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Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


GRILLGERÄTE & Grillkohle

Sybmole gemäß DIN EN 1860-1 Warnhinweise auf der Verpackung in Form von grafischen Symbolen.
"Betreiben Sie den Grill nicht in geschlossenen und/oder bewohnbaren Räumen, z. B. Gebäuden, Zelten, Wohnwagen, Wohnmobilen, Booten. Es besteht die Gefahr durch Kohlenmonoxidvergiftung."

 

Was ist Kohlenstoffmonoxid bzw. Kohlenmonoxid, wie es umgangssprachlich bezeichnet wird (CO)?

Bei CO handelt es sich um ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas. Und gerade diese Eigenschaften können die menschlichen Sinne nicht erfassen und lassen es zu einer tückischen Gefahr werden. In nahezu regelmäßigen Abständen wird in den Medien von Todesfällen berichtet, die auf Kohlenmonoxidvergiftungen zurückzuführen sind. Dieses giftige Gas entsteht unter anderem auch bei Verbrennungsprozessen wie beim Grillen mit Holzkohle. Daher auch die entsprechenden Warnhinweise, dass Kohlegrills nur im Freien verwendet werden dürfen. Unwissende oder die Warnhinweise ignorierende Griller bringen nicht nur sich, sondern auch die Grillgäste in Lebensgefahr, wenn ein Grill mit noch glimmender oder mit noch nicht ganz erloschener Glut in einen Raum verbracht wird, weil beispielsweise starker Wind aufkommt oder Regen einsetzt.

 

 

Kennzeichnung Grillkohle nach DIN EN 1860-2Zum traditionellen Grillen wird in der Regel Grill-Holzkohle oder Grill-Holzkohlebriketts verwendet. Wird Holzkohle nach DIN EN 1860-2 gekennzeichnet, so wurde diese auf unterschiedliche Eigenschaften hin überprüft. Hierzu gehört u. a. die höchstzulässige Feuchtigkeit, der zurückbleibende Ascheanteil, eine Überprüfung auf schädliche Stoffe oder der Gehalt an lebensmittelrechtlich unbedenklichen Bindemitteln.

Ist auf einer Holzkohlenverpackung zusätzlich das DINplus-Zeichen aufgedruckt, so werden zusätzliche Anforderungen für Premiumqualität erfüllt. Dazu muss das Produkt einen besonders hohen Kohlenstoffgehalt aufweisen, der eine hervorragende Brennleistung garantiert, über ein ausgesprochen gutes Anzündverhalten verfügen und einen geringen Ascherückstand hinterlassen.

Beispiel Kohlenstoffgehalt:
gemäß DIN EN 1860-2 bei Grill-Holzkohle mind. 75 %; DINplus: mind. 80 %.
gemäß DIN EN 1860-2 bei Grill-Holzkohlebriketts mind. 60 %; DINplus: mind. 65 %.

Als Ausgangsmaterial wird hauptsächlich hartes Laubbaumholz verkohlt. Tropenholz hat in Holzkohle nichts zu suchen, dieses wird jedoch bei Prüfungen immer wieder als Ausgangsholzart entlarvt. Grillprofis schwören auf Grillkohle aus Buchenholz, da diese eine besonders lang anhaltende Glut gewährleistet und gleichzeitig zu einer hohen Hitzeentwicklung beiträgt.

Gerne wird auch mit den teureren Grillkohlen aus Kokosnussschalen, Bambus oder Olivenkernen experimentiert, da diese als Nebenprodukte kein Abholzen von Bäumen erfordern und daher als besonders nachhaltig und umweltfreundlich eingestuft werden.

Stammt das verwendete Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung, wird es werbewirksam mit entsprechenden Siegeln versehen. Im Beispielfoto ist es das FSC-Siegel.

Und woher stammt die Grillkohle? Sie wird fast ausschließlich importiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2017 von den insgesamt 215.000 t aus Polen 79.000 t, aus Paraguay 32.000 t und aus der Ukraine 23.000 t Grillkohle importiert.