CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

HOLZARTEN

Beim Vierlettercode nach DIN EN 13556 bildet der international einheitliche botanische Gattungsname (1. + 2. Buchstabe) und der botanische Name der Holzart (3. + 4. Buchstabe) die Grundlage. Damit soll erreicht werden, dass länderübergreifend Ausschreibungen einheitlich sind und der Handel vereinfacht wird.

Beispiel:

TRSC, AF für AbachiTRiplochiton (botanische Gattung) SCleroxylon (botanischer Name).

Nach dem Komma folgen Abkürzungen für das Herkunftskontinent: EU= Europa, AF= Afrika, AS= Asien, AM= Amerika, AP= Australien, Pazifische Inseln.
Und in Klammern die Herkunftsregion des Kontinents (N) = Nord, (C) = Central, (S) = Süd.


Liste ausgewählter Hölzer:
Kurz-
zeichen
DIN 4076
(bis 2003)
Kurz-
zeichen
DIN EN 13556
(ab 2004)
Baumart
deutsch (englisch)
andere Bezeichnungen Härte Dauer-
haftigkeits-
klasse *)
ABA TRSC Abachi (obeche) Samba, Wawa mäßig hart 5
AFZ AFXX Afzelia (afzelia) Doussié hart 1
AGQ DIGN Angélique (basralocus) Basralocus hart 1
AH ACPS Ahorn, Berg- (sycamore) Maple hart bis mittelhart 5
AZO LOAL Azobé (red ironwood) Bongossi, Ochnaceae, Eisenholz (wegen der außerordentlichen Härte) sehr hart 2
BAL OHGL Balsa (balsa) Balsabaum sehr weich 4
BB PYCM Birnbaum (pear) Holzbirne, Wildbirne hart 4-5
BI BEPU Birke, Gemeine (European birch) Gemeine Birke, Weißbirke, Rauhbirke mittelhart 5
BU FASY Buche (European beech) Rotbuche, Blutbuche hart 5
BUC BXSM Buchsbaum (European boxwood) Palmholz hart  
DGA PSMN Douglasie, amerikanische (Douglas fir) Oregon Pine, Yellow fir, Red fir mittelhart 3-4
EBE DSXX Ebenholz,  Afrikanisches (African ebony) Schwarzes Ebenholz sehr hart 1-2
EI QCXE Eiche, europäisch (allgemein) (European oak)   hart 2
EI QCIL Eiche, Stein- (holm oak) Steineiche hart 2
EI QCXE Eiche, Stiel- (European oak) Stieleiche, Sommereiche hart 2
EI QCXE Eiche, Trauben- (European oak) Wintereiche hart 2
EIB TXBC Eibe (yew) Gemeiner Taxus, Ibe hart 2
EIR QCXR Eiche, Rot- (American red oak) Roteiche, Stieleiche hart 2-3
ER ALIN Erle, Grau- (grey alder) Grauerle weich  
ER ALGL Erle, Schwarz- (common alder) Schwarzerle weich 5
ES FXEX Esche (European ash) Gemeine Esche hart 5
FI PCAB Fichte (Norway spruce) Weißholz, Rottanne, Rotfichte weich 4
HB CPBT Buche, weiß- (hornbeam) Hainbuche, Weißbuche, Steinbuche, Hagebaum hart 5
HEM TSHT Hemlock, Western (western hemlock) Schierlingstanne weich 4
KA AEHP Kastanie, Roß- (European horse-chestnut) Rosskastanie, Pferdekastanie, wilde Kastanie sehr weich 5
KB PRAV Kirschbaum (European cherry) Vogelkirsche, Süßkirsche, Wildkirsche hart bis mäßig hart 3-4
KI PNSY Kiefer (Scots pine) Föhre, Forche, Rotholz mittelhart 3-4
KIS PNNN Kiefer, Schwarz- (Austrian pine) Schwarzkiefer, Österreichische Schwarzkiefer) mittelhart  
KIZ PNCM Kiefer, Zirbel (cembra pine) Arve, Zirbelkiefer mittelhart  
LA LADC Lärche (European larch) Gemeine Lärche, Europäische Lärche mittelhart 3-4
LAS LAGM Sibirische Lärche
(Siberian larch)
  hart 3
LI TIXX Linde (European lime) Sommerlinde, Winterlinde weich 5
LMB TMSP Limba (limba) Afara, Ofram, Korina mäßig hart bis weich 4
MAE SWMC Mahagoni, echtes (American mahogany) Mara, Caoba, Aguano, amerikanisches Tabasco hart bis mittelhart 2
MAC TGHC Macoré (makoré) Baku mäßig hart 1
NB JGRG Nussbaum (European walnut) Walnuss mittelhart bis hart 3
OLI OLER Olive (European olive) Olivenbaum hart  
PA PONG Pappel, Schwarz- (black poplar) Schwarzpappel sehr weich 5
PA POAL Pappel, Weiß- (white poplar) Weißpappel, Silberpappel sehr weich 5
PIP PNCR Pitch Pine (Carribbean pitch pine) Pitch Pine hart 3-4
PIR PNPL Pitch Pine (merican pitch pine) Red Pine hart 3-4
PLT PLXH Platane (european plane)   mittelhart 5
POH GCXX Pockholz (lignum vitae) Gaiac, Guayacan, Franzosenholz sehr hart (schwerer als Wasser) 1
PRO DLNG Palisander, Rio (Brazilian rosewood) Rio-Palisander, Rio Jacaranda hart 1
RAM GYBN Ramin (ramin) Melawis mäßig hart 5
ROB ROPS Robinie Falsche Akazie hart 1-2
RSB DLXX Bahia Rosenholz (Brazilian tulipwood) echtes Rosenholz, Bahiarosenholz sehr hart 1
RU ULMI Ulme, Feld- (smooth leaved elm) Rüster, Rotulme hart 4
TA ABAL Tanne (silver fir) Weißtanne, Edeltanne weich 4
TEK TEGR Teak (teak) Indische Eiche, Djuti, Kyun hart 1
WEN MTLR Wengé (wengé) - sehr hart 2
ZED CDXX Zeder, Echte (cedar) Indische Zeder, Nordafrikanische Zeder weich 2

