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BLUTWERTE - LABORWERTE

Das Blut ist für einen Arzt ein ganz besonderer Saft, pflegte schon Mephisto in Goethes Faust zu sagen. Um bei akuten oder chronischen Beschwerden eine Diagnose stellen zu können bzw. einen Krankheitsverlauf beurteilen zu können, liefern ihm neben vielen anderen diagnostischen Untersuchungsmethoden die im Blut enthaltenen Bestandteile besonders wertvolle Informationen zur Orientierung. Es muss allerdings betont werden, dass eine Untersuchung eine Momentaufnahme ist und bei Abweichungen nach oben oder unten vom so genannten Referenzwert eine Kontrolluntersuchung in Betracht gezogen werden sollte. Wenn beispielsweise ein Harnsäurewert auch bei einer Kontrolluntersuchung den Referenzwert überschreitet, ist dieses ein Indikator für eine krankhafte Veränderung, die einer Behandlung bedarf.

Eine erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen kann in einer mangelhaften Auszählung durch das Laborpersonal, in einer akuten Infektion (der Körper kämpft gegen die krankmachenden Eindringlinge) oder in einer ernsten Erkrankung begründet sein. Um diese Unsicherheiten einzugrenzen, wird ein Arzt ergänzende Untersuchungsmethoden vornehmen bzw. anwenden.

Damit aber die Blutanalyse keine verfälschten Werte ergibt, die der Patient selbst verursacht hat, sind bestimmte Verhaltensregeln vor der Blutentnahme einzuhalten So darf der Patient grundsätzlich 12, besser 14 Stunden vor der Blutentnahme keine Nahrung mehr aufnehmen ("nüchtern" bedeutet in diesem Zusammenhang nichts essen, kein Koffein, kein Nikotin und möglichst nur Wasser trinken) oder bei der Bestimmung der Triglyceride 24 Stunden vorher keine größeren körperlichen Arbeiten verrichten. Ebenso sollte bei Bestimmung des PSA-Wertes der männliche Patient nicht mit dem Fahrrad zur Blutentnahme erscheinen, da es durch die Sattelreizung zu nicht krankheitsbedingten erhöhten Werten kommen kann. Ähnlich erhöhte Werte sind bei sexuellem Verkehr in einem bestimmten Zeitraum vor der PSA-Bestimmung zu erwarten. Je nach dem, welche Werte bestimmt werden sollen, wird der Arzt bei einem Vorgespräch entsprechende Verhaltensregeln geben.

Grundsätzlich wird für die normalen Analysen aus der Vene entnommenes Blut verwendet, das mit dem Gerinnungshemmer EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) behandelt wird.

Ergänzend oder als einzelne diagnostische Maßnahme kann auch eine Urinuntersuchung erforderlich sein sein.

 

mmol/l (sprich: Millimol pro Liter) = SI-Einheit mol = Molekulargewicht.
U   = Units (Maßzahl für die Enzymaktivität)
IU  = International Units, gleichzusetzen mit IE = Internationale Einheiten
dl  = Deziliter (1 zehntel Liter = 100 cm3)
ml = Milliliter ( 1 tausendstel Liter = 1 cm3)
µl  = Mikroliter (1 millionstel Liter = 1 mm3)
fl
   = Femtoliter (1 billiardstel Liter = 1µm3)
ng
= Nanogramm (1 milliardstel Gramm = 10-9)
pg
= Pikogramm (1 billionstel Gramm = 10-12)
fl   = Femtoliter (1 billiardstel Liter = 10-15)
♂  = Symbol für männlich
♀  = Symbol für weiblich

 

Kleines Blutbild (BBKL oder KBB)
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
ERY, RBC

(red blood cells)

Erythrozyten

[Das sind die roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff im Körper transportieren.
Zu hohe oder zu niedrige Werte haben vielfältige Ursachen]

Millionen pro Mikroliter (µl) 3,8 - 5,4 4,4 - 5,9
HAEK, Hk, HCT, HKT Hämatokrit

[Prozentualer Anteil fester Blutbestandteile am Gesamtblut. Ein hoher Wert ist ein Indiz für zähflüssiges Blut]

% 37 - 48 40 - 52
HB, HGB Hämoglobin (roter Blutfarbstoff)

[Niedrige Werte sind ein Indiz für Eisenmangel, Blutverlust oder Blutbildungsstörungen]

