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Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen


ZAHLENSYMBOLIK

In vielen Kulturtraditionen, besonders in Babylon, im Hinduismus und bei Pythagoras, ist die Zahl ein grundlegendes Prinzip, von dem die gesamte objektive Welt ausgeht; sie ist der Ursprung aller Dinge und der dem Universum zugrundeliegenden Harmonie. Sie ist auch das universelle Grundprinzip der Proportion in den bilden Künsten und des Rhythmus in Musik und Dichtkunst.

Null   Nicht-Existenz; Nicht-Sein; das Nicht-Manifeste; das Unbegrenzte; das Ewige; das Fehlen jeglicher Qualität und Quantität. Für Pythagoras ist die Null die vollendete Form, die Monade, das, wovon alles ausgeht und worin alles enthalten ist. Die Null steht auch für das Welten-Ei; den uranfänglichen Androgyn; das Vollständige. Als ein leerer Kreis stellt sie sowohl das Nicht-Sein des Todes als auch die Totalität des Lebens dar, die beide im Kreis zusammengefasst sind, und hat an der Symbolik des Kreises teil. Als eine Ellipse gesehen, stehen die Seiten für Auf- und Abstieg, Evolution und Involution. Vor der Eins ist nur die Leere bzw. das Nicht-Sein; der Gedanke; das letzte Mysterium, das unfassbare Absolute.

Eins   Uranfängliche Einheit; der Anfang; der Schöpfer, der Erste Beweger; die Summe aller Möglichkeiten; absolutes Sein; das Zentrum; das Unteilbare; das noch im Keim Befindliche, Unentwickelte: Isolation; ein Aufsteigen und Sich-Erheben, das Prinzip, das zur Dualität führt und von daher zur Vielfalt und wieder zurück zur endgültigen Einheit.

Zwei   Dualität, periodischer Wechsel; Mannigfaltigkeit; Konflikt; Abhängigkeit; Andersartigkeit; der statische Zustand; das Verwurzelte, daher Gleichgewicht, Stabilität; Reflexion, die entgegengesetzten Pole, die Doppelnatur des Menschen; Begierde, denn alles, was in Dualität manifest ist, existiert in Gegensatzpaaren. Wie die Eins einen Punkt darstellt, steht die Zwei für eine Strecke.

Drei   Vielfalt; Schöpferkraft; Wachstum; vorwärts gerichtete Bewegung, die die Dualität überwindet; Ausdruck; Synthese. Die Drei ist die erste Zahl, auf die das Wort "alles" zutrifft. "Die Kraft der Drei" ist universell und ist die dreigeteilte Natur der Welt: Himmel, Erde und Wasser; sie ist der Mensch als Körper, Seele und Geist; Geburt, Leben und Tod; Anfang, Mitte, Ende; Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft; die drei Mondphasen usw. Die Drei ist die "himmlische" Zahl, die der Seele darstellt, so wie die Vier der Körper ist; zusammen sind die beiden gleich sieben und bilden die Siebenzahl bzw. die biblische Woche; während 3 × 4 gleich zwölf ist, die Zahl der Tierkreiszeichen und der Monate des Jahres. usw. Die Drei stellt die allumfassende Gottheit dar Vater, Mutter, Sohn, die sich auch in der menschlichen Familie widerspiegelt. Während einmal oder zweimal möglicher Zufall ist, bedeutet dreimal Gewissheit und Macht. In der Folklore gibt es drei Wünsche, drei Versuche, drei Prinzen oder Prinzessinnen, Hexen, Schicksalsschwestern, Feen (oft zwei gute und eine böse). Christentum: Die Trinität, die Seele, die Vereinigung von Körper und Seele im Menschen und in der Kirche. Die Weisen aus dem Morgenland überreichen drei Gaben an Christus als Gott-König-Opfer; es gibt drei Gestalten der Verwandlungen, Versuchungen, Verleumdungen durch Petrus, Kreuze auf dem Kalvarienberg, Golgatha; drei Tage lang ist Christus tot, dreimal erscheint er nach seinem Tode, es gibt drei Marien und drei Eigenschaften bzw. theologische Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe.

