CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

BLUTWERTE - LABORWERTE

Das Blut ist für einen Arzt ein ganz besonderer Saft, pflegte schon Mephisto in Goethes Faust zu sagen. Um bei akuten oder chronischen Beschwerden eine Diagnose stellen zu können bzw. einen Krankheitsverlauf beurteilen zu können, liefern ihm neben vielen anderen diagnostischen Untersuchungsmethoden die im Blut enthaltenen Bestandteile besonders wertvolle Informationen zur Orientierung. Es muss allerdings betont werden, dass eine Blutuntersuchung eine Momentaufnahme ist und bei Abweichungen nach oben oder unten vom so genannten Referenzwert eine Kontrolluntersuchung in Betracht gezogen werden sollte. Wenn beispielsweise ein Harnsäurewert auch bei einer Kontrolluntersuchung den Blut-Referenzwert überschreitet, ist dieses ein Indikator für eine krankhafte Veränderung, die einer Behandlung bedarf.

Eine erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen kann in einer akuten Infektion (der Körper kämpft gegen die krankmachenden Eindringlinge) oder in einer ernsten Erkrankung begründet sein. Um diese Unsicherheiten einzugrenzen, wird ein Arzt ergänzende Untersuchungsmethoden vornehmen bzw. anwenden.

Damit aber die Blutanalyse keine verfälschten Werte ergibt, die der Patient selbst verursacht hat, sind bestimmte Verhaltensregeln vor der Blutentnahme einzuhalten. So darf der Patient grundsätzlich 12, besser 14 Stunden vor der Blutentnahme keine Nahrung mehr aufnehmen ("nüchtern" bedeutet in diesem Zusammenhang nichts essen, kein Koffein, kein Nikotin und möglichst nur Leitungswasser trinken) oder bei der Bestimmung der Triglyceride 24 Stunden vorher keine größeren körperlichen Arbeiten verrichten. Ebenso sollte bei Bestimmung des PSA-Wertes der männliche Patient nicht mit dem Fahrrad zur Blutentnahme erscheinen, da es durch die Sattelreizung zu nicht krankheitsbedingten erhöhten Werten kommen kann. Ähnlich erhöhte Werte sind bei sexuellem Verkehr in einem bestimmten Zeitraum vor der PSA-Bestimmung zu erwarten. Je nach dem, welche Werte bestimmt werden sollen, wird der Arzt bei einem Vorgespräch entsprechende Verhaltensregeln geben. So kann es auch erforderlich sein, dass mehrere Tage vor der Blutentnahme bestimme Medikamente nicht mehr eingenommen werden dürfen, um den zu bestimmenden Blutwert nicht zu verfälschen.

Grundsätzlich wird für die normalen Analysen aus der Vene entnommenes Blut verwendet, das mit dem Gerinnungshemmer EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) behandelt wird. Die farbcodierten Blutentnahmeröhrchen müssen wegen den enthaltenen Zusätzen in einer vorgeschriebenen Reihenfolgen verwendet werden.

Ergänzend oder als einzelne diagnostische Maßnahme kann auch eine Urinuntersuchung erforderlich sein sein.

mmol/l (sprich: Millimol pro Liter) = SI-Einheit mol = Molekulargewicht.
U   = Units (Maßzahl für die Enzymaktivität)
IU  = International Units, gleichzusetzen mit IE = Internationale Einheiten
dl  = Deziliter (1 zehntel Liter = 100 cm³)
ml = Milliliter (1 tausendstel Liter = 1 cm³)
µl  = Mikroliter (1 millionstel Liter = 1 mm³)
fl   = Femtoliter (1 billiardstel Liter = 1µm³)
ng = Nanogramm (1 milliardstel Gramm = 10-9)
pg = Pikogramm (1 billionstel Gramm = 10-12)
♂  = Symbol für männlich; ♀  = Symbol für weiblich
BAT Biologischer Arbeitsstoff-Toleranzwert (BAT-Wert)

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Kleines Blutbild (BBKL oder KBB)
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauenMänner

ERY, RBC

(red blood cells) Erythrozyten

[Das sind die roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff im Körper transportieren.
Zu hohe oder zu niedrige Werte haben vielfältige Ursachen]

