CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


TAUCHZEICHEN

Einmal kurz zum Schnorcheln oder Tauchen in eines der vielen Taucherparadiese, um die vielfältige und farbenfrohe Unterwasserwelt zu erkunden.

Aber, sollte man einen Unterwasserausflug beabsichtigen, ist es ratsam, sich im Vorfeld nicht nur vom Hausarzt einer tauchmedizinischen Untersuchung zu unterziehen und sich auch mit den mitzunehmenden oder vor Ort ausleihbaren Gerätschaften auseinanderzusetzen, sondern auch eine Notsituation mit einbeziehen.

Für Anfänger ist es ratsam sich vor sehr tiefen Tauchgängen zu hüten, sonst brauchen sie möglicherweise die unangenehmen folgenden Unterwasserhandzeichen.

Von den international bekannten Tauchzeichen, werden hier die wichtigsten aufgezeigt. Und die sollten zur Verständigung unter Wasser auch jedem Freizeit- oder Urlaubstaucher bekannt sein.

 

Dieses sind die elementarsten Unterwasser-Handzeichen für Taucher
(angelehnt an den CMAS-Code für internationale Tauchzeichen:

 

OK, alles in Ordnung OK, alles in Ordnung. Habe verstanden.
Auch als Frage: Alles in Ordnung?
OK, an der Wasseroberfläche OK, an der Wasseroberfläche.
Üblich ist auch, dass eine oder beide Hände auf die Kopfoberfläche zeigen.
Notsignal an der Wasseroberfläche Notsignal an der Wasseroberfläche.
(Wiederholt auf die Wasseroberfläche schlagen)
Auftauchen Auftauchen
(Um der  Dekompressionskrankheit - DCS entgegenzuwirken, sind individuelle Dekompressionsstopps einzuhalten)
Abtauchen Abtauchen (oder tiefer tauchen)

Entsprechend dem Lebensalter gelten im VDST (Verband Deutscher Sporttaucher e.V.) nachfolgende Maximaltiefenempfehlungen.

ab 8 Jahre (Schnuppertauchen) 5 m

  8 – 10 Jahre   5 m

10 – 12 Jahre   8 m

12 – 14 Jahre 12 m

14 – 16 Jahre 25 m

ab 16 Jahre 40 m

Ich bekomme keine Luft mehr Ich bekomme keine Luft mehr.
(Die flache Hand vor dem Hals vor- und zurückbewegen)
Bin auf Atemluftreserve Bin auf Atemluftreserve.
Etwas stimmt nicht Etwas stimmt nicht. Nicht in Ordnung. Es gibt ein Problem.
(alle Finger und der Daumen sind gespreizt und die Hand wird am Handgelenk hin und her bewegt)
Ich verstehe nicht Ich verstehe nicht. Bitte wiederholen.
100 bar Restdruck in der Atemluftflasche 100 bar Restdruck in der Atemluftflasche.
(Bei den üblicherweise 200 bar-Atemluftflaschen ist die Hälfte der Tauchzeit erreicht)
Bin außer Atem Bin außer Atem.

Von der Recreational Scuba Training Council, Inc. (RSTC) wurden 2004 insgesamt Link 31 Tauchzeichen festgelegt, die später auch in die internationale Norm ISO 24801-2 übernommen wurden und von den meisten Tauchkursanbietern in dieser Form auch gelehrt und angewendet werden. Vorsichtshalber sollten vor einem Tauchgang mit allen Beteiligten die anzuwendenden Tauchzeichen abgesprochen werden.

 

Das internationale DSMB-Farb-Code-System der CMAS mit verzögerten Signalbojen

(DSMB = Delayed Surface Marker Buoy;
CMAS = Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques)

Rote Boje Gelbe Boje Gelbe und rote Boje

Rote Boje

Zeigt die Position eines Tauchers an, der unter Normalbedingungen aufsteigt.

Gelbe Boje

Taucher ist in Not und benötigt Hilfe. Als Hinweis auf das Problem wie "Luftmangel", kann die Boje mit Zusatzinformationen verwendet werden, z. B. mit einer Unterwasser-Schreibtafel.

Gelbe und rote Boje

Die Rote Boje wird zuerst gesetzt um die Position des aufsteigenden Tauchers anzuzeigen.

Die zweite, gelbe Boje, zeigt jetzt an, dass Hilfe benötigt wird. Als Hinweis auf das Problem oder die Art der benötigten Unterstützung, kann die Boje mit Zusatzinformationen verwendet werden, z. B. mit einer Unterwasser-Schreibtafel.

Was besagt die "Martine-Regel"?

Sie besagt, dass die narkotisierende Stickstoffwirkung pro 15 m Tauchtiefe wie ein Glas getrunkener Martini wirkt.
Ab 30 m (Umgebungsdruck:   4 bar) = Euphorie;
Ab 90 m (Umgebungsdruck: 10 bar) = Bewusstlosigkeit.

 

Leine

Leinen-Signale (z. B. Eistauchen, Höhlentauchen, Tauchen bei schlechten Sichtverhältnissen)

Durch einen kurzen Zug wird ein folgendes Signal angekündigt und der Empfänger gibt das gleiche Signal als Antwort zurück. Anschließend erfolgt die eigentliche Botschaft.


Ein kurzer Zug
► Leinenführer: Alles OK? Gleich kommt ein Signal! Während des Abstiegs: STOPP!
► Taucher: Alles OK. Ich erwarte Signal! Auch: Ich habe Grund erreicht.
Zwei lange Züge
► Leinenführer: Weitergehen/abtauchen. Während des Aufstiegs: Zu weit aufgetaucht; Abstieg bis gestoppt wird.
► Taucher: Ich benötige mehr Leine.
Drei lange Züge
► Leinenführer: Vorbereitung zur Rückkehr/Aufstieg.
► Taucher: Leine zu locker, etwas spannen.
Vier lange Züge
► Leinenführer: Notfall, Sofort zurück beziehungsweise aufsteigen.
► Taucher: Notfall, zieh mich zurück/an die Oberfläche

 

Leinenzugzeichen nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 8 (FwDV 8)
Als Leinenzugzeichen sind folgende Zeichen festgelegt: (X bedeutet: ein Leinenzug)
Zeichen Vom Taucher gegeben Vom Signalmann gegeben
X -NOTSIGNAL-
Ich bin in Not!
I-NOTSIGNAL-
Sofort Tauchgang abbrechen!
XX   Nach links!
XXX Nach rechts!
XXXX Ich tauche aus! Austauchen!
XXXXX Alles in Ordnung! Alles in Ordnung!
Weitere Leinenzugzeichen können zwischen Feuerwehrtaucher und Signalmann vereinbart werden.

 

Leine

Wie kann das lästige Beschlagen der Taucherbrille kostenlos und effizient verhindert werden?
Einfach die Innenseite einer Taucherbrille oder Tauchermaske mit Speichel benetzen und gleichmäßig verreiben. Anschließend die Taucherbrille oder Tauchermaske zum Reinigen kurz ins Wasser halten.
Ein im Speichel vorhandenes wasserunlösliches Eiweiß verhindert das durch Temperaturunterschiede verursachte Kondensieren von Luftfeuchtigkeit in kleinen Tröpfchen an der Glasinnenfläche und gewährt somit die gewünschte freie Sicht unter Wasser durch den jetzt gebildeten dünnen Wasserfilm.


Link Strand- und Badesicherheitszeichen