CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

BLUTWERTE - LABORWERTE

Das Blut ist für einen Arzt ein ganz besonderer Saft, pflegte schon Mephisto in Goethes Faust zu sagen. Um bei akuten oder chronischen Beschwerden eine Diagnose stellen zu können bzw. einen Krankheitsverlauf beurteilen zu können, liefern ihm neben vielen anderen diagnostischen Untersuchungsmethoden die im Blut enthaltenen Bestandteile besonders wertvolle Informationen zur Orientierung. Es muss allerdings betont werden, dass eine Blutuntersuchung eine Momentaufnahme ist und bei Abweichungen nach oben oder unten vom so genannten Referenzwert eine Kontrolluntersuchung in Betracht gezogen werden sollte. Wenn beispielsweise ein Harnsäurewert auch bei einer Kontrolluntersuchung den Blut-Referenzwert überschreitet, ist dieses ein Indikator für eine krankhafte Veränderung, die einer Behandlung bedarf.

Eine erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen kann in einer mangelhaften Auszählung des betreffenden Blutausstrichs durch das Laborpersonal, in einer akuten Infektion (der Körper kämpft gegen die krankmachenden Eindringlinge) oder in einer ernsten Erkrankung begründet sein. Um diese Unsicherheiten einzugrenzen, wird ein Arzt ergänzende Untersuchungsmethoden vornehmen bzw. anwenden.

Damit aber die Blutanalyse keine verfälschten Werte ergibt, die der Patient selbst verursacht hat, sind bestimmte Verhaltensregeln vor der Blutentnahme einzuhalten. So darf der Patient grundsätzlich 12, besser 14 Stunden vor der Blutentnahme keine Nahrung mehr aufnehmen ("nüchtern" bedeutet in diesem Zusammenhang nichts essen, kein Koffein, kein Nikotin und möglichst nur Leitungswasser trinken) oder bei der Bestimmung der Triglyceride 24 Stunden vorher keine größeren körperlichen Arbeiten verrichten. Ebenso sollte bei Bestimmung des PSA-Wertes der männliche Patient nicht mit dem Fahrrad zur Blutentnahme erscheinen, da es durch die Sattelreizung zu nicht krankheitsbedingten erhöhten Werten kommen kann. Ähnlich erhöhte Werte sind bei sexuellem Verkehr in einem bestimmten Zeitraum vor der PSA-Bestimmung zu erwarten. Je nach dem, welche Werte bestimmt werden sollen, wird der Arzt bei einem Vorgespräch entsprechende Verhaltensregeln geben.

Grundsätzlich wird für die normalen Analysen aus der Vene entnommenes Blut verwendet, das mit dem Gerinnungshemmer EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) behandelt wird.

Ergänzend oder als einzelne diagnostische Maßnahme kann auch eine Urinuntersuchung erforderlich sein sein.

mmol/l (sprich: Millimol pro Liter) = SI-Einheit mol = Molekulargewicht.
U   = Units (Maßzahl für die Enzymaktivität)
IU  = International Units, gleichzusetzen mit IE = Internationale Einheiten
dl  = Deziliter (1 zehntel Liter = 100 cm³)
ml = Milliliter (1 tausendstel Liter = 1 cm³)
µl  = Mikroliter (1 millionstel Liter = 1 mm³)
fl   = Femtoliter (1 billiardstel Liter = 1µm³)
ng = Nanogramm (1 milliardstel Gramm = 10-9)
pg = Pikogramm (1 billionstel Gramm = 10-12)
♂  = Symbol für männlich; ♀  = Symbol für weiblich
BAT Biologischer Arbeitsstoff-Toleranzwert (BAT-Wert)

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Kleines Blutbild (BBKL oder KBB)
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauenMänner

ERY, RBC

(red blood cells) Erythrozyten

[Das sind die roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff im Körper transportieren.
Zu hohe oder zu niedrige Werte haben vielfältige Ursachen]

