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Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


SKIBINDUNGEN - Z-WERTE

Ski-Bindung mit Z-WertskalaDie Z-Werte (0,5 leichte Auslösung bis 14 schwere Auslösung) bezeichnen die Auslösekraft bei Sicherheitsbindungen (Auslösedrehmoment). Diese ist abhängig von der Breite des Schienbeinkopfes (Tibiakopfes, daher auch Tibiamethode), dem Geschlecht, Skifahrertyp, Lebensalter und Schuhsohlenlänge.

Nur eine korrekt eingestellte Skibindung, hilft Unfälle zu vermeiden.

Unabhängig vom persönlichen Z-Wert, der entweder mit dem Tibiameter gemessen und aus Tabellen abgelesen werden kann oder dem nach der Gewichtsmethode ebenfalls anhand von Tabellen ermittelten Wert, liegt erfahrungsgemäß der "Idealwert" in der Mitte der einstellbaren Einstellwerte.

Besonders zu beachten ist das Wachstum Jugendlicher, das von der vergangenen zur laufenden Saison veränderte Maße mit sich bringt - eine fachmännische Neueinstellung ist entsprechend dem aktuellen Gewicht und der aktuellen Größe vorzunehmen. Gegebenenfalls ist auch der Fahrtyp (1, 2 oder 3) neu einzuordnen.

Die richtige Einstellgröße wird ergänzt durch die Wahl der richtigen Skischuh-Sohle. Diese muss der Norm DIN ISO 5355 entsprechen. Diese Norm bezieht sich auf 2 Schuhtypen. Typ A (Adults= Erwachsene; Mondopoint-Größen 15 - 20) und Typ C (Children =Kinder; Mondopoint-Größen 15 - 25). Abgelaufene oder verschlissene Sohlen müssen erneuert werden, da sich ansonsten die Auslösewerte stark verändern können und somit die Sicherheit beeinträchtigen.

 

p class="info"> Achtung! Wer seine Skibindung selber einstellt, kann im Schadensfall gegebenenfalls auf seinen Kosten sitzen bleiben. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Skifahrerhaftpflichtversicherungen oder Rechtsschutzversicherungen schließen in solchen Fällen oft eine Versicherungsleistung aus.
Daher sollte zu jeder Skisaison die Bindung von einem Fachbetrieb überprüft und individuell mit den dazugehörigen Skischuhen eingestellt werden. Mit dem anschließend erstellten Protokoll und dem dazugehörigen Aufkleber kann eine Kranken- oder Unfallversicherung eine Leistungspflicht im Schadensfall nicht verwehren.

 

Erforderliche Kennwerte des Skifahrers

Tibiamethode

Gewichtsmethode

Tibiabreite in mm (Schienbeinkopf-Breite)

Körpergewicht in kg

Geschlecht (Kinder bis 15 Jahre, m, w)

Körpergröße in cm
Fahrtyp (Korrekturfaktor zum ermittelten Z-Wert 1, 2, 3) Fahrtyp (Korrekturfaktor zum ermittelten Z-Wert 1, 2, 3)

Bestimmung der Skifahrer-Klassifikation (ISO 11088)
Fahrtyp 1 (vormals L) 2 (vormals A) 3 (vormals S)
  Bindungseinstellung: leicht Bindungseinstellung: Standard Bindungseinstellung: hart
Geschwindigkeit langsam bis gemäßigt Skifahrer, die weder den Beschreibungen unter 1 noch unter 3 voll entsprechen. schnell
Gelände leicht bis gemäßigt steil
Stil vorsichtig (oder sanft) aggressiv

Alter (≤ 15, 16-17, 18-50, 51-60, ≥ 61Jahre)

Alter (jünger als 10 Jahre, älter als 50 Jahre)

Schuhsohlenlänge in mm

Schuhsohlenlänge in mm

Link Gegenüberstellung Tibiamethode und Gewichtsmethode bei www.sportech.com > Normen > ISO 11088