CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


KEILSCHRIFT

In Stein und Fels gemeißelte oder mit am Ende dreikantigen Holzgriffeln oder Rohrgriffeln in Tontafeln oder Wachs geprägte oder geritzte nagelförmige Keile und Winkelhaken konnten durch horizontale, vertikale oder schräge Stellungen, Verbindungen und Gruppierungen Wörter, Silben oder das Alphabet dargestellt werden. Neben den ägyptischen Hieroglyphen zählen die vorderasiatischen (die Entwicklung ging vermutlich von den Sumerern aus) Keilschriften, deren Anfänge bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurückreichen, zu den ältesten Bilderschriften. Diese bestanden ursprünglich aus umfangreichen einsilbigen Wortzeichen, die später in Silbenzeichen mit deutlich reduziertem Umfang und schließlich zu einem aus wenigen Zeichen bestehenden Alphabet weiterentwickelt wurden.

Zur Entschlüsselung trug maßgeblich der deutsche Gymnasiallehrer Georg Friedrich Grotefend erstmals 1802 (*1775 †1853) als Ergebnis einer Wette bei.


Geburtshaus Grotefend
Gedenktafel am Geburtshaus von G. F. Grotefend in Hannoversch-Münden
Keilschrift
Inschrift eines babylonischen Backsteins (Ausschnitt)
Quelle: Neue Beiträge zur Erläuterung der persepolitanischen Keilschrift,
herausgegeben von Dr. G. F. Grotefend, Hannover 1837

 

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