Millionen pro Mikroliter (µl)3,8 - 5,44,4 - 5,9

HAEK, Hk, HCT, HKT

Hämatokrit

[Prozentualer Anteil fester Blutbestandteile am Gesamtblut. Ein hoher Wert ist ein Indiz für zähflüssiges Blut]

%37 - 4840 - 52

HB, HGB

Hämoglobin (roter Blutfarbstoff)

[Niedrige Werte sind ein Indiz für Eisenmangel, Blutverlust oder Blutbildungsstörungen. Die WHO definiert eine Anämie durch einen Hämoglobinwert von < 12 g/dl ♀ und < 13 g/dl ♂]

Gramm pro Deziliter (g/dl)12 - 1613 - 18

MCH

(HbE)Mittleres corpuskuläres Hämoglobin

[Wert dient der Anämieabklärung]

Pikogramm (pg)28 - 3428 - 34

HX, HPX

Hämopexin

[niedriger Hämopexinspiegel bei stark vermehrten Blutabbau]

mg/dl50 - 11550 - 115

MCV

Mittleres corpuskuläres Volumen

[Dieser Wert ist bei Eisenmangel erniedrigt. Der Wert ist auch zur Bestimmung der Auslösung einer Anämie erforderlich]

Femtoliter (fl)82 - 9882 - 98

MCHC

Mittlere corpuskuläre Hb-Conzentration
Gramm pro Deziliter (g/dl)30 - 3630 - 36

LEUK, WBC

(white blood cells)Leukozyten (weiße Blutkörperchen, die "Gesundheitspolizisten")

[Wert ist u. a. erhöht, wenn der Körper mit der Abwehr von Krankheitserregen beschäftigt ist]

Mikroliter (µl)4.000 - 11.0004.000 - 10.000

THRO, PLT, Thrombo

Thrombozyten (Blutplättchen)
[wichtige Funktion bei der Blutgerinnung]
Mikroliter (µl)150.000 - 400.000150.000 - 400.000

MTV, MPV

mittleres Thrombozytenvolumen

[Aufschluss über Störungen der Thrombo-Form/-Anzahl]

fl7 - 127 - 12

EVB, RDW

Erythrozytenverteilungsweite

[erhöhte Werte sind Hinweis auf eine Änämie]

%11,5 - 14,511,5 - 14,5

RETI

Retikulozyten (Vorstufe der roten Blutkörperchen)
in % der Ery0,7 - 1,50,7 - 1,5

RETI-Hb

Hämoglobin in Retikulozyten [Beurteilung von Anämien]
pg28 - 3528 - 35

 

Differentialblutbild (DIF oder DBB – Untergruppen der Leukozyten)

Hinweis! Das große Blutbild (BBGR) setzt sich aus dem kleinen Blutbild (BBKL) und dem Differentialblutbild (DIF) zusammen.

Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauen/Männer

BAS, Baso

Basophile Granulozyten
% der LEUK0 - 1

EOS

Eosinophile Granulozyten
% der LEUK1 - 4

LYM, Lymph

Lymphozyten
% der LEUK20 - 50

Neut

neutrophile stabkernige Granulozyten
% der LEUK3 - 5

MON, Mono

Monozyten
% der LEUK3 - 8

NEU, NEUTRO

neutrophile segmentkernige Granulozyten
% der LEUK50 - 70

LUC

(large unstained cells) Durch Zählung und Färbung nicht eindeutig zuzuordnende Zellen
% der LEUK 

MXD

Summe aus: Basophile, Eosinophile, Monozyten.
% der LEUK 4 - 13

 

Blutgerinnungs-Status
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauen/Männer

PTT

Partielle Thromboplastinzeit
Sekunden20 - 38

PTZ

Plasmathrombinzeit
Sekunden20 - 38

TPZ, PT

Thromboplastinzeit (Quick-Wert)
Hinweis! Quick-Wert 100 % entspricht INR-Wert 1
%70 - 120
(Ø 100)

