CODE-Knacker

KREBS-KODEX

Europäischer Kodex gegen Krebs.

Die Initiative Europa gegen den Krebs hat einen Punktekatalog erstellt, der helfen soll, Risiken in der Lebensführung zu erkennen, zu verringern und zu vermeiden. Wer bei sich ein oder mehrere Risiken erkennt, kann durch Umstellung der Lebensführung das Krebsrisiko zwar nicht verhindern, dazu ist dieses Krebskrankheitsbild zu komplex, jedoch deutlich verringern.
Der folgende Punktekatalog soll dazu beitragen, das Bewusstsein gegen die Krebsrisiken zu schärfen.

 

1. Rauchen Sie nicht! Wenn Sie rauchen, hören Sie auf damit. Wenn Ihnen dies nicht gelingt, rauchen Sie nicht in Anwesenheit von Nichtrauchern!
2. Vermeiden Sie Übergewicht.
3. Unternehmen Sie täglich irgendeine flotte körperliche Betätigung.
4. Erhöhen Sie Ihren täglichen Verzehr an abwechslungsreichem Obst und Gemüse; essen Sie mindestens fünf Portionen pro Tag. Begrenzen Sie die Aufnahme von Nahrungsmitteln, die Fette tierischen Ursprungs enthalten.
5. Wenn Sie Alkohol trinken - ob Bier, Wein oder Spirituosen - dann beschränken Sie Ihren Alkoholkonsum auf zwei Gläser pro Tag als Mann, bzw. auf ein Glas pro Tag als Frau.
6. Beachten Sie, dass Sie übermäßige Sonnenbestrahlung vermeiden! Besonders Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden. Menschen, die zu Sonnenbränden neigen, müssen Zeit ihres Lebens aktive Schutzmaßnahmen ergreifen.
7. Halten Sie genauestens Vorschriften ein, durch die Sie vor einer Exposition gegenüber bekannten krebserregenden Stoffen geschützt werden sollen. Befolgen Sie alle Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften über Substanzen, die Krebs verursachen können. Befolgen Sie die Ratschläge der nationalen Strahlenschutzämter.
Bevölkerungsorientierte Programme können der Entstehung von Krebserkrankungen vorbeugen oder die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Krebserkrankung geheilt werden kann.
8. Frauen ab 25 sollten an Früherkennungsuntersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs teilnehmen. Diese sollten im Rahmen von Programmen mit Qualitätskontrollverfahren erfolgen, die in Einklang mit den „Europäischen Leitlinien zur Qualitätssicherung bei Zervikal-Vorsorgeuntersuchungen“ stehen.
9. Frauen über 50 sollten an Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. Diese sollten im Rahmen von Programmen mit Qualitätskontrollverfahren erfolgen, die in Einklang mit den „Europäischen Leitlinien zur Qualitätssicherung bei Mammographie-Vorsorgeuntersuchungen“ stehen.
10. Männer wie Frauen ab 50 sollten an Kolorektal-Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. Diese sollte im Rahmen von Programmen mit integrierten Qualitätssicherungsmaßnahmen geschehen.
11. Nehmen Sie an Programmen zur Impfung gegen Hepatitis B-Virusinfektionen teil.

Quelle: European Code Against Cancer, 3. Version 2003
(Artikel steht unter den Lizenzen: Creative Commons Attribution-Sharealike 3.0 und GNU Free Documentation License)

 

TNM-Tumorklassensystem (Stadieneinteilung - Staging)
Mit dem TNM-System (tumor – node – metastasis) wird Ärzten und Patienten eine systematische Einordnung eines bösartigen Tumors bei erstmaliger Feststellung und im Verlauf der folgenden Behandlungen möglich und erlaubt aufgrund des jeweiligen TNM-Status die Beurteilung und Einleitung weiterer gezielter Behandlungsmethoden.
Tumorgröße
(Gewebswucherung)

0

is

1

2

3

4

X

kein Tumor
nachweisbar

lat. "in situ"
"am Ort"

Größe: Ø < 2 cm

T1mic Mikroinvasion < 0,1 cm
T1a > 0,1 cm, < 0,5 cm
T1b > 0,5 cm, < 1,0 cm
T1c > 1 cm, < 2,0 cm

Größe: Ø 2-5 cm

Größe: Ø > 5 cm

Ø Größe:
beliebig

keine
Aussage
möglich

Nodus  (Lymphknotenbefall)

0

1

2

3

X

 

kein Befall

1-3 Knoten

4-9 Knoten

> 10 Knoten

keine Aussage
möglich

Metastasen (Tochtergeschwülste)

