CODE–Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


SAUNA & DAMPF

Die wechselnden Überwärmungs- und Abkühlungsphasen bei regelmäßigen Saunabesuchen (Sauna= finnische Bezeichnung für "Raum aus Holz") sind gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Abhärtung des Körpers mit den positiven Effekten wie Herabsetzung der Infektanfälligkeit, Training des Herz-Kreislauf-Systems, Toleranzerhöhung gegenüber Wetter- und Klimaveränderungen, Hautreinigung und allgemein entspannenden Eigenschaften sowie Stressabbau.

Die folgende Übersicht soll einen Überblick über die unterschiedlichen Schwitzmöglichkeiten bieten und empfindliche Personen überzeugen, dass auch für Sie ein körperlich erträgliches und angepasstes Verhältnis von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in vielen Formen besteht und sinnvoll genutzt werden kann.

Neben den üblichen Elektro- oder Holzöfenbeheizungsarten wird vereinzelt auch die Strahlungswärme von Infrarotlampen genutzt. Bei Infrarot-Wärmekabinen liegt die Lufttemperatur bei etwa 50 °C, und da sich durch die direkte Körperbestrahlung der Schwitzeffekt früher einstellt, entfällt ein längeres Aufheizen über den Umweg der Raumluft, wie dieses bei einer Ofenbeheizung der Fall ist.

 

 

Finnische Sauna

Wenn von einer Sauna gesprochen wird, ist im Allgemeinen die finnische Sauna mit 80 bis 105 °C Raumtemperatur (100 cm über der obersten Bank) und einer geringen Luftfeuchtigkeit von etwa 15 % gemeint. Sie ist die klassische und zugleich beliebteste Art des Saunierens.
Der Saunaraum besteht aus Holz mit aufsteigenden Stufenbänken und einem Ofen mit Wärmespeichersteinen, die beim Wasseraufguss die Luftfeuchtigkeit kurzfristig erhöhen. Der Saunaraum wird in der Regel elektrisch beheizt.
 

Biosauna

Sanarium
Danarium

Bei dieser Kreislauf schonenden Mischform aus Sauna und Dampfbad werden die Entspannungseffekte oft durch Farblicht, leise Musik und Kräuteraromen unterstützt.
Die Raumlufttemperatur liegt zwischen 45 bis 60 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 - 60 %.
Aufgrund der Kreislauf schonenden Belastung ist diese Form des Saunierens besonders für Bluthochdruckpersonen geeignet.
 

Caldarium, Kaldarium

Warmluftraum (Caldarium: lat. "Warmzelle") mit einer Raumtemperatur, die zwischen 45 und 50 °C liegt. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 50 - 60 %. Der Dampf ist mit natürlichen Kräuteressenzen angereichert.

Saunen, in denen es nicht wärmer als 50 °C ist, werden als Niedrigtemperatursaunen bezeichnet. Auch Sie besitzen die gesundheitsfördernden Eigenschaften wie eine Heißluftsauna, da eine erhöhte Luftfeuchtigkeit vorherrscht.

 

Römisch Bad (Vaporium)

Es ist das klassische Dampfbad (lat.: vapor = Dunst; vaporisieren = verdampfen) mit 42 - 45 °C Raumtemperatur und 100 % Luftfeuchtigkeit.
Die besonders mit kleinen Wassertropfen gesättigte Luft bewirkt eine ausgezeichnete Befeuchtung der Atemwege und wirkt damit schleimlösend und hilft bei Erkältungskrankheiten und Entzündungen der Gesichtshöhlen.

In der klassischen Ausgestaltung hat ein Römisches Bad drei unterschiedlich heiße und feuchte Räume.

Link Tepidarium   Link Caldarium   Link Laconium
 

Irisches Bad

Ein Feucht-Warmluft-Bad mit einer Raumtemperatur von etwa 50 °C und hoher Luftfeuchtigkeit. Aufgrund der permanenten Frischluftzufuhr entsteht praktisch kein Nebel.
 

Russisches Bad (Banja)

Im Russische Bad herrschen Temperaturen von 50 - 70 °C und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit (bis 100 %), die durch das wiederholte Begießen der Ofensteine hervorgerufen wird. Zuweilen werden die Aufgüsse auch mit Bier vorgenommen, die einen intensiven Brotgeruch bewirken. Mit Birkenzweigen (Weniki) können sich die Saunagänger gegenseitig leicht abschlagen. Dieses wird als angenehme Massage empfunden und regt die Durchblutung an.
 