INR

International Normalized Ratio (Blutgerinnungswert)
[Zum Schutz vor Embolien werden INR-Werte  > 1 angestrebt, die jedoch auch mit einer erhöhten Blutungsneigung einhergehen]
kleiner Wert = kurze Gerinnungszeit;
hoher Wert = lange Gerinnungszeit.
1,0
Zielbereich von 2,0 bis 3,0
bei tiefer Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Vorhofflimmern

AT3

Antithrombin III
mg/dl15 - 39

Fbg

Fibrinogen
mg/dl150 - 450

 

Klinische Chemie (Enzyme, Elektrolyte, Spurenelemente)
Blutwert Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauenMänner

HbA1c, GHb

Glyko-Hämoglobin

[Ein Maß für die mittleren Blutzuckerwerte der letzten 2 bis 3 Monate. Wert ist bei schlecht eingestelltem Diabetes zu hoch]

in % des Gesamt-Hb

6,0 % ≘ 42 mmol/mol Hb
6,5 % ≘ 48 mmol/mol Hb
7,0 % ≘ 53 mmol/mol Hb
7,5 % ≘ 58 mmol/mol Hb
8,0 % ≘ 64 mmol/mol Hb
11,0 % ≘ 97 mmol/mol Hb

IFFC-Referenzwert
 20 - 42 mmol/mol.

Diabetes mellitus bei Erstdiagnose:
 < 5,7 % (39 mmol/mol Hb): ausgeschlossen.
≧ 6,5 % (48 mmol/mol Hb):
 positive Diagnose

BZ, BLZS, GLUC, GLUV

Glukose (Blutzucker) im venösen Plasma
Grenzbereich: 100-125 mg/dl (5,6-6,9 mmol/l).
≧ 126 mg/dl (≧ 7 mmol/l): Diabetes wahrscheinlich, Testwiederholung.
≧ 200 mg/dl (≧ 11,1 mmol/l): Diabetes diagnostiziert.
mg/dl
(mmol/l)

Umrechnung:

mg/dl : 18 = mmol/l

 80 - 100
(4,4 - 5,6)
 80 - 100
(4,4 - 5,6)

KREA

Kreatinin

[Hoher Wert zeigt mögliche Nierenschädigung an]

mg/dl
(µmol/l)
< 1,1
(< 97)
< 1,3
(< 115)

Schweregrade der Nierenschädigung gemäß KDOQI-Empfehlung (Entgiftungsleistung in ml/min):

Stadium I    GFR   > 90 Nierenerkrankung mit normaler GFR (glomeruläre Filtrationsrate)
Stadium II   GFR 60-89 Nierenerkrankung mit milder Funktionseinschränkung
Stadium III  GFR 30-59 mittelgradige Niereninsuffizienz
Stadium IV GFR 15-29 hochgradige (schwere) Niereninsuffizienz
Stadium V  GFR   < 15 Nierenversagen

Gesamt-CK, CK, CPK

Kreatinkinase, Kreatinphosphokinase

[Herzspezifischer Biomarker. Ein hoher Wert bestätigt die Diagnose Herzinfarkt und dient der weiteren Verlaufskontrolle]

U/l< 145< 170

CK-MB

Kreatinkinase-Muscle-Brain

[Gibt Aufschluss über die Schwere einer Herzmuskelschädigung]

% der Geamt-CK
U/l
< 6
< 25
< 6
< 25

cTnT

kardiales Troponin T hs

[ein geschädigter Herzmuskel verursacht einen Tropinanstieg im Blut]

ng/ml
(pg/ml)
< 0,014
(<14)
< 0,014
(<14)

Chol

Gesamtcholesterin
mg/dlideal < 200
grenzwertig erhöht 200 - 239

hoch > 239

HDL, HDLC

HDL-Cholesterin ("gutes Chol")

[Hohe Werte ab 60 mg/dl (>1,6 mmol/l) bewirken ein Sinken des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos]

mg/dlniedrig < 40
normal ≥ 40

LDL, LDLC

LDL-Cholesterin ("schlechtes Chol")

[Hohe Werte bewirken Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden und verengen diese]mg/dl

mg/dl> 175 Risikobereich
< 155
< 130 ab 2 Risikofaktoren
< 100 bei KHK und/oder Diabetis

LHQ, L-H-Q

Aussagefähiger als der Gesamtcholesterinwert ist das Verhältnis von LDL zu HDL-Cholesterin (L-H-Quotient).