Gramm pro Deziliter (g/dl) 12 - 16 13 - 18
MCH (HbE) Mittleres corpuskuläres Hämoglobin

[Wert dient der Anämieabklärung]

Pikogramm (pg) 28 - 34 28 - 34
MCV Mittleres corpuskuläres Volumen

[Dieser Wert ist bei Eisenmangel erniedrigt. Der Wert ist auch zur Bestimmung der Auslösung einer Anämie erforderlich]

Femtoliter (fl) 82 - 98 82 - 98
MCHC Mittlere corpuskuläre Hb-Conzentration Gramm pro Deziliter (g/dl) 30 - 36 30 - 36
LEUK, WBC (white blood cells) Leukozyten (weiße Blutkörperchen)

[Wert ist u. a. erhöht, wenn der Körper mit der Abwehr von Krankheitserregen beschäftigt ist]

Mikroliter (µl) 4.000 -11.000 4.000 -10.000
THRO, PLT,
Thrombo
Thrombozyten (Blutplättchen) Mikroliter (µl) 150.000-400.000 150.000-400.000
EVB,
RDW
(red cell distribution width)
Erythrozytenver-
teilungsweite
% 11,5 - 14,5 11,5 - 14,5

 

Differentialblutbild (DIF oder DBB – Untergruppen der Leukozyten)

Hinweis! Das große Blutbild (BBGR) setzt sich aus dem kleinen Blutbild (BBKL) und dem Differentialblutbild (DIF) zusammen.

Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
BAS, Baso Basophile Granulozyten % der LEUK 0 - 1 0 - 1
EOS Eosinophile Granulozyten % der LEUK 1 - 4 1 - 4
LYM, Lymph Lymphozyten % der LEUK 20 - 50 20 - 50
Neut neutrophile stabkernige Granulozyten % der LEUK 3 - 5 3 - 5
MON, Mono Monozyten % der LEUK 3 - 8  3 - 8
NEU, NEUTRO neutrophile segmentkernige Granulozyten % der LEUK 50 - 70 50 - 70
LUC (engl.: large unstained cells) Durch Zählung und Färbung nicht eindeutig zuzuordnende Zellen % der LEUK    

 

Blutgerinnungs-Status
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
RETI Retikulozyten (Vorstufe der roten Blutkörperchen) in ‰ der Ery 7 - 15 7 - 15
PTT Partielle Thromboplastinzeit Sekunden 20 - 38 20 - 38
PTZ Plasmathrombinzeit Sekunden 20 - 38 20 - 38
TPZ, PT Thromboplastinzeit (Quick-Wert) % 70 - 120
(Ø 100)
70 - 120
(Ø 100)
INR International Normalized Ratio(Blutgerinnungswert) kleiner Wert = kurze Gerinnungszeit.
hoher Wert = lange Gerinnungszeit.
1,0 1,0
Zielbereich von 2,0 bis 3,0
bei tiefer Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Vorhofflimmern
AT3 Antithrombin III mg/dl 15 - 39 15 - 39
Fbg Fibrinogen mg/dl 150 - 450 150 - 450

 

Klinische Chemie (Enzyme, Elektrolyte, Spurenelemente)
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
HbA1c,
GHb
Glyko-Hämoglobin

[Ein Maß für die mittleren Blutzuckerwerte der letzten 2 bis 3 Monate. Wert ist bei schlecht eingestelltem Diabetes zu hoch]

in % des Gesamt-Hb

6,0 % ≘ 42 mmol/mol Hb
6,5 % ≘ 48 mmol/mol Hb
7,0 % ≘ 53 mmol/mol Hb
7,5 % ≘ 58 mmol/mol Hb
8,0 % ≘ 64 mmol/mol Hb
11,0 % ≘ 97 mmol/mol Hb

IFFC-Referenzwert
20 - 42 mmol/mol.

