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Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


TIERSPUREN - TIERFÄHRTEN

Die Hufabdrücke des Hochwildes wie Hirsche, Rehe, Gämse oder Wildschweine werden als Fährte bezeichnet.

Die Abdrücke des Niederwildes, zu denen unter anderem Hasen, Dachse oder Füchse zählen, nennt der Jäger Spur und die Abdrücke des Wildgeflügels werden Geläufe genannt.

Ein einzelner Abdruck von Fuß, Huf, Pfote ist das Trittsiegel.

 

Warum heißt es Hochwild und warum Niederwild?

Man könnte zunächst vermuten, die Begriffe haben ausschließlich etwas mit der Größe der Tiere zu tun.

Tatsache ist, dass ursprünglich nur dem Hochadel nach dem seinerzeitigen Jagdrecht die Jagd auf Schalenwild außer Rehwild und Fasan gestattet war.

Den niederen Gesellschaftsschichten war es dann mit Genehmigung erlaubt, auch kleinere Tiere zu jagen.

Zu diesen zählte man unter anderem Rehwild, Hasen, Kaninchen, Murmeltiere, Füchse, Dachse, Luchse, Marder, Wiesel, Iltisse, Flugwild (mit Ausnahmen).

 

Das derzeit gültige Bundesjagdgesetz unterscheidet in § 2 Tierarten:

(1) Haarwild: Wisent, Elchwild, Rotwild, Damwild, Sikawild, Rehwild, Gamswild, Steinwild, Muffelwild, Schwarzwild, Feldhase, Schneehase, Wildkaninchen, Murmeltier, Wildkatze, Luchs, Fuchs, Steinmarder, Baummarder, Iltis, Hermelin, Mauswiesel, Dachs, Fischotter, Seehund.

(2) Federwild: Rebhuhn, Fasan, Wachtel, Auerwild, Birkwild, Rackelwild, Haselwild, Alpenschneehuhn, Wildtruthuhn, Wildtauben, Höckerschwan, Wildgänse, Wildenten, Säger, Waldschnepfe, Blässhuhn, Möwen, Haubentaucher, Großtrappe, Graureiher, Greife, Falken, Kolkrabe.

(3) Zum Schalenwild gehören Wisente, Elch-, Rot-, Dam-, Sika-, Reh-, Gams-, Stein-, Muffel- und Schwarzwild.

(4) Zum Hochwild gehören Schalenwild außer Rehwild, ferner Auerwild, Steinadler und Seeadler.
Alles übrige Wild gehört zum Niederwild.

 

Hund Krähe Eichhörnchen Kaninchenspur im Schnee Hirsch Wildschwein Dachs

Hinweis! Die Abdrücke sind untereinander nicht proportional dargestellt.

 

Anhand der Spuren und Fährten kann der Jäger in seinem Revier ergänzend zu Beobachtungen sowie vorhandenen Äsungsspuren, Losungen, Lager und Nester auf Artenanzahl, Wilddichte, Aktivitäten oder Gesundheitszustand des Wildbestandes in seinem Revier schließen.

 

Hauskatzenspur und Amselgeläuf

 

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