 

Berechnung (funktioniert nicht im Internet Explorer)

  LDL-Wert:
  HDL-Wert: 
  LDL/HDL-Quotient =

Quotient bis 2,9       = anzustrebender Wert (unter 2,0 bei erhöhtem Risiko wie KHK)
Quotient       3 - 3,9 = bedingt akzeptabler Wert
Quotient       4 - 4,9 = verstärktes Risiko
Quotient       5 - 5,9 = hohes Risiko
Quotient ab  6         = sehr hohes Risiko

Mit der Friedewald-Formel wird standardmäßig in den Labors der aufwendig zu ermittelnde LDL-Cholesterinwert anhand der vorhandenen Messwerte aus Gesamt-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceride rechnerisch ermittelt. Ein aussagefähiger Schätzwert ist allerdings nur bei Triglyceridwerten von unter 400 mg/dl (< 4,6 mmol/l) möglich. Außerdem darf keine Chylomikronämie vorliegen.

LDL-Cholesterin = Gesamtcholesterin – HDL-Cholesterin – (Triglyceridwert : 5)   Werte in mg/dl

TRIG (NTFE)

Triglyzeride (Neutralfette)
Risikobereich: > 250 mg/dl (> 2,9 mmol/l)

[Erhöhte Werte liegen bei einer Fettstoffwechselstörung vor. Übergewicht!]

mg/dl
(mmol/l)
< 150
(< 1,7)
< 150
(< 1,7)

Lp(a)

Lipoprotein(a)
mg/dl< 30< 30

AAT, AST, ASAT

(GOT)Aspartat-Aminotransferase (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase)

[Erhöhte Werte bei Erkrankungen der Leber, Skelettmuskulatur, beim Herzinfarkt, bei Vergiftungen, akuter Blutunterversorgung]

U/l  (U = Unit)10 - 3510 - 50

ALT, ALAT, (GPT)

Alanin-Aminotransferase, Glutamat-Pyruvat-Transaminase

[Erhöhte Werte deuten vor allem auf Lebererkrankungen hin.
Eine Untersuchung auf Hepatitis-B und -C-Viren sollte folgen.]

U/l10 - 3510 - 50

g-GT, GGT, GAGT

gamma-Glutamyltransferase

[Hinweis auf Leber-/Gallengangerkrankung]

U/l< 39< 66

TBIL

Totales Bilirubin (auch: Gesamtbilirubin)

[erhöht u. a. bei Folsäuremangel, Hepatitis, Leberzirrhose, Lebertumoren, Vergiftungen]

mg/dl
(µmol/l)
0,1 - 1,2
(2 - 21)
0,1 - 1,2
(2 - 21)

AP, ALP ALKP

Alkalische Phosphatase

[Hinweis auf Erkrankung des Skeletts, Muskeln, Leber, Gallengänge, Schilddrüse]

U/l35 - 104 40 - 129

SP

Saure Phosphatase
U/l3 - 143 - 14

AMYL

Amylase

[Wert ist bei einer Bauchspeicheldrüsen entzündung erhöht]

U/l< 110< 110

LIP

Lipase

[Wert ist bei einer Bauchspeicheldrüsen entzündung erhöht]

U/l13 - 6013 - 60

LDH

Laktat-Dehydrogenase

[Erhöhte Werte geben Hinweise auf Zell- oder Organschädigungen unterschiedlicher Art]