*) Einteilung der 5 Dauerhaftigkeitsklassen (Resistenzklassen) für Kernholz (DIN EN 350-2)

1  sehr dauerhaft (mittlere Standdauer 13 Jahre; nur überseeische Holzarten),
2  dauerhaft (mittlere Standdauer 8-13 Jahre),
3  mäßig dauerhaft (mittlere Standdauer 5-8 Jahre),
4  wenig dauerhaft (mittlere Standdauer 3-5 Jahre),
5  nicht dauerhaft (mittlere Standdauer weniger als 3 Jahre) - hierzu gehört immer Splintholz

zeigen an, wie lange Kernholz ohne Holzschutzmaßnahmen seinen Gebrauchswert bei Verwendung im Freien beibehält. Die Angaben sind Richtwerte und sollen dem Vergleich der Holzarten untereinander dienen.

Sofern heimische Hölzer mit Hitze oder Öl behandelt wurden, können diese als Ersatz von Tropenhölzern auch im Außenbereich eingesetzt werden. Durch den Behandlungsprozess werden die Hölzer über den gesamten Querschnitt dunkler, jedoch nicht UV-beständig.

 

TMT-Holz (Thermally Modified Timber - Thermisch modifiziertes Holz) wurde bei stark verringerter Sauerstoffzufuhr auf mindestens 160 °C erhitzt um eine verbesserte Dauerhaftigkeitsklasse (1 bis 2) zu erreichen und daher oft dem Tropenholz überlegen ist.

TMT-Holz

 

OHT-Holz (Oil-Heat-Treatment - Öl-Hitze-Vergütung) wurde im patentierten Pflanzenöl-Hitze-Verfahren behandelt. Es entspricht den Anforderungen der Dauerhaftigkeitsklasseklasse 1.

 

CMT-Holz (Chemically Modified Timber - Chemisch modifiziertes Holz). Am weitesten ist die Acetylierungs-Methode mit Essigsäureanhydrid verbreitet.

 

WPC-Holz (Wood-Plastic-Composite - Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff) ist ein Biowerkstoffgemisch aus Holzmehl (auch Flachs, Jute) und Kunststoff mit unterschiedlichen Anteilen.
WPC-Holz

WPC-Holz erfüllt die Anforderungen an die Dauerhaftigkeitsklasse 1-2.

 

 

Link Toxic woods auf  www.hse.gov.uk (in englisch - Seite 4 des PDF-Dokuments)

 

FSC-Siegel

Im Wirrwarr der vielen, oft auch zweifelhaften Holzsiegel, scheint sich national als auch international das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) durchzusetzen.

An die regionalen Bedingungen angepasste Vergabekriterien sind beispielsweise: Schutz von Ureinwohnern, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, naturnaher Waldbau, eingeschränkte Düngung, Schonung von Schlüsselbiotopen, kein Kahlschlag, keine Monokulturen - Förderung der Artenvielfalt.