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Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


RDA-WERTE ZAHNPASTEN

RDA ist die Kurzform für "Radioaktive Dentin Abrasion" (Radioaktive Dentinabrasivität) und beschreibt den Dentin-Abriebwert von den in Zahncremes und Zahngels enthaltenen Putzkörpern, die zum Entfernen von Zahnbelägen (Plaques) und Verfärbungen unverzichtbar sind.

Der RDA-Wert bezieht sich auf das verhältnismäßig weiche Zahnbein (Dentin) und nicht den wesentlich härteren Zahnschmelz, der übrigens die härteste Substanz (MH 5-6) im menschlichen Körper ist.

 

Abgesehen von der gesetzlich vorgeschriebener Angabe der Bestandteile aus der sich die Zahncreme zusammensetzt, ist die Abriebstärke (RDA) nur freiwillig anzugeben. Und freiwillig bedeutet, die meisten Hersteller verschweigen diese wichtige Kennzahl. Der eine oder andere Hersteller offenbart wenigstens in seinem Webauftritt diese durchaus wichtige Kennzahl.

Anstelle einer für nicht jeden Anwender verständliche Kennzahl wäre für den Anwender wenigstens ein Hinweis auf den RDA-Bereich hilfreich wie "geringer Zahnabrieb", "normaler Zahnabrieb " oder "erhöhter Zahnabrieb".

 

Zahnpastatuben mit RDA-Wert-Kennzeichnung (Abrasivität)
Zahnpastatuben mit RDA-Wert-Kennzeichnung (hier: Abrasivitätswerte 45 und 90)

 

Damit eine Zahncreme wirken kann, muss ein gewisser Abrieb in Kauf genommen werden, bei größeren Abtragungen kann es allerdings im Laufe vieler Jahre bis Jahrzehnte zu Problemen kommen. Die eigenen Zähne werden immer länger erhalten und ein verstärkter Abrieb kann so das Dentin dauerhaft schädigen.

Bei handelsüblichen Zahncremes bewegt sich der RDA-Wert im Bereich von 35 bis 70. Diese Spanne scheint aus Sicht der Reinigungswirkung und Zahnschonung ein guter Kompromiss zu sein. Unter RDA 35 ist die Reinigungsleistung zu gering und über RDA 70 der Abrieb bedenklich.

Der Hinweis bei einer Zahncreme, dass diese für ausgesprochen weiße Zähne sorgt (Zahnweißzahncreme, Zahnsteinzahncreme, Raucherzahncreme), lässt eine hohe Schmirgelwirkung (ab RDA 100) vermuten und sollte daher nur für eine begrenzte Zeit zur Zahnreinigung eingesetzt werden.

 

Oft wird das Zähneputzen nicht nur mit einer falschen Putztechnik, sondern auch mit einem zu hohen Anpressdruck ausgeübt. Dadurch wird die Schmirgelwirkung noch weiter erhöht, ohne dass man eine verbesserte Reinigungswirkung erhält und die zu vermeidende Freilegung der Zahnhälse wird deutlich gefördert.
Es sollten beim Putzen auch keine harten Borsten verwendet werden, da diese zu einem höheren Abrieb neigen und das Zahnfleisch schädigen. Es dürfen auch keine Naturborsten verwendet werden, da diese nicht abgerundet  sind und weil sie hohl sind, auch schneller verkeimen. Eine Mundspüllösung nach dem Zähneputzen gilt als sinnvolle Ergänzung einer Zahnpflege.

  Link Genuss von Früchten und Fruchtsaft

 

Zahnaufbau
Aufbau eines Zahnes

 

Link Gebissschema