U/l< 245< 245

MYO

Myoglobin

[Dient zur Diagnose eines Herzinfarktes und dessen weitere Verlaufskontrolle]

mg/l< 35 55

HSR, HS

Harnsäure

[Erhöhte Werte deuten auf Nierenfunktionsstörungen hin. Hohe Werte können Gichtanfälle zufolge haben]

mg/dl2 - 63 - 7

HST

Harnstoff
[Verlaufskontrolle einer Niereninsuffizienz]
mg/dl15 - 4517 - 50

GESE

Protein (Gesamteiweiß)
g/dl6,1 - 8,56,1 - 8,5

Trf

Transferrin
mg/dl200 - 400200 - 400

Al

Aluminium
 μg/l0,3 - 7,50,3 - 7,5

Fe

Eisen (Ferrum)
µg/dl50 - 17065 - 180

Cl, CHL

Chlorid
mmol/l95 - 10895 - 108

Ca

Kalzium
mmol/l2,0 - 2,82,0 - 2,8

K, KALI

Kalium
mmol/l3,6 - 5,03,6 - 5,0

Mg

Magnesium
mmol/l0,7 - 1,00,7 - 1,0

Na

Natrium
mmol/l130 - 150130 - 150

P, PHOS

Phosphat
mmol/l0,81 - 1,600,81 - 1,60

 

Schilddrüsen-Status
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauen/Männer

TSH

Thyreotropin
mU/lReferenzbereich: 0,4 - 2,5
Warnbereich: 2,6 - 4,2

T3

(fT3)Trijodthyronin (freies T3)
ng/l
(pmol/l)
2,3 - 4,2
(3,9 - 6,5)

T4

(fT4)Thyroxin (freies T4)
ng/l
(pmol/l)
8,9 - 17,6
(13,7 - 27,1)

 

Referenzwerte des Umweltbundesamtes für Metalle im Blut
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauenMänner

Blei (Pb)

μg/l(18 - 69 Jahre):
70
(3 - 14 Jahre):
35
(18 - 69 Jahre):
90
(3 - 14 Jahre):
35

Cadmium (Cd)

μg/l
(Nichtraucher)
(18 - 69 Jahre):
1,0
(3 - 14 Jahre):
< 0,3  
(18 - 69 Jahre):
1,0
(3 - 14 Jahre):
< 0,3

Quecksilber (Hg)

μg/l
(Fischkonsum bis  dreimal im Monat)
(18 - 69 Jahre):
2,0
(3 - 14 Jahre):
0,8
(18 - 69 Jahre):
2,0
(3 - 14 Jahre):
0,85
Quelle: Umweltbundesamt, Referenzwerte (RV95) für Antimon, Arsen und Metalle (Pb, Cd, Ni, Hg, Pt, Tl, U) im Urin oder im Blut, Stand: 01/2012

 

Rheuma-Status
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauenMänner

ASL, ASO

Antistreptolysin O

[Wert ist bei Streptokokkeninfektionen erhöht]

IU/ml< 200< 200

CRP

C-reaktives Protein

[Hinweis auf eine entzündliche Erkrankung, Blutvergiftung, Risikoabschätzung arteriosklerotischer Erkrankungen wie z. B. Herzinfarkt ]

mg/dl< 0,8< 0,8

hsCRP

high sensitivity (hoch sentitives) CRP

[Dient der Risikoabschätzung von arteriosklerotischen Erkrankungen wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall]

Risikobereiche nach AHA/CDC
 niedriges Risiko < 1 mg/l
 mittleres Risiko 1 - 3 mg/l
 hohes Risiko > 3 mg/l

mg/l< 1,0< 1,0

RF

Rheumafaktor

[Wert ist bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen erhöht. Diagnosebestätigung erfordert weiteren Untersuchungen]

IU/ml< 30< 30

 

Immunglobuline
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauenMänner

IgA, IMGA

Immunglobuline-A

[wirksam u. a. bei Autoimmunerkrankungen, Schleimhautinfektionen, Zöliakie]

mg/dl70 - 40070 - 400

IgE, IMGE

Immunglobuline-E

[wirksam u. a. bei allergischen Reaktionen, Asthma, Hautkrankheiten, Neurodermitis, Parasitenbefall]