Vier   Aus der Vier geht die erste räumlich-körperliche Figur hervor: sie ist das Raumschema bzw. die Ordnung der Manifestation, das Statische im Gegensatz zum Kreisenden und Dynamischen. Sie bedeutet Ganzheit; Totalität; Vollendung; Zusammengehörigkeit; die Erde; Ordnung; das Rationale; Dimension; Relativität; Gerechtigkeit. Es gibt vier Elemente, Himmelsrichtungen, Jahreszeiten, Winde, Seiten des Quadrats, Arme des Kreuzes, Flüsse des Paradieses und der Hölle, Meere, heilige Berge, Tag- und Nachtwachen, Mondviertel, Teile des Tetramorphs, Grundtugenden (Klugheit, Starkmut, Gerechtigkeit, Mäßigkeit), Reiter der Apokalypse. Vier ist im Alten Testament eine symbolische Zahl. Die vier Flüsse des Paradieses, die das Kreuz bilden, die vier Enden der Erde usw. sind in der Symbolik fast universell. Die Vierzahl kann dargestellt sein in Gestalt des vierblättrigen Kleeblatts, des Quadrats und des Kreuzes.

Fünf   Der menschliche Mikrokosmos; die Zahl des Menschen, der mit ausgestreckten Armen und Beinen ein Fünfeck bildet. Das Fünfeck, das ohne Ende ist, hat Teil an der Symbolik der Vollendung und Kraft des Kreises, und die Fünf ist eine Zirkularzahl, da sie sich, wenn sie potenziert wird, in der letzten Stelle immer wieder selbst schafft. Wie der Kreis symbolisiert das Fünfeck das Ganze; der Quincunx ist die Zahl des Zentrums und des Zusammentreffens von Himmel und Erde sowie der vier Himmelsrichtungen und des Zentrums. Die Fünf ist ebenfalls die Gottheit als der zentrale Schöpfer mit den vier großen Kräften. Sie symbolisiert auch Meditation; Religion; Mittlertätigkeit; Wirksamkeit; Vielseitigkeit und, außer im Osten, die fünf Sinne. Fünfblättrige Blumen und fünfzackige Blätter stehen für den Mikrokosmos. Der fünfzackige Stern stellt wie das Fünfeck die integre Individualität dar und steht auch für geistiges Streben und Bildung, wenn er aufwärts zeigt, während er abwärts gerichtet ein Symbol der Zauberkunst und schwarzen Magie ist. Die fünf Finger bildeten den ersten Rechenmechanismus. Christentum: Die Fünf stellt den Menschen nach dem Sündenfall dar; es gibt fünf Sinne; Punkte des Kreuzes; Wunden Christi; Fische die die Fünftausend speisten; Bücher Moses.

Sechs   Gleichgewicht; Harmonie; die vollkommene Zahle der Dekade: 1+2+3 = 6. Sie symbolisiert auch die Einheit der Polarität, denn der Hermaphrodit wird durch die beiden ineinander verflochtenen Dreiecke repräsentiert, das aufwärts weisende als das Männliche, das Feuer, die Himmel, und das abwärts weisende als das Weibliche, die Wasser und die Erde. Sechs bezeichnet auch die Liebe; Gesundheit; Schönheit; glücklichen Zufall; Glück; im Okzident ist die Sechs der Gewinnwurf beim Würfeln. Es gibt sechs Strahlen des Sonnenrandes und die ineinander verflochtenen Dreiecke; der sechszackige Stern bzw. das Salomonsiegel stellt auch vollendetes Gleichgewicht dar. Christentum: Vollkommenheit; Vollendung; die sechs Tage der Schöpfung.

Sieben   Die Zahl des Universums, des Makrokosmos. Vollständigkeit: eine Totalität. Da in ihr die Drei der Himmel und die Vier der Erde und des Körpers enthalten sind, ist sie die erste Zahl, die sowohl das Geistliche als auch das Weltliche umspannt. Sie bedeutet Perfektion; Sicherheit; Ruhe; Fülle; Reintegration; Synthese, auch Jungfräulichkeit, und damit ist sie die Zahl der Großen Mutter.