Diabetes mellitus bei Erstdiagnose:
 > 5,7 % (39 mmol/mol Hb): ausgeschlossen.
≧ 6,5 % (48 mmol/mol Hb):
 positive Diagnose
BZ,
BLZS,
GLUC
Glukose (Blutzucker)
Grenzbereich: 100-125 mg/dl (5,6-6,9 mmol/l).
≧ 126 mg/dl (≧ 7 mmol/l): Diabetes wahrscheinlich, Testwiederholung.
≧ 200 mg/dl (≧ 11,1 mmol/l): Diabetes diagnostiziert.

mg/dl
(mmol/l)

Umrechnung:

mg/dl : 18 = mmol/l

 
80-100
(4,4-5,6)
 
80-100
(4,4-5,6)
KREA Kreatinin

[Hoher Wert zeigt mögliche Nierenschädigung an]

mg/dl
(µmol/l)
< 1,1
(< 97)
< 1,3
(< 115)

Schweregrade der Nierenschädigung gemäß KDOQI-Empfehlung:

Stadium I    GFR   > 90 Nierenerkrankung mit normaler GFR (glomeruläre Filtrationsrate)
Stadium II   GFR 60-89 Nierenerkrankung mit milder Funktionseinschränkung
Stadium III  GFR 30-59 mittelgradige Niereninsuffizienz
Stadium IV GFR 15-29 hochgradige (schwere) Niereninsuffizienz
Stadium V  GFR   < 15 Nierenversagen

Gesamt-CK,
CK
CPK
Kreatinkinase,
Kreatinphosphokinase

[Hoher Wert bestätigt die Diagnose Herzinfarkt und dient der weiteren Verlaufskontrolle]

U/l < 145 < 170
c-TnT kardiales Troponin T

[ein geschädigter Herzmuskel verursacht einen Tropinanstieg im Blut]

ng/ml (≘ µg/l) < 0,1 < 0,1
Chol Gesamtcholesterin mg/dl (ideal < 200)
(mmol/l - ideal < 5,2)
30 J. 150 - 240
(30 J. 3,9 - 6,2)

60 J. 195 - 275
(60 J. 5,0 - 7,1)

30 J. 150 - 220
(30 J. 3,9 - 6,2)

60 J. 175 - 240
(60 J. 4,5 - 6,2)

HDL,
HDLC
HDL-Cholesterin ("gutes Chol")

[Hohe Werte ab 60 mg/dl (>1,6 mmol/l) bewirken ein Sinken des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos]

mg/dl
(mmol/l)
> 40
(>1,0)
> 40
(>1,0)
LDL,
LDLC
LDL-Cholesterin ("schlechtes Chol")
Risikobereich:
> 175 mg/dl (> 4,5 mmol/l)

[Hohe Werte bewirken Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden und verengen diese]

mg/dl
(mmol/l)
< 155
(< 4,0)
< 155
(< 4,0)
LHQ
L-H-Q
Aussagefähiger als der Gesamtcholesterinwert ist das Verhältnis von LDL zu HDL-Cholesterin
(L-H-Quotient).


LDL-Wert »  HDL-Wert »

  Quotient »

Quotient bis 2,9       = anzustrebender Wert
Quotient       3 - 3,9 = bedingt akzeptabler Wert
Quotient       4 - 4,9 = verstärktes Risiko
Quotient       5 - 5,9 = hohes Risiko
Quotient ab  6         = sehr hohes Risiko

 

Hinweis! Mit der Friedewald-Formel wird standardmäßig in den Labors der aufwändig zu ermittelnde LDL-Cholesterinwert anhand der vorhandenen Messwerte aus Gesamt-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceride rechnerisch ermittelt. Ein aussagefähiger Schätzwert ist allerdings nur bei Triglyceridwerten von unter 400 mg/dl (< 4,6 mmol/l) möglich. Außerdem darf keine Chylomikronämie vorliegen.

LDL-Cholesterin = Gesamtcholesterin – HDL-Cholesterin – (Triglyceridwert : 5)   Werte in mg/dl

TRIG (NTFE) Triglyzeride (Neutralfette)
Risikobereich: > 250 mg/dl (> 2,9 mmol/l)

[Erhöhte Werte liegen bei einer Fettstoffwechselstörung vor. Übergewicht!]

mg/dl
(mmol/l)
< 150
(< 1,7)
< 150
(< 1,7)
Lp(a) Lipoprotein(a) mg/dl < 30 < 30
AAT
AST
ASAT

(GOT)
Aspartat-Aminotransferase
(Glutamat-Oxalacetat-Transaminase)

[Erhöhte Werte bei Erkrankungen der Leber, Skelettmuskulatur, beim Herzinfarkt, bei Vergiftungen, akuter Blutunterversorgung]

U/l  (U = Unit) 10 - 35 10 - 50
ALT, ALAT
(GPT)
Alanin-Aminotransferase
Glutamat-Pyruvat-Transaminase

[Erhöhte Werte deuten vor allem auf Lebererkrankungen hin.
Eine Untersuchung auf Hepatitis-B und -C-Viren sollte folgen.]