IgE-Klassen EIA (Enzymimmunoassays)
Klasse 0
0 < 0,35 kU/l: kein spezifisches IgE im Blut vorhanden (negativ)
Klasse 1
0,35 – 0,69 kU/l geringe Mengen an spezifischem IgE (nachweisbar)
Klasse 2
0,7 – 3,4 kU/l mäßige Konzentration an spezifischem IgE (schwach positiv)
Klasse 3
3,5 – 17,4 kU/l größere Mengen an spezifisches IgE (nachweisbar, positiv)
Klasse 4
17,5 – 49 kU/l (stark positiv)
Klasse 5
50 – 100 kU/l (sehr stark positiv)
Klasse 6
> 100 kU/l (sehr stark positiv)

IU/ml




kU/l
(kilo-Units pro Liter)
< 100< 100

IgG, IMGG

Immunglobuline-G

[wirksam u. a. bei Autoimmunerkrankungen, Tumoren, bakteriellen Infektionen, Nahrungsmittelallergien]

mg/dl700 - 1600700 - 1600

IgM, IMGM

Immunglobuline-M

[wirksam bei der Abwehr von Viren und tropischen Parasiten]

mg/dl40 - 28040 - 230

 

Protein-Elektrophorese
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauenMänner

ALB, ELALS, Albumin

(Elektrophorese, Albumin im Serum)

[Hinweis auf Nierenstörung, Mangelernährung, Leberzirrhose]

% des Blutserums55 - 6855 - 68

α-1-Globulin

alpha-1-Globuline
% des Blutserums2 - 52 - 5

α-2-Globulin

alpha-2-Globuline
% des Blutserums7 - 117 - 11

β-Globulin

beta-Globulin
% des Blutserums7 - 137 - 13

γ-Globulin

gamma-Globulin
% des Blutserums10 - 2210 - 22

 

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauenMänner

BSG, BSR, BKS

Senkungsgeschwindigkeit Gesamt

[Hinweis auf entzündliche Vorgänge im Körper]

Millimeter pro Stunde (mm/h) < 50 J.   < 20
> 50 J.   < 30
 < 50 J.   < 15
> 50 J.   < 20

 

Blutsauerstoff
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauen/Männer

pO2

Blutsauerstoff (Blutentnahme Ohrläppchen)
mmHg  65 - 100

SpO2

(HbO2)Sauerstoffsättigung
%92 - 98

 

Vitamine
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauen/Männer

HCY

Homocystein
[Hohe Werte begünstigen atherosklerotische Gefäßkrankheiten sowie Alzheimer und Parkinson. Erhöhte HCY-Werte sind durch Gabe von Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 gut therapierbar]
µmol/l < 10

Holo-TC

(Holo-Transcobalamin)

Test zur frühen Erkennung eines Vitamin B12-Mangels.
[Eine Mangelzufuhr kann z. B. zur perniziösen Anämie führen. Ein hohes Risiko besteht bei streng vegetarischer oder veganer Ernährung]
pmol/l< 35

Vitamin B12

[Mangelerscheinungen bei chronischen Magen-Darm-Erkrankungen sowie streng vegetarischer oder veganer Ernährung]
pg/ml200 - 1.000
(Mangel < 150)

Vitamin D3, 25OHD

25-Hydroxy-Vitamin-D (Langzeitwert des Vitamin-D-Spiegels)
[Der 25OHD-Wert wird z. B. in Zusammenhang mit Erkrankungen an Rachitis, der Schilddrüse, Osteoporose, bei Nierenschwäche oder bei Tumoren erhoben. Im Übrigen hben Studie gezeigt, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel von 10 - 20 ng/ml das Demenzrisiko deutlich erhöht]
ng/ml (nmol/l)optimal
40 - 80
(100 - 200)
Vit.-Mangel
< 20
(< 50)

 

Tumor-Marker (Krebs-Marker)
Blutwert Abkürzung/BlutbestandteilMaßeinheitFrauenMänner

