CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

W-LAN-FUNKNETZWERK

Symbole, die auf von Crackern mit Kreide auf Hauswänden oder Bürgersteigen markiert werden (Warchalk-Symbole) und überwiegend in Städten zu finden sind, geben Hinweise auf ungesicherte Funkknoten im drahtlosen Funknetzwerk mit Intranet- oder  Internetzugang WLAN (Wireless Local Area Network). Hier kann sich unter Umständen jeder unberechtigt einwählen und erhält damit kostenlosen Internetzugang.

Wer ein eigenes WLAN installiert, sollte unbedingt die vorgesehenen Verschlüsselungsmöglichkeiten ("Encryption") aktivieren und die Übertragung des Netzwerknamens (SSID) deaktivieren.

Bei der Vergabe von Passwörtern darf keinesfalls der Familienname gewählt werden, denn sonst könnte gegebenenfalls der Cracker an der Klingelleiste auch noch die dazugehörige Wohnung zuordnen. Zusätzliche Sicherheit bietet die Nennung der zugelassenen Rechner in einer Zugriffskontrollliste (ACL = Access Control List).

 

Beispiel-Kennzeichnungen:
WLAN (Beispiel für Hotsspot -Zone)
WLAN-Hotspot
WLAN (Beispiel für Hotsspot -Zone)
WLAN-Hotspot
WLAN Open Node
WLAN Open Node
WLAN Closed Node
WLAN Closed Node
WLAN WEP Node
WLAN WEP Node

 

Open Node (offener Knoten): Hier ist das WLAN unverschlüsselt und bietet direkten Internetzugang.

Closed Node
(geschlossener Knoten): Hier befindet sich ein geschlossenes WLAN. Es besteht kein direkter Internetzugang.

 

Wep Node (WEP = Wireless Engrypt Protokol): An diesem Access Point (Zugangspunkt) werden nur WEP-verschlüsselte Daten übertragen. Um Zugang zu bekommen, muss erst der WEP-Code entschlüsselt werden.

 

Wep Node: An diesem Access Point (Zugangspunkt) werden nur verschlüsselte Daten übertragen. Um Zugang zu bekommen, muss erst der Code entschlüsselt werden z. B. das inzwischen veraltete und unsichere WEP (Wired Equivalent Privacy) oder der zuverlässigere und neuere WPA2-Verschlüsselungscode (WPA = Wi-Fi Protected Access oder WPA-PSK =  -Pre-Shared Key).

 

MAC-Adresse: Jede Netzwerkkomponente besitzt diese physikalische Media-Access-Control-Address.
Werden im MAC-Filter des Routers nur die von Ihnen bestimmten PC im Netzwerk zugelassen, so wird damit die Sicherheit des WLANs zusätzlich und effizient erhöht.

 

SSID (Service Set Identifier): Das ist der frei wählbare Name eines Funknetzwerkes und dient zu dessen Identifizierung. Werkseitig wird dieser auf "default" eingestellt und muss vor Inbetriebnahme des Routers in einen anderen Namen/Passwort umbenannt werden. Dann aber keinesfalls den eigenen Namen oder einen Namen der auf den Betreiber des Netzwerkes hinweist und diesen als solchen sofort identifiziert.

Mit unterschiedlichen Netzkennungen ist es möglich, gleichzeitig mehrere WLANs zu betreiben.

Suchende Geräte wie Notebooks oder Mobilfunkgeräte finden dann diese Namen in der näheren Umgebung.

 

Werden über ungesicherte WLAN-Verbindungen urheberrechtswidrige Aktivitäten, z. B. Downloads oder Tauschbörsenteilnahme vorgenommen, so gerät der Betreiber gegebenenfalls in Erklärungsnot oder kann sogar haftbar gemacht werden.
Das Landgericht Hamburg hat hierzu am 26.07.2006 in einem Urteil (Az. 308 O 407/06) eine Haftung bejaht.
Auch der BGH hat mit seinem Urteil vom 12.5.2010 (Az. I ZR 121/08) für Privatleute eine ausreichend passwortgeschützte WLAN-Router-Sicherung gefordert. Wird die WLAN-Verbindung widerrechtlich von Dritten genutzt, fallen maximal 100 € Abmahnkosten an. Weitere Schadenersatzansprüche hat der BGH verneint.

 

WLAN-Sendeleistungen in Milliwatt (mW)
2,4 - GHz-ISM-Band Strahlungsleistung 100 mW Gleicher Frequenzbereich wie bei Bluetooth
5,15 - 5,35 GHz-Band Strahlungsleistung 200 mW Nutzung nur in geschlossenen Räumen erlaubt.
5,470 - 5,725 GHz-Band Strahlungsleistung 1.000 mW > 5,25 GHz Betrieb nur mit automatischer Leistungsregelung erlaubt.