CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


BRANDKLASSEN - FEUERLÖSCHER

Brandklasse A
Feste, glutbildende Stoffe (Autoreifen, Holz, Kohle, Stroh, Papier, Textilien)
Geeignete Löschmittel: W, S, F, PG
Brandklasse B
Flüssige Stoffe (Alkohol, Benzin, Lack, Teer, Paraffin)

Geeignete Löschmittel:
P, K, S, PG
Brandklasse C
Gasförmige Stoffe, auch unter Druck (Erdgas, Stadtgas, Propan, Methan, Acetylen)
Geeignete Löschmittel:
P, PG
Brandklasse D
Brennbare Metalle (Aluminium, Natrium, Magnesium, Kalium, Lithium)
Geeignetes Löschmittel:
PM
Brandklasse F
Brände von Ölen in Frittiergeräten und anderen Kücheneinrichtungen (Speiseöl, Frittierfett)
Geeignetes Löschmittel:
F

Feuerlöscher, die aufgrund des verwendeten Löschmittels und Treibgases geeignet sind, Brände einer oder mehrerer dieser Brandklassen zu löschen, tragen das oder die entsprechenden Bildzeichen.

Die genormten Bauart-Kurzzeichen geben Auskunft über das verwendete Löschmittel, das enthaltene Treibgas und die Füllmenge. Bei Pulverlöschern ist zu beachten, dass diese bei einer Brandbekämpung in Innenräumen schnell zu Sichtbehinderungen und Verschmutzungen führen können.
Mit Hilfe der Löschmitteleinheit (LE) ist es möglich, die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Feuerlöscherbauarten zu vergleichen und den notwendigen Bedarf an Feuerlöschern zu ermitteln (z. B. Gewerbebetriebe mit Lagerung von unterschiedlichen Materialien).

 

Löschmittel Typ (Kennbuchstabe)

Nach EN 3
kein Kennzeichnungsbestandteil mehr

Treibgas Kennbuchstabe

Wasser und wässrige Lösung (A-Brandklasse)

W

Luft oder andere Gase unter
Überdruck im Löschmittelbehälter.

L

Schaum (AB-Brandklassen)

S

BC-Pulver

P

ABC-Pulver (Glutbrandpulver)

PG

Gas unter Überdruck in besonderen Treibgasbehältern.

H

D-Pulver (Metallbrandpulver)

PM

Kohlendioxid (CO₂)
(Kohlensäure) B-Brandklasse

K

Fettbrandlöschmittel (ABF-Brandklassen)

F

Halone (halogenierte
Kohlenwasserstoffe)
(Seit 1.1.1994 verboten)

HA

Chemische Druckerzeugung nach Inbetriebsetzung.

C

NOVEC 1230 ist ein schnell wirkendes Löschmittel mit besonders guten Löscheigenschaften.
So leitet das Löschmittel keinen Strom und ein damit gelöschter PC oder Fernseher ist unter Umständen weiterhin voll funktionsfähig. Damit gelöschte Bücher oder unwiederbringliche Dokumente werden gegenüber anderen Löschmitteln weniger beschädigt, da die eingedrungene Flüssigkeit innerhalb kurzer Zeit verdampft und das Papier schnell wieder trocken wird.
Beispiele für Löscher-Bauarten und Beschriftungen:
W 10 L-30
Dauerdrucklöscher mit 10 Liter wässriger Lösung, funktionssicher bis -30 °C.
PG 6 H
Aufladelöscher mit 6 kg ABC-Pulver und Kohlendioxid-Treibgas.
K 6
Gaslöscher mit 6 kg Kohlendioxid als Löschmittel.
5A (bis 55A)
Rating-Kennzeichnung für die geprüfte Norm-Löschleistung von brennenden Holzstößen (A =Glutbrände).
21B (bis 233B)
Rating-Kennzeichnung für die geprüfte Norm-Löschleistung von flüssigen Heptan-Wasser-Gemischen (B = Flüssigkeitsbrände).
C
 Rating-Kennzeichnung für die geprüfte Norm-Löschleistung von brennendem Propangas (C = Gasbrände).
D
Rating-Kennzeichnung für die geprüfte Norm-Löschleistung von brennendem Magnesium oder Natrium (D = Metallbrände).
5F (bis 75F)
Rating-Kennzeichnung für die geprüfte Norm-Löschleistung von brennendem Speiseöl oder Speisefett (F = Fettbrände).
LE 10
Hiermit wird die Löschleistung in Löschmitteleinheiten (LE) angegeben. Mit dieser Angabe kann die Mindestanzahl der bereitzustellenden Feuerlöscher in Abhängigkeit von der Grundfläche in m² und der Brandgefährdung (gering, mittel, groß) errechnet werden.

 

 

Im Interesse einer wirksamen Brandbekämpfung, müssen tragbare Feuerlöscher mindestens alle 2 Jahre durch Sachkundige auf die jederzeitige Einsatzbereitschaft hin überprüft werden. Der Feuerlöscherbehälter wird über die erfolgte Prüfung entsprechend gekennzeichnet.
Im Übrigen sollte jedes Familienmitglied oder in Betrieben, jeder Mitarbeiter über den nächstgelegenen Standort des oder der Feuerlöscher informiert sein und in regelmäßigen Abständen über die richtige Bedienung informiert werden.

 

Link siehe hierzu auch "Gefahrensymbole - GHS"

 

Tekl  (Temperaturklassen)
Nach DIN 57165/VDE 0165 werden brennbare Gase und Dämpfe nach deren Zündtemperaturen in Temperaturklassen eingeteilt:
Klasse Zündtemperatur
in Grad Celsius
Beispiele
T 1 über 450 Aceton, Methan. Propan, Wasserstoff      
T 2 über 300 Acetylen, n-Butan, Ölsäure
T 3 über 200 Benzin, Dieselkraftstoff, Heizöl
T 4 über 135 Acetaldehyd, Ethylether
T 5 über 100 -
T 6 über   85 Schwefelkohlenstoff

 

Nicht mit Wasser löschen
NICHT MIT WASSER LÖSCHEN
Bei Ölen und Fetten, die in der Küche verwendet werden, liegt der Flammpunkt über 200 °C. Wenn in über 100 °C erwärmtes Öl oder Fett Wasser gegossen wird, kommt es zu einer explosionsartigen Wasserverdampfung, der so genannten "Fettexplosion", die von einem Feuerball begleitet wird. Ein Schnapsglas voll Wasser in eine Fritteuse gegossen, kann zum Einsturz von zumindest nicht tragenden Küchenwänden führen. In einer Pfanne mit brennendem Öl darf somit keinesfalls mit Wasser gelöscht werden - es sollte mit einem gut feuchten Küchenhandtuch erstickt werden. Vorzuziehen ist allerdings ein trockener Topfdeckel (Hände schützen!) oder ein Feuerlöscher der Brandklasse F (Geeignet zum Löschen von Speiseöl- und Speisefettbränden). Fettbrandbekämpfungen mit Löschdecken sind bei Fettbrand viel zu gefährlich und unwirksam, so die Erkenntnisse aus Löschversuchen der BGN (Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe)

 

Link Sicherheitszeichen (Brandschutzzeichen)

 

Link Rauchwarnmelder