U/l 10 - 35 10 - 50
g-GT,
GGT, GAGT
gamma-Glutamyltransferase

[Hinweis auf Leber-/Gallengangerkrankung]

U/l < 39 < 66
TBIL Totales Bilirubin (auch: Gesamtbilirubin)

[erhöht u. a. bei Folsäuremangel, Hepatitis, Leberzirrhose, Lebertumoren, Vergiftungen]

mg/dl
(µmol/l)
0,1 - 1,2 mg/dl
(2 - 21µmol/l)
0,1 - 1,2 mg/dl
(2 - 21 µmol/l)
AP,
ALP
ALKP
Alkalische Phosphatase

[Hinweis auf Erkrankung des Skeletts, Muskeln, Leber, Gallengänge, Schilddrüse]

U/l 35 - 104  40 - 129
SP Saure Phosphatase U/l 3 - 14 3 - 14
AMYL Amylase

[Wert ist bei einer Bauchspeicheldrüsen
entzündung erhöht]

U/l < 110 < 110
LIP Lipase

[Wert ist bei einer Bauchspeicheldrüsen
entzündung erhöht]

U/l 13 - 60 13 - 60
LDH Laktat-Dehydrogenase

[Erhöhte Werte geben Hinweise auf Zell- oder Organschädigungen unterschiedlicher Art]

U/l < 245 < 245
MYO Myoglobin

[Dient zur Diagnose eines Herzinfarktes und dessen weitere Verlaufskontrolle]

mg/l < 35  55
HSR,
HS
Harnsäure

[Erhöhte Werte deuten auf Nierenfunk-
tionsstörungen hin. Hohe Werte können Gichtanfälle zufolge haben]

mg/dl 2 - 6 3 - 7
HST Harnstoff mg/dl 15 - 45 17 - 50
GESE Protein (Gesamteiweiß) g/dl 6,1 - 8,5 6,1 - 8,5
Trf Transferrin mg/dl 200 - 400 200 - 400
Fe Eisen (Ferrum) µg/dl 50 - 170 65 - 180
Cl, CHL Chlorid mmol/l 95 - 108 95 - 108
Ca Kalzium mmol/l 2,0 - 2,8 2,0 - 2,8
K, KALI Kalium mmol/l 3,5 - 5,4 3,5 - 5,4
Mg Magnesium mmol/l 0,7 - 1,0 0,7 - 1,0
Na Natrium mmol/l 130 - 150 130 - 150
P, PHOS Phosphat mmol/l 0,81 - 1,60 0,81 - 1,60

 

Schilddrüsen-Status
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
TSH Thyreotropin - Referenzbereich mU/l 0,4 - 2,5 0,4 - 2,5
TSH Thyreotropin - Warnbereich mU/l 2,6 - 4,2 2,6 - 4,2
T3 (fT3) Trijodthyronin (freies T3) ng/l
(pmol/l)
2,3 - 4,2
(3,9 - 6,5)
2,3 - 4,2
(3,9 - 6,5)
T4 (fT4) Thyroxin (freies T4) ng/l
(pmol/l)
8,9 - 17,6
(13,7 - 27,1)
8,9 - 17,6
(13,7 - 27,1)

 

Rheuma-Status
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
ASL,
ASO
Antistreptolysin O

[Wert ist bei Streptokokkeninfektionen erhöht]

IU/ml < 200 < 200
CRP C-reaktives Protein

[Hinweis auf eine entzündliche Erkrankung, Rheuma, Tumorerkrankung. Hohe CRP-Konzentrationen erhöhen das Herzinfarktrisiko]

mg/dl < 0,8 < 0,8
RF Rheumafaktor

[Wert ist bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen erhöht. Diagnosebestätigung erfordert weiteren Untersuchungen]

IU/ml < 30 < 30

 

Immunglobuline
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
IgA, IMGA Immunglobuline-A

[wirksam u. a. bei Autoimmunerkrankungen, Schleimhautinfektionen, Zöliakie]

mg/dl 70 - 400 70 - 400
IgE, IMGE Immunglobuline-E

[wirksam u. a. bei allergischen Reaktionen, Asthma, Hautkrankheiten, Neurodermitis, Parasitenbefall]

