CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

HIMMELSRICHTUNGEN - SYMBOLIK

In vielen Kulturkreisen werden die Himmelsrichtungen mit bestimmten Begriffen verbunden. Ausschlaggebend ist immer der Lauf der Sonne. So wie ein neuer Tag mit dem Sonnenaufgang im Osten beginnt, wird dieses Ereignis mit Kindheit assoziiert, der sonnendurchflutete Süden mit Jugend, die im Westen untergehende Sonne mit den Jahren der höchsten Schaffenskraft und der dunkle Norden mit dem Greisenalter.

 

Mystisches Symbol "Winter"
Greisenalter, Winter,
Dunkelheit, Kälte, Nacht,
das Land der Toten.
Symboltier des Winters: Salamander
Mystisches Symbol "Herbst"
Feuer,
mittleren Jahre, Herbst,
Kälte,
Abend,
 Sterben. Symboltier des Herbstes: Hase
Kompassrose Mystisches Symbol "Frühling"
Luft,
Kindheit, Jugend, Frühling, aufgehende Sonne,
erwachtes Leben,
Morgendämmerung, Hoffnung. Symboltier des Frühlings: Lamm
Mystisches Symbol "Sommer"
Wasser, Jugend, Sommer,
Wärme, Mittag.
Symboltier des Sommers: Löwe

 

Das wetterunabhängige Satellitennavigationssystem GPS (engl.: Global Positioning System), besteht aus 27 Navstar-Satelliten in etwa 20.000 km Höhe und sendet fortlaufend Positionssignale. Damit können GPS-Empfänger je nach Anzahl der Empfangskanäle die genaue Position bis auf etwa drei Meter Ortungsgenauigkeit ermitteln. Einsatzbereiche: Navigation von Bergsteigern, Schiffen, Flugzeugen, Kraftfahrzeugen (hier auch zur Ortung von gestohlenen Kraftfahrzeugen), Einbau in Armbanduhren, Kameras oder Handys. (In den USA sind seit 2001 Notrufe per Handy nur noch mit automatischer Positionsmeldung zugelassen).


   Link KARTOGRAFISCHE DRUCKERRZEUGNISSE


Mit dem "Galileo-Projekt" der EU wird ein eigenes Navigationssystem bis zum Jahr 2020 Europa von den USA unabhängig machen. 30 Satelliten werden dann in 23.222 km Höhe vom Weltall aus noch zuverlässiger (Positionsabweichung liegt im cm-Bereich) die Navigation ermöglichen.



Orientierungshilfen ohne Kompass

Wie kann man auch ohne Ausstattung mit dieser auf elektromagnetischen Wellen basierenden Technik die Himmelsrichtung bestimmen?

Mit Hilfe einer Armbanduhr, die ein analoges Ziffernblatt besitz, lässt sich auf einfache Weise der Süden bestimmen. Zunächst muss der Stundenzeiger in Richtung Sonne zeigen. Dann liegt "Süden" in einer gedachten Linie zwischen der Ziffer "12" und dem Stundenzeiger.

Während der Sommerzeit liegt "Süden" allerdings in einer gedachten Linie zwischen der Ziffer "1" und dem Stundenzeiger.

Himmelsrichtung bestimmen

 

Und nachts zeigt der Polarstern die Nordrichtung an.

Polarstern (Nordstern)

 

 

Für vermessungstechnische Zwecke werden so genannte Lagefestpunkte (Trigonometrische Punkte - TP) in Form von Granitsteinen ins Erdreich eingelassen. Diese Vermessungssteine sind über das ganze Land verteilt und bilden, beziehungsweise bildeten, in einem Abstand von mehreren Kilometern die Grundlage für Vermessungen.

Auf der Oberseite befindet sich eine eingemeißeltes Kreuzmarke, die den genauen Lagefestpunkt kennzeichnet, auf der Vorderseite (Nordseite) das Dreiecksymbol für "Trigonometrischer Punkt (TP) und auf der Rückseite (Südseite) die Großbuchstaben "TP".

 

Trigonometrischer Punkt (TP)

 

In amtlichen Karten werden Trigonometrische Punkte mit einem Dreiecksymbol gekennzeichnet: Legendensymbol: Trigonometrischer Punkt (TP)

 

Kleiner Exkurs
Basispyramide (Unterföhring)

Die steinerne Basispyramide in Unterföhring kennzeichnet den Anfang der Grundlinie München - Aufkirchen

Die Ursprünge der systematischen Landesvermessung in Bayern gehen auf das Jahr 1801 zurück.

Seinerzeit wurde als Voraussetzung für genaue Landesvermessungen eine sogenannte Grundlinie bestimmt und gemessen. Diese Grundlinie führte vom Nordturm der Frauenkirche in München zum Kirchturm der Gemeinde Aufkirchen.

Aus praktikablen Gründen wurden zwei Hilfspunkte geschaffen, die genau auf dieser Linie lagen und die Messungen durch Gebäude nicht behinderten. Als Ausgangspunkt wurde die Basispyramide in Unterföhring begründet und als Endpunkt die Basispyramide in Aufkirchen. Die Entfernung zwischen den Endpunkten dieser Basislinie betrug nach seinerzeitigen Berechnungen 7.419,26 bayerische Ruthen, entsprechend 21.653,80 m. Heutige GPS-unterstützte Nachmessungen ergeben eine Abweichung von nur ≈70 cm.