Es gibt sieben kosmische Ebenen, Himmel, Höllen, große Planeten, Kreise des Universums, Strahlen der Sonne, Lebensalter des Menschen, Säulen der Weisheit, lunare Einteilungen des Regenbogens, Tage der Woche, Noten der Tonleiter, Weltwunder usw. Der siebente Sonnenstrahl ist der Pfad. auf dem der Mensch von dieser Welt in die andere hinübergeht. Astrologie: Die sieben Sterne des Großen Bären sind "unzerstörbar", d.h. sie sind das ganze Jahr über zu sehen. Es gibt sieben Plejaden, Große Planeten, Sonnenstrahlen.

Acht   Nach den sieben tagen des Fastens und der Buße wird der achteTag der der Fülle und Erneuerung. Als 7 + 1 ist die Zahl der Oktave und des Wiederbeginns. Es gibt acht Wind- und dazwischenliegende Richtungen des Raumes. Acht stellt auch die Gegensatzpaare dar. Das Achteck ist der Beginn der Transformation des Quadrates in den Kreis und umgekehrt. Acht ist eine kaiserliche Zahl (achteckig sind der Grundriss der Reichskrone, der Innenraum der Pfalzkapelle Aachen, das Kaiserschloss Castel del Monte in Apulien). Christentum: Regeneration; Wiedergeburt.

Das Taufbecken ist achteckig, symbolisch als der Ort der Wiedergeburt. Es gibt acht Seligpreisungen.

 

Am 8.8.2008 um 8.08 Uhr und 8 Sekunden Ortszeit war es soweit.
In Peking fand am Abend dieses Tages die Eröffnungsfeier zu den XXIX. Olympischen Sommerspielen statt.
Für Chinesen steht die Zahl Acht für Reichtum und die Anhäufung von Achten kann demnach nur für ein reibungsloses und glückvolles Gelingen des gesamten Ablaufes gedeutet werden.

 

Neun   Aus dem allmächtigen 3 × 3 bestehend, ist sie die Dreifache Triade; Vollendung; Erfüllung; Anfang und Ende; das Ganze; eine Himmels- und Engelszahl; das Irdische Paradies. Es ist eine "unzerstörbare Zahl". Neun ist auch die Zahl des Kreisumfangs, daher seine Einteilung in 90 Grad und in 360 Grad für den vollständigen Umkreis. Sie wird durch die Finger der beiden Dreiecke symbolisiert, die wiederum ein Symbol der Prinzipien des Männlichen und Weiblichen, von Feuer und Wasser, Berg und Höhle ist.

Zehn   Die Zahl des Kosmos; das Paradigma der Schöpfung. Die Dekade enthält alle Zahlen und folglich alle Dinge und Möglichkeiten; sie ist die Wurzel bzw. der Wendepunkt allen Zählens. Sie ist das alles Umschließende; Gesetz; Ordnung; Herrschaft. der Tetraktys 1+2+3+4= 10 symbolisiert Göttlichkeit. Zehn basiert auf den beiden Händen, bedeutet Vollständigkeit und ist die Grundlage allen Zählens. Sie ist ebenfalls die Summe der Zahl Neun des Kreisumfangs plus Eins des Zentrums, folglich Vollkommenheit. Sie wird auch durch den Maibaum symbolisiert: die Eins der Achse mit dem Kreis, der rund um diese getanzt wird. Christentum: Es gibt die Zehn Gebote; die Gleichnisse mit den zehn Lampen, Jungfrauen und Talenten. Der Zehnte war Gott zu zollen.

Elf   Sünde; Übertretung; Gefahr. Da die Zehn die vollendete Zahl und das Gesetz ist, stellt die Elf die Überschreitung von beiden dar.

Zwölf   Die Zwölfheit ist ein vollständiger Zyklus; kosmische Ordnung. Als 3x4 ist sie sowohl geistliche als auch weltliche Ordnung, das Esoterische und das Exoterische. Es gibt die zwölf Zeichen des Tierkreises und Monate des Jahres, von denen sechs männlich und sechs weiblich sind; zwölf Stunden des Tages und der Nacht; Früchte des Lebensbaumes usw.

Dreizehn   Im Christentum gibt es dreizehn Tenebrae bzw. Fastenleuchter, Kerzen, die eine nach der anderen, gelöscht werden und so die Dunkelheit auf Erden bei Christi tot symbolisieren.