0

1

Der Sitz der Metastasen wird bei M1 mit diesen Organkürzeln angegeben:
PUL = Lunge, OSS = Knochen, HEP = Leber, BRA = Hirn, LYM = Lymphknoten, MAR = Knochenmark, PLE = Pleura, PER = Bauchfell, ADR = Nebenniere, SKI = Haut, SPL = Milz, OTH = andere, GEN = Generalisierte Metastasierung
Beispiel: M1PUL = Lungenmetastasen

keine Anzeichen
für Fern- metastasen vorhanden
Fernmetastasen
vorhanden

Präfixe

cTNM - klinisches Stadium, d. H. klinische Einstufung nach Diagnostik, aber vor Behandlungsbeginn.
uTNM - Ultraschallbefund.
yTNM - Zustand nach einer Chemo- oder Strahlentherapie vor einer Operation.
pTNM - pathologisches Stadium (spätere postoperative Untersuchung und Einstufung durch den Pathologen).
rTNM- Rezidiv (Rückfall). Diese Kennzeichnung zeigt an, ob nach einer Behandlung noch Resttumorgewebe vorhanden ist
      R0 = Kein sichtbarer Resttumorgewebe.
      R1 = Unter dem Mikroskop sichtbares Resttumorgewebe.
      R2 = Tumorgewebe ist mit bloßem Auge sichtbar, A concrete proposal The main part of the document may contain lists of “language groups” with hierarchical information. Each anguage group would be assigned an alpha-5 identifier plus English and French names (as “indigenous names” are irrelevant in most cases). The list could be presented in four tables: by z. B auf einem Röntgenbild.
      RX = Das Vorhandensein von Resttumorgewebe kann nicht beurteilt werden.
aTNM - Autopsie (Ergebnis aufgrund einer Autopsie, also nach dem Tod)

 

Grading

(Differenzierungsgrad der veränderten Zellen)
G1 = Gut differenziertes Gewebe, welches dem ursprünglichen Organgewebe noch sehr ähnlich ist.
G2 = Mäßig differenziertes Gewebe.
G3 = Schlecht differenziertes Gewebe.
G4 = Sehr schlecht differenziertes Gewebe, welches keine Ähnlichkeiten mehr mit dem eigentlichen Organgewebe hat.
GX = Differenzierungsgrad kann nicht beurteilt werden.

 

Lymphbahnenbefall

L0 = keine Lymphgefäßbefall
L1 = Lymphgefäßbefall

 

Venenbefall

V0 = kein Venenbefall
V1 = mikroskopischer Venenbefall
V2 = makroskopischer Venenbefall

 

Befall des Nevern umgebenden Gewebes

Pn0 = kein Befall (Pn = perineurale Invasion)
Pn1 = befallen

 

Therapiearten:

OP = Operation, RAD = Bestrahlung, CHE = Chemotherapie, KNTR = Knochenmarkstransplantation, STAMM = Stammzelltransplantation, IMM = Immuntherapie SCHM = Schmerztherapie, PSY = Psychoonkologie, ATH=Andere Therapie

 

Link www.krebsinformation.de

 

 

B-Klassifikation istopathologischer Befunde
[Untersuchung von Brustgewebeproben zur weiteren Abklärung]
B1  nicht verwertbar oder ausschließlich Normalgewebe
B2 benigne,
u. a. fibrös-zystische Mastopathie, Fibroadenom, sklerosierende Adenose, periduktale Mastitis
B3 benigne, aber mit unsicherem biologischem Potenzial,
u. a. atypische intraduktale Epithelproliferationen (z. B. atypische duktale Hyperplasie: in Abhängigkeit von Ausdehnung und Grad der Atypie ggf. auch Kategorie B4); lobuläre Neoplasie (LN); papilläre Läsionen (bei hochgradigem V. a. papilläres DCIS: ggf. auch Kategorie B4); radiäre Narbe/komplexe sklerosierende Läsion; V. a. Phylloides-Tumor
[DCIS = Duktales Carcinoma in situ (eine Brustkrebsvorstufe)]
B4 malignitätsverdächtig,
u. a. vermutlich maligne Veränderung, aber Beurteilung aus technischen Gründen eingeschränkt;
atypische intraduktale Epithelproliferationen in Abhängigkeit von Ausdehnung und Schwere der Atypie (s. auch Kategorie B3)
B5 maligne
B5a DCIS
B5b invasive Karzinome
B5c unsicher, ob DCIS oder invasiv
B5d andere Malignome (z. B. maligne Lymphome, Sarkome, Metastasen)
Quelle: S3-Leitlinie Mammapathologie, Version 3.0, November 2012 (Empfehlung der National Coordinating Group for Breast Screening Pathology (NHSBSP), Großbritannien)

 

Klassifikation krebserregender Stoffe der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Gruppe 1 Krebserzeugend für den Menschen (114) z. B. Solarien- und UV-Strahlung, Radon-222, Formaldehyde, Arsen, Asbest, Tabak, Helicobacter pylori
Gruppe 2A Wahrscheinlich krebserregend für den Menschen (69) z. B. Acrylamide, Humane Papillomviren Typ 68 (HPV)
Gruppe 2B Möglicherweise krebserregend für den Menschen  (283) z. B. Furan, Chloroform, Blei, extrem niederfrequente Magnetfelder
Gruppe 3 Nicht klassifizierbar hinsichtlich seiner Karzinogenität für den Menschen (504) z. B. Kohlenstaub, Captan, Diazepam, Hepatitus-D-Virus (HDV)
Gruppe 4 Wahrscheinlich nicht karzinogen beim Menschen (1) z. B. Caprolactam

Link PDF-Liste nach Alphabet (englisch) Klassifikation der IARC