AFP

Alphafoetoprotein oder α1-Foetoprotein
[AFP wird ab der 4. SSW gebildet. Außerhalb der SS als Tumormarker bei Leber- Eierstock- und Hodentumoren ]
IU/ml7 - 107 - 10

CA 15-3

Cancer-Antigen 15-3
U/ml< 25< 25

CA 19-9

Carbohydrat-Antigen 19-9
U/ml< 37< 37

CA 50

Cancer-Antigen 50
U/ml< 19< 19

Ca 72-4

Cancer-Antigen 72-4
U/ml< 6< 6

Ca 125

Cancer-Antigen 125
U/ml< 35<35

CA 549

Cancer-Antigen 549
kU/l< 12< 12

CYFRA 21-1

Cytokeratinfragment 21-1
ng/ml, µg/l< 3< 3

CEA

Carcinoembryonales Antigen
[Dieser Wert ist oft auch bei gesunden Rauchern mit <10 µg/l erhöht]
ng/ml, µg/l< 4,6< 4,6

HCG

humanes Choriongonadotropin
[Wert ist während der Schwangerschaft deutlich erhöht. Erhöhte Werte außerhalb der Schwangerschaft bei Tumoren der Eierstöcke und Hoden]
IU/lNicht Schwangere: < 5
Nach der Memopause:
< 10
< 5

NPM22

Nuclear Matrix Protein 22
U/ml< 6 = negativ
> 10 = positiv
< 6 = negativ
> 10 = positiv

NSE

Neuronenspezifische Enolase

[Wert gibt Hinweise bei der Früherkennung von Hodenkrebs, Lungenkrebs, Krebs im Verdauungstrakt, Gehirntumor]

ng/ml, µg/l12,512,5

PSA

Prostataspezifische Antigen

[Wert gibt Hinweise bei der Früherkennung von Prostatakrebs]

ng/ml, µg/l♂ > 4 = Abklärungsbedarf
♂ > 10 = Verdacht auf das Vorliegen eines bösartigen Prostatatumors.

In nicht allzu ferner Zukunft wird man wohl mit einem elektronischen Diagnose-Tool, dem sogenannten "Odoreader", Blasen- und Prostatakrebs riechen können. Britische Forscher sprechen in ihrer Veröffentlichung im Februar 2016 von einer 95 %igen Erfolgsquote bei Prostatakrebs und 100 % bei Blasenkrebs.

SCC

squamous cell carcinoma antigen
ng/ml, µg/l< 5< 5

Tg, hTG

Thyreoglobulin [Tumor der Schilddrüse]
ng/ml, µg/l < 75< 75

TPA

tissue polypeptid antigen
U/l< 95< 95

FIT

Fäkaler-Immunchemie-Test.

FOBT

Fecal Occult Blood Test (fäkaler okkulter Bluttest)
[Ein positiver Hämoccult -Test (Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl) gibt im Rahmen der Darmkrebsvorsorge Hinweise auf eine mögliche Darmkrebserkrankung. Einem positiven Befund folgt grundsätzlich eine abklärende Darmspiegelung]
 positiv
oder
negativ
positiv
oder
negativ

 

Da unter den Laboren unterschiedliche Brandbreiten bei den Referenzwerten der Blutwerte bestehen, unter anderem auch aufgrund unterschiedlicher Messmethoden, sind alle Angaben ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit (z. B. keine Angaben zu Untergruppen, Hormonen oder Tumormarkern).
Der Normal- und Referenzbereich wird definiert als der Blutwert, der bei 95 % der Gesunden vorliegt.
Im Übrigen kann ein Arzt im Rahmen seiner Therapie individuelle Zielwerte anstreben. Bestehen beispielsweise schon Gefäßerkrankungen, so wird voraussichtlich ein HDL-Cholesterinwert von > 40 mg/dl angestrebt.

 

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"Alle Hinweise auf dieser Seite dienen nur der allgemeinen Information und nicht der Selbstdiagnose, geben keine Therapieempfehlungen und ersetzen keinen Arztbesuch!"