Türkisches oder orientalisches Bad (Hamam)

Ein nebelloses Mehrraumbad von hoher Luftfeuchtigkeit, bestehend aus einem Heißluftraum (50 °C), einem Warmluftraum (40 °C), eventuell noch weitere kühlere Räume, die in der klassischen Form mit Marmor gebaut werden. Der so genannte "Nabelstein", ein meist achteckiger Stein- oder Marmorpodest, dient der Entspannung. Der vom Tellak (Bademeister und Masseur) oder der Natır (Bademeisterin und Masseurin) begleitete Aufenthalt im Hamam kann sich über mehrere entspannende Stunden hinziehen.

 

Arabisches Bad (Rasul)

In orientalischer Badeatmosphäre werden bei trockenheißer Luft von etwa 50 °C unterschiedliche Schlämme aus Heilerde, Kreide und Algen auf die Haut aufgetragen und leicht einmassiert. Damit wird ein Peeling bewirkt und die Hautdurchblutung gesteigert. Mit zunehmender Luftfeuchtigkeit und Nieselregen werden die Schlämme wieder gelöst.

 

Laconium

Gefliester Raum mit trockenem Raumklima und einer Temperatur von 55 - 65 °C. Ideal für den Personenkreis, der hohe Temperaturen nicht so gut verträgt.
Bedingt durch die langsame Körpererwärmung dient ein Laconium vornehmlich der Entschlackung und Entgiftung des Körpers.

 

Tepidarium

Das mit Marmorfliesen ausgestattete Tepidarium (lat.: tepidus = mild) sorgt mit den auf 30 - 40 °C aufgewärmten Fliesen bei einer Luftfeuchtigkeit um die 20 % für eine angenehme körperähnliche Raumtemperatur und wirkt heilend, stärkt das Immunsystem und bietet ideale Entspannungs- und Regenerationsmöglichkeiten.
Die Aufenthaltsdauer sollte mindestens 30 Minuten betragen und kann beliebig lange ausgedehnt werden, ohne dass der Kreislauf belastet wird.
 

Frigidarium

(lat.: frigidus = abkühlend) Dieses ist der Kaltbaderaum für die Abkühlphase eines Saunaganges mit Kaltwasserbecken für die Beine, Kaltwassertauchbecken, Duschen, Massageduschen sowie Schwall- und Schlauchduschen.
Fußbadewannen mit 40 °C warmen Wasser sollen die zuvor verengten Blutgefäße wieder weiten und die Körperkerntemperatur wieder auf 37 °C Normaltemperatur einpendeln.

 

Link Sauna-Schnellsuche Deutschland  www.saunaindeutschland.de

 

Qualitätssystem Sauna-Anlagen Deutscher Sauna-Bund e.V.

Hierbei handelt es sich um eine Orientierungshilfe für neue und vertraute Saunisten.

Zum Qualitätsstandard aller Auszeichnungsstufen gehören neben dem Vorhandensein von geschultem Personal die regelmäßige Untersuchung der Wasserqualitäten in den Wasserbecken sowie die Einhaltung regelmäßiger Reinigungen und Desinfektionen, auch von Sanitäranlagen.

Die kostenpflichtige Zertifizierung gibt es nur auf Antrag und ist fünf Jahre lang gültig. Danach kann eine erneute Bewerbung erfolgen.

Qualitätszeichen Sauna Classic

Neben dem Saunaraum gehören ein Abkühlbereich mit Kaltwassereinrichtungen, Ruheraum sowie ein Außenbereich zur Basisausstattung. Geschultes Personal berät die Saunagäste.

Qualitätszeichen Sauna Selection

Zusätzlich zur Classic-Ausstattung sind Badebecken oder Whirlpool vorhanden. Zum weiteren Angebot gehören Bistro und Massagen. Damit sind Selection-Saunen auf eine längere Verweildauer der Saunagäste ausgerichtet.

Qualitätszeichen Sauna Premium

Die Premium-Ausstattung zeichnet sich durch mehrere Sauna- und Warmlufträume aus. Eine Sauna muss sich im Außenbereich befinden. Ebenso werden unterschiedliche Massagearten und Schönheitspflegen angeboten. Ein Restaurant ist der Saunalandschaft angegliedert.