IgE-Klassen EIA (Enzymimmunoassays)

Klasse 0: 0 < 0,35 kU/l: kein spezifisches IgE im Blut vorhanden (negativ)
Klasse 1: 0,35 – 0,69 kU/l geringe Mengen an spezifischem IgE nachweisbar
Klasse 2: 0,7 – 3,4 kU/l mäßige Konzentration an spezifischem IgE
Klasse 3: 3,5 – 17,4 kU/l größere Mengen an spezifisches IgE nachweisbar
Klasse 4: 17,5 – 49 kU/l  "
Klasse 5: 50 – 100 kU/l   "
Klasse 6: > 100 kU/l       "

IU/ml



kU/l
(kilo-Units pro Liter)
< 100 < 100
IgG, IMGG Immunglobuline-G

[wirksam u. a. bei Autoimmunerkrankungen, Tumoren, bakteriellen Infektionen]

mg/dl 700 - 1600 700 - 1600
IgM, IMGM Immunglobuline-M

[wirksam bei der Abwehr von Viren und tropischen Parasiten]

mg/dl 40 - 280 40 - 230

 

Protein-Elektrophorese
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
ALB, ELALS Albumin
(Elektrophorese, Albumin im Serum)

[Hinweis auf Nierenstörung, Mangelernährung, Leberzirrhose]

% des Blutserums 55 - 68 55 - 68
α-1-Globulin alpha-1-Globuline % des Blutserums 2 - 5 2 - 5
α-2-Globulin alpha-2-Globuline % des Blutserums 7 - 11 7 - 11
β-Globulin beta-Globulin % des Blutserums 7 - 13 7 - 13
γ-Globulin gamma-Globulin % des Blutserums 10 - 22 10 - 22

 

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
BSG, BSR, BKS Senkungsgeschwindigkeit Gesamt

[Hinweis auf entzündliche Vorgänge im Körper]

Millimeter pro Stunde (mm/h)  < 50 J.   < 20
> 50 J.   < 30
 < 50 J.   < 15
> 50 J.   < 20

 

Blutsauerstoff
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
pO2 Blutsauerstoff (Blutentnahme Ohrläppchen) mmHg   65 - 100   65 - 100
SpO2 (HbO2) Sauerstoffsättigung % 92 - 98 92 - 98

 

Tumor-Marker (Krebs-Marker)
Abkürzung Blutbestandteil Maßeinheit Frauen Männer
CEA carcinoembryonales Antigen ng/ml, µg/l < 4,6 < 4,6
NPM22 Nuclear Matrix Protein 22 U/ml   < 6 = negativ
> 10 = positiv
  < 6 = negativ
> 10 = positiv
NSE Neuronenspezifische Enolase

[Wert gibt Hinweise bei der Früherkennung von Hodenkrebs, Lungenkrebs, Krebs im Verdauungstrakt]

ng/ml, µg/l 12,5 12,5
PSA Prostata-spezifische Antigen

[Wert gibt Hinweise bei der Früherkennung von Prostatakrebs]

ng/ml, µg/l ♂   >4 ng/ml = Abklärungsbedarf
♂ >10 ng/ml = Verdacht auf das Vorliegen eines bösartigen Prostatatumors.
SCC squamous cell carcinoma antigen ng/ml, µg/l < 2 -
TPA tissue polypeptid antigen U/l < 95 < 95

 

 

Hinweis! Da unter den Laboren unterschiedliche Brandbreiten bei den Referenzwerten bestehen, unter anderem auch aufgrund unterschiedlicher Messmethoden, sind alle Angaben ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit (z. B. keine Angaben zu Untergruppen, Hormonen oder Tumormarkern).
Der Normal- und Referenzbereich wird definiert als der Blutwert, der bei 95 % der Gesunden vorliegt.
Im Übrigen kann ein Arzt im Rahmen seiner Therapie individuelle Zielwerte anstreben. Bestehen beispielsweise schon Gefäßerkrankungen, so wird voraussichtlich ein HDL-Cholesterinwert von > 40 mg/dl angestrebt.

 

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Alle Hinweise auf dieser Seite dienen nur der allgemeinen Information und nicht der Selbstdiagnose, geben keine Therapieempfehlungen und ersetzen keinen Arztbesuch!