Dreizehn wird als Unglückszahl angesehen, da sie die Zahl des Judas Ischarioth bei Jesus und den Zwölf Jüngern ist (danach auch volkstümlich "Dutzend des Teufels"); sie ist ebenfalls die Zahl einer Hexenhöhle.

Zwanzig   Als die Summe von Fingern und Zehen hat die Zwanzig die Bedeutung des ganzen Menschen, und man zählt nach Zwanzigergruppen.

Vierzig   Prüfung; Bewährungsprobe; Initiation; Tod. Als ein Vielfaches von vier ist sie Ganzheit und Totalität. Die Bedeutung der "Vierzig Tage" stammt wahrscheinlich aus dem vierzigtägigen Verschwinden der Plejaden in Babylonien, einer Zeit des Regens und Sturms, der Überschwemmungen und Gefahren. Die Wiederkehr der Plejaden war eine Zeit der Freude, und ein Bündel aus vierzig Schilfrohren wurde als Symbol für die vierzig Tage der bösen Macht verbrannt. Die römische "Quarantäne" hielt die Schiffe vierzig Tage in Isolation. Christentum: Es gibt vierzig Tage der Fastenzeit, Tage der Auferstehung, von Ostern bis Himmelfahrt; Zeit des Vorrechts bzw. Schutzes an heiliger Stätte. Im Alten Testament gibt es vierzig Tage Moses' auf dem Berge Sinai; Elia hielt sich vierzig Tage lang verborgen; die Sintflut; Zeit der Prüfung für Ninive unter Jona; die vierzig Jahre, die die Juden durch die Wüste wanderten; unter dem Joch der Philister; Herrschaft Davids; Herrschaft Salomos; Eli, Israel richtend; Hesekiel duldete die Frevelhaftigkeit Israels vierzig Tage.

Fünfzig  Nach der Vollendung des Kreises von 7x7 Jahren wird das fünfzigste ein Großes Jahr, ein Jubiläumsjahr, eine Rückkehr zum Anfang und zum Urzustand und so ein Neubeginn. Fünfzig Tage nach Ostern ist Pfingsten.

Sechzig   Die Zahl in Minuten und Sekunden. Als dreimal zwanzig ist sie eine "runde Zahl". Sie kommt häufig in Sagen vor.

Siebzig   ist die dem menschlichen Leben zugemessene Zeitspanne.

4N5 ist der Ausdruck für die Zahl 0,99995 oder 99,995 % (z. B. die Reinheit von Metallen oder Gasen; die Zuverlässigkeit von Ereignissen)

666   Im Christentum ist sie das Zeichen des Tieres, der Antichrist. Apokalyptische Zahl, die den Antichrist bezeichnende Zahl.

73   In der Bedeutung von "Herzliche Grüße" unter See- und Amateurfunkern.

88   Diese Zahl steht für den achten Buchstaben im Alphabet und wird in der rechten Szene mit "Heil Hitler" in Verbindung gebracht. Mit der Zahl 18 werden die Initialen von "Adolf Hitler" symbolisiert.

Funkamateure können allerdings im falschen Licht erscheinen. Diese Gruppe verwendet die Zifferfolge "88" als Abschiedsformel und hat die Bedeutung von "Küsschen" oder "Liebe".

888   Dieses ist die Christus-Zahl. Beim griechische Wort für Jesus = Jesous ist jedem Buchstaben ein Zahlenwert zugeordnet:

J

e

s

o

u

s

 
Ι η σ ο ύ ς  
10  8  200 70 400 200 = 888

08/15  (sprich: Nullachtfünfzehn) ist die Modellnummer LMG 08/15 für ein deutsches Maschinengewehr aus dem Jahr 1908 mit wesentlichen technischen Verbesserungen im Jahr 1915 und wird wegen der massenhaften Verbreitung in der Umgangssprache zum Synonym für "Alltägliches, Einfallsloses, Gewöhnliches, Langweiliges, Standardmäßiges" (ursprünglich für den geistlosen militärischen Drill wie beispielsweise das stundenlange Putzen dieses Gewehres).

Quelle: Wesentliche Auszüge aus: Illustriertes Lexikon der traditionellen Symbole, J.C. Cooper, Drei Lilien Verlag GmbH, Wiesbaden