3.800.000 - 5.400.000 µl4.400.000 - 5.900.000 µl

HAEK, Hk, HCT, HKT

Hämatokrit

[Prozentualer Anteil fester Blutbestandteile am Gesamtblut. Ein hoher Wert ist ein Indiz für zähflüssiges, dickes Blut]

37 - 48 %40 - 52 %

HB, HGB

Hämoglobin (roter Blutfarbstoff)

[Niedrige Werte sind ein Indiz für Eisenmangel, Blutverlust oder Blutbildungsstörungen. Die WHO definiert eine Anämie (Blutarmut) durch einen Hämoglobinwert von < 12 g/dl ♀ und < 13 g/dl ♂]

12 - 16 g/dl13 - 18g/dl

MCH

(HbE)Mittleres corpuskuläres Hämoglobin

[Wert dient der Anämieabklärung]

28 - 34 pg28 - 34 pg

HX, HPX

Hämopexin

[niedriger Hämopexinspiegel bei stark vermehrten Blutabbau]

50 - 115 mg/dl50 - 115 mg/dl

MCV

Mittleres corpuskuläres Volumen

[Dieser Wert ist bei Eisenmangel erniedrigt. Der Wert ist auch zur Bestimmung der Auslösung einer Anämie erforderlich]

82 - 98 fl82 - 98 fl

MCHC

Mittlere corpuskuläre Hb-Conzentration
30 - 36 g/dl30 - 36 g/dl

LEUK, WBC

(white blood cells)Leukozyten (weiße Blutkörperchen, die "Gesundheitspolizisten")

[Wert ist u. a. erhöht, wenn der Körper mit der Abwehr von Krankheitserregen beschäftigt ist]

4.000 - 11.000 µl4.000 - 10.000 µl

THRO, PLT, Thrombo

Thrombozyten (Blutplättchen)
[wichtige Funktion bei der Blutgerinnung]
150.000 - 400.000 µl150.000 - 400.000 µl

MTV, MPV

mittleres Thrombozytenvolumen

[Aufschluss über Störungen der Thrombo-Form/-Anzahl]

7 - 12 fl7 - 12 fl

EVB, RDW

Erythrozytenverteilungsweite

[erhöhte Werte sind Hinweis auf eine Änämie]

11,5 - 14,5 %11,5 - 14,5 %

RETI

Retikulozyten (Vorstufe der roten Blutkörperchen)
0,7 - 1,5 % der ERY0,7 - 1,5 % der ERY

RETI-Hb

Hämoglobin in Retikulozyten [Beurteilung von Anämien]
28 - 35 pg28 - 35 pg

 

Differentialblutbild (DIF oder DBB – Untergruppen der Leukozyten)

Hinweis! Das große Blutbild (BBGR) setzt sich aus dem kleinen Blutbild (BBKL) und dem Differentialblutbild (DIF) zusammen.

Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauen/Männer

BAS, Baso

Basophile Granulozyten
0 - 1 % der LEUK

EOS

Eosinophile Granulozyten
1 - 4 % der LEUK

LYM, Lymph

Lymphozyten
20 - 50 % der LEUK

Neut

neutrophile stabkernige Granulozyten
3 - 5 % der LEUK

MON, Mono

Monozyten
3 - 8 % der LEUK

NEU, NEUTRO

neutrophile segmentkernige Granulozyten
50 - 70 % der LEUK

LUC

(large unstained cells) Durch Zählung und Färbung nicht eindeutig zuzuordnende Zellen
X % der LEUK

MXD

Summe aus: Basophile, Eosinophile, Monozyten.
 4 - 13 % der LEUK

 

Blutgerinnungs-Status
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauen/Männer
APC-Resistenz
aktiviertes Protein C
[familiäre oder wiederholte Thromboseneigung]
Bei bestätigter APC-Resistenz wird der Arzt Verhaltenstherapien besprechen, die ein Thromboserisiko vermindern helfen. Z. B.  Einnahme gerinnungshemmender Medikamente, Tragen von Kompressionsstrümpfen, nicht mehr rauchen.
Ratio> 2,9

PTT

Partielle Thromboplastinzeit
20 - 38 Sekunden

PTZ

Plasmathrombinzeit
20 - 38 Sekunden

TPZ, PT

Thromboplastinzeit (Quick-Wert)
Hinweis! Quick-Wert 100 % entspricht INR-Wert 1
70 - 120 %
(Ø 100 %)

INR

International Normalized Ratio (Blutgerinnungswert)
[Zum Schutz vor Embolien werden INR-Werte  > 1 angestrebt,die jedoch auch mit einer erhöhten Blutungsneigung einhergehen]
1,0
(Zielbereich von 2,0 bis 3,0
bei tiefer Beinvenenthrombose,
Lungenembolie, Vorhofflimmern)
kleiner Wert = kurze Gerinnungszeit;
hoher Wert = lange Gerinnungszeit.

AT3

Antithrombin III
15 - 39 mg/dl

Fbg

Fibrinogen
150 - 450 mg/dl

 

Klinische Chemie (Enzyme, Elektrolyte, Spurenelemente)
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauenMänner
ACE
Angiotensin Converting Enzym
[Wird zur Diagnose und Verlaufskontrolle bei granulomatösen Lungenerkrankungen, vorwiegend bei Sarkoidose (knötchenförmige Gewebeneubildungen), bestimmt]
10 - 70 U/l10 - 70 U/l

HbA1c, GHb

Glyko-Hämoglobin

[Ein Maß für die mittleren Blutzuckerwerte der letzten 2 bis 3 Monate. Wert ist bei schlecht eingestelltem Diabetes zu hoch]

IFFC-Referenzwert
 20 -42 mmol/mol.

Diabetes mellitus bei Erstdiagnose:
 < 5,7 % (39 mmol/mol Hb): ausgeschlossen.
≧ 6,5 % (48 mmol/mol Hb): positive Diagnose

in % des Gesamt-Hb

6,0 % ≘ 42 mmol/mol Hb
6,5 % ≘ 48 mmol/mol Hb
7,0 % ≘ 53 mmol/mol Hb
7,5 % ≘ 58 mmol/mol Hb
8,0 % ≘ 64 mmol/mol Hb
11,0 % ≘ 97 mmol/mol Hb

BZ, BLZS, GLUC, GLUV

Glukose (Blutzucker) im venösen Plasma
Grenzbereich: 100-125 mg/dl (5,6-6,9 mmol/l).
≧ 126 mg/dl (≧ 7 mmol/l): Diabetes wahrscheinlich, Testwiederholung.
≧ 200 mg/dl (≧ 11,1 mmol/l): Diabetes diagnostiziert.
 80 - 100 mg/dl
(4,4 - 5,6 mmol/l)

Umrechnung:

mg/dl : 18 = mmol/l

 80 - 100 mg/dl
(4,4 - 5,6 mmol/l)

Umrechnung:

mg/dl : 18 = mmol/l

KREA

Kreatinun (Kreatinin, Creatinin)

[Hoher Wert zeigt eine mögliche Nierenschädigung an. DerKreatininwert ist auch nach einer Impfung in die Muskulatur erhöht.

Niedrige Werte beiSchwangerschaft, Typ1 Diabetes mellitus, Muskelerkrankungen, Verminderung der Muskelmasse]

0,5 - 0,9 mg/dl
(44 - 80 µmol/l)
0,5 - 1,1 mg/dl
(44 - 97 µmol/l)

Gesamt-CK, CK, CPK

Kreatinkinase, Kreatinphosphokinase

[Herzspezifischer Biomarker. Ein hoher Wert bestätigt die Diagnose Herzinfarkt und dient der weiteren Verlaufskontrolle.Erhöhte Werte auch bei bestehenden Skelettmuskelschäden]

< 145 U/l< 170 U/l

CK-MB

Kreatinkinase-Muscle-Brain

[Gibt Aufschluss über die Schwere einer Herzmuskelschädigung]

< 6 % der Geamt-CK
< 25 U/l
< 6 % der Geamt-CK
< 25 U/l

cTnT

kardiales Troponin T hs

[ein geschädigter Herzmuskel verursacht einen Tropinanstieg im Blut]

< 0,014 ng/ml
(<14 pg/ml)
< 0,014 ng/ml
(<14 pg/ml)

Chol

Gesamtcholesterin
ideal < 200 mg/dl
grenzwertig erhöht 200 - 239 mg/dl
hoch > 239 mg/dl

HDL, HDLC

HDL-Cholesterin ("gutes Chol")

[Hohe Werte ab 60 mg/dl (>1,6 mmol/l) bewirken ein Sinken des Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos]

niedrig < 40mg/dl
normal ≥ 40 mg/dl

LDL, LDLC

LDL-Cholesterin ("schlechtes Chol")

[Hohe Werte bewirken Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden und verengen diese]mg/dl

> 175 mg/dl Risikobereich
< 155 mg/dl
< 130 mg/dl ab 2 Risikofaktoren
< 100 mg/dl bei KHK und/oder Diabetis

TRIG (NTFE)

Triglyzeride (Neutralfette)
Risikobereich: > 250 mg/dl (> 2,9 mmol/l)

[Erhöhte Werte liegen bei einer Fettstoffwechselstörung vor. Übergewicht!]

< 150 mg/dl
(< 1,7 mmol/l)
< 150 mg/dl
(< 1,7 mmol/l)

Lp(a)

Lipoprotein(a)
< 30 mg/dl< 30 mg/dl
Q10 (Coenzym Q10, Ubiquinon)
[Bei Einnahme von cholesterinsenkenden Statinen oder L-Dopa (bei Parkinson) nimmt die körpereigene Q10-Bildung ab und sollte ggf. durch zusätzliche Q10-Einnahme ausgeglichen werden. Der zellschützende Q10-Spiegel nimmt auch mit zunehmenden Alter deutlcih ab.]
 0,5 - 1,5 mg/l
(Cholesterin-korrigiertes Q10:
> 0,2 μmol/mmol)
 0,5 - 1,5 mg/l
(Cholesterin-korrigiertes Q10:
> 0,2 μmol/mmol)

AAT, AST, ASAT, (GOT)

Aspartat-Aminotransferase (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase)

[Erhöhte Werte bei Erkrankungen der Leber, Gallenwege, Skelettmuskulatur, beim frischen Herzinfarkt, bei Vergiftungen, akuter Blutunterversorgung]

10 - 35 U/l10 - 50 U/l

ALT, ALAT, (GPT)

Alanin-Aminotransferase, Glutamat-Pyruvat-Transaminase

[Erhöhte Werte deuten vor allem auf Lebererkrankungen hin.
Eine Untersuchung auf Hepatitis-B und -C-Viren sollte folgen.]

10 - 35 U/l10 - 50 U/l
CHE
Cholinesterase
[Erhöhte Werte bei Diabetesitus, Nierenfunktions- störungen, Fettleber, koronaren Herzkrankheiten,
Erniedrigte Werte bei Lebertumoren, Leberzirrhose, Insektizidvergiftung, Hepatitis, Leukämie]
 3,6 - 12,5 kU/l4,5 -11,7 kU/l

g-GT, GGT, GAGT

gamma-Glutamyltransferase

[Hinweis auf Leber-/Gallengangerkrankung]

< 39 U/l< 66 U/l

TBIL

Totales Bilirubin (auch: Gesamtbilirubin)

[erhöht u. a. bei Folsäuremangel, Hepatitis, Leberzirrhose, Lebertumoren, Vergiftungen.

Hinweis! Dunkelfärbung des Urins]

0,1 - 1,2 mg/dl
(2 - 21 µmol/l)
0,1 - 1,2 mg/dl
(2 - 21 µmol/l)

AP, ALP ALKP

Alkalische Phosphatase

[Hinweis auf Erkrankung des Skeletts, Knochenmetastasen, Muskeln, Leber, Gallengänge, Schilddrüse]

35 - 104 U/l 40 - 129 U/l

SP

Saure Phosphatase
3 - 14 U/l3 - 14 U/l

AMYL

Amylase

[Wert ist bei einer Bauchspeicheldrüsen entzündung erhöht]

< 110 U/l< 110 U/l

LIP

Lipase

[Wert ist bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung erhöht]

13 - 60 U/l13 - 60 U/l

LDH

Laktat-Dehydrogenase

[Erhöhte Werte geben Hinweise auf Zell- oder Organschädigungen unterschiedlicher Art]

< 245 U/l< 245 U/l

MYO

Myoglobin

[Dient zur Diagnose eines Herzinfarktes und dessen weitere Verlaufskontrolle]

< 35 mg/l 55 mg/l

HSR, HS

Harnsäure

[Erhöhte Werte deuten auf Nierenfunktionsstörungen hin. Hohe Werte können Gichtanfälle zufolge haben]

2 - 6 mg/dl3 - 7 mg/dl

HST

Harnstoff
[Verlaufskontrolle einer Niereninsuffizienz]
15 - 45 mg/dl17 - 50 mg/dl

GESE

Protein (Gesamteiweiß)
6,1 - 8,5 g/dl6,1 - 8,5 g/dl

Trf

Transferrin
200 - 400 mg/dl200 - 400 mg/dl
form oninput="psaq.value = (fpsa.value*100 /psa.value) .toFixed(0)" CH-50
Gesamthämolytische Komplementaktivität
[Verdacht auf Autoimmunerkankungen]
32 - 58 U/ml32 - 58 U/ml

Al

Aluminium
[Al steht in Verdacht, an der Alzheimer-Krankheit beteigt zu sein]
0,3 - 7,5 μg/l0,3 - 7,5 μg/l

Fe

(Eisen lat.: ferrum)
[Ferrum ist das im Blutserum befindliche Eisen]
 23 - 165 µg/dl35 - 168 µg/dl

FT

Ferritin (Eisen lat.: ferrum)
[Ferritin ist der gespeicherte Eisenvorrat]
13 - 651 µg/dl 4 - 665 µg/dl

Cl, CHL

Chlorid
95 - 108 mmol/l95 - 108 mmol/l

Ca

Kalzium
2,0 - 2,8 mmol/l2,0 - 2,8 mmol/l
Cr
Chrom
< 3 µg/l< 3 µg/l
Cu
Kupfer
65 - 165 µg/dl65 - 165 µg/dl

K, KALI

Kalium
3,6 - 5,0 mmol/l3,6 - 5,0 mmol/l

Mg

Magnesium
0,7 - 1,0 mmol/l0,7 - 1,0 mmol/l
Mn
Mangan
< 3 µg/l< 3 µg/l

Na

Natrium
130 - 150 mmol/l130 - 150 mmol/l
Ni
Nickel
< 1 µg/l< 1 µg/l

P, PHOS

Phosphat
0,81 - 1,60 mmol/l0,81 - 1,60 mmol/l
Zn
Zink
70 - 15070 - 150

 

Schilddrüsen-Status
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauen/Männer

TSH

Thyreotropin
[Bestimmung dient zur frühzeitigen
Erkennung von Schilddrüsenstörungen]
Referenzbereich: 0,4 - 2,5 mU/l
Warnbereich: 2,6 - 4,2 mU/l

T3

(fT3) Trijodthyronin (freies T3)
2,3 - 4,2 ng/l
(3,9 - 6,5 pmol/l)

T4

(fT4) Thyroxin (freies T4)
8,9 - 17,6 ng/l
(13,7 - 27,1 pmol/l)

 

Referenzwerte des Umweltbundesamtes für Metalle im Blut
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauenMänner

Blei (Pb)

[im Vollblut]

(18 - 69 Jahre):
70 μg/l
(3 - 14 Jahre):
35 μg/l
(18 - 69 Jahre):
90 μg/l
(3 - 14 Jahre):
35 μg/l

Cadmium (Cd)

[im Vollblut]

(Nichtraucher)
(18 - 69 Jahre):
1,0 μg/l
(3 - 14 Jahre):
< 0,3  
(Nichtraucher)
(18 - 69 Jahre):
1,0 μg/l
(3 - 14 Jahre):
< 0,3

Quecksilber (Hg)

[im Vollblut]

(Fischkonsum bis
dreimal im Monat)
(18 - 69 Jahre):
2,0 μg/l
(3 - 14 Jahre):
0,8
(Fischkonsum bis
dreimal im Monat)
(18 - 69 Jahre):
2,0 μg/l
(3 - 14 Jahre):
0,85
Quelle: Umweltbundesamt, Referenzwerte (RV95) für Antimon, Arsen und Metalle (