig auf 650 (700) Megabyte beschränkt. Hinweis! Der Brenner erkennt anhand des eingebrannten ATIP-Codes (Absolute Time In Pregroove) automatisch die optimale CD-Kapazität. Falls von der Brennersoftware dieser Hinweis ignoriert wird, nennt man den Vorgang "überbrennen".
1,3 GB = Die Speicherkapazität beträgt 1,3 Gigabyte oder 1.330 MB.
Dient eine CD lediglich zu Datensicherungszwecken, so kann auch eine CD-Rohling minderer Qualität verwendet werden. Sollen allerdings unwiederbringliche Familien- oder Urlaubsaufnahmen für spätere Generationen konserviert werden, so sollte auf eine höhere, in der Regel auch teurere Qualität zurückgegriffen werden, die, wie jede andere CD auch, pfleglich behandelt (nur am Rand anfassen, keine Aufkleber anbringen - nur CD-Beschriftungsstift verwenden, immer staub- und hitzegeschützt in Hüllen oder Box aufbewahren) und vor UV-Licht geschützt werden muss.
Ein Irrglaube besteht noch darin, dass digitalisierte Informationen ewig halten - wäre da nicht der Schwachpunkt Kunststoff bzw. die Beschichtung.
Hier kann sich folgende Empfehlung hinsichtlich der Datenhaltbarkeit für den Leser als nützlich, wertvoll und ärgerersparend erweisen:
Die Verwendung eines dunkelgrün (Farbstoff Cyanin - goldene Reflexionsschicht) oder hellblau (Farbstoff Cyanin - silberne Reflexionsschicht) schimmernden CD-Rohlings hat vermutlich nach zwölfjähriger Lagerzeit einen Datenverlust zufolge.
Golden, Silbern (Transparenter Farbstoff Phthalocyanin) oder blau (Farbstoff Azo) schimmernde CD-Rohlinge sollen nach Angaben der Hersteller neben besten Reflexionseigenschaften einen Datenerhalt von 100 Jahren und mehr ermöglichen. Durch Verwendung neuer Farbschichten können jedoch nicht mehr eindeutig zu identifizierende Farbnuancen entstehen - in solchen Fällen sollte ein höherer Kaufspreis ein Indiz für die bessere Qualität sein. Leider ist auf den CD-Rohlingen bisher noch kein Hinweis auf den verwendeten Kunststoff und auch kein Haltbarkeitsdatum zu finden, auch nicht verschlüsselt. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte vorsorglich nach zehn Jahren eine Sicherheitskopie der unwiederbringlichen Bilddateien erstellen.
Der lukrative CD-Musikmarkt ist ein weiteres Betätigungsfeld für professionell organisierte Fälscher. Besonders günstige CDs aus unsicheren Quellen (Schulhof, Flohmarkt, Disco) lassen den Verdacht aufkommen, dass diese illegal erstellt wurden. Das CD-Cover und die gesamte Gestaltung stehen einem lizenzierten Original in nichts nach. Nicht so leicht zu fälschen ist allerdings der IFPI-Schriftzug (International Federation of Phonographic Industry) auf der Rückseite des CD-Innenrings. Fehlt dieser Schriftzug (dieser wird seit 1995 verwendet), so handelt es sich um ein nicht lizenziertes Plagiat.
Eine laienhaft gefälschte CD kann durch eine schlechte Druckqualität, die fehlende Bestell-Nummer auf der Rückseite oder die nicht bedruckte Innenseite des Booklets entlarvt werden.
IFPI-Logo für
kopiergeschützte Audio-CDs und Audio-DVDs:
Bei den DVDs bestehen derzeit diese Formate:
DVD-R = DVD-Recordable. Einmal beschreibbarer DVD-Rohling mit 4,7 oder 9,4 GB (Gigabyte) Speicherkapazität.
DVD-RAM = DVD-Random Access Memory. Bis zu 100.000-mal beschreibbarer DVD-Rohling mit langer Haltbarkeit und einer Speicherkapazität von 2,6 oder 5,2 GB. Da eine DVD-RAM in kleine, mit dem bloßen Auge sichtbare recheckige Sektoren aufgeteilt ist, besteht die Möglichkeit diese aus einem Sektor auszulesen und in einem anderen Sektor gleichzeitig zu beschreiben.
DVD+RW = DVD-Plus-Rewriteable. Bis zu 1.000-mal beschreibbare DVD-Rohlinge mit einer Speicherkapazität von 4,7 GB.
DVD-RW = DVD-Minus-Rewriteable. Bis zu 1.000-mal beschreibbare DVD-Rohlinge mit einer Speicherkapazität von 4,7 GB.
DVD-ROM = DVD-Read Only Memory. Nur lesbares Speichermedium mit einer Speicherkapazität bis zu 17 GB. Hierbei handelt es sich insbesondere um Audio- und Video-DVDs.
DVD+R5/-R5 = 1 Datenschicht/1 Seite. Speicherkapazität: 4,7 GB.
DVD+R9/-R9 = 2 Datenschichten (Dual Layer) /1 Seite. Speicherkapazität: 8,5 GB.
DVD+R10/-R10 = 1 Datenschicht/2 Seiten. Speicherkapazität: 9,4 GB.
DVD+R18/-R18 = 2 Datenschichten (Dual Layer) /2 Seiten. Speicherkapazität: 17 GB.
BD = Blu-ray
Disc (blau-violetter 405-Nanometer-Laser; ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter) - eine DVD der zweiten Generation mit einer wieder beschreibbaren Speicherkapazität von 25 GB bis 50 GB.
BD-R = Blu-ray
Disc Recordable. Einmal beschreibbarer Rohling
mit 25 GB Speicherkapazität.
BD-RE = Blu-ray
Disc Rerecordable.
Bis zu 1.000-mal wieder beschreibbarer Rohling mit 25 GB Speicherkapazität.
HVD = Holographic-Versatile-Disc. Neueste, wiederbeschreibbare Speichergeneration mit einer Speicherkapazität von 1 (bis 3,9) Terabyte (TB) bei einer Transferrate von 1 Gbit/s. Das Speichervolumen entspricht der 20-fachen Kapazität einer BD oder der 200-fachen DVD-Kapazität. Damit können beispielsweise die Programme von 20 TV-Kanälen einen Monat à 24 Stunden gespeichert werden. 1 TB entspricht auch dem Umfang einer Bibliothek mit 1.000.000 Büchern oder 1 Billion Zeichen.
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Unterschiede zwischen den Formaten CD, DVD und Blu-ray Disk |
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CD |
DVD |
BD |
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Ø / Dicke |
120 mm/1,2 mm |
120 mm/1,2 mm |
120 mm/1,2 mm |
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Speicherkapazität |
0,7 GB |
4,7 bis 17 GB |
25 bis 50 GB |
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Spurabstand |
1,6 µm |
0,74 µm |
0,32 µm |
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minimale Pitlänge |
0,833 µm |
0,40 bis 0,44 µm |
0,15 µm |
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Lesegeschwindigkeit |
1,2 bis 1,4 m/s |
3,5 bis 3,8 m/s |
4,9 m/s |
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Wellenlänge des Lasers |
780 nm (Infrarot) |
650 nm (rot) |
405 nm () |
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Datenrate |
1,35 Mbit/s |
11,08 Mbit/s |
36 Mbit/s |
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Anzahl Datenebenen |
1 |
1 bis 2 pro Seite |
1 bis 2 pro Seite |
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Abstand der Datenebenen |
- |
40 bis 70 µm |
25 µm |
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Aktuell wird noch das veraltete
Dezimalsystem verwendet. Gültiger
Standard ist das IEC 60027- Binärsystem.
>>> DVD-Regionalcodes ~ BD-Regionalcodes
Benötigen Sie für Ihre Musik-CD-Sammlung detaillierte
Informationen wie Titel, Genre, Erscheinungsjahr oder
Spieldauer. Unter
www.freedb2.org können aus einer Datenbank die
fehlenden Infos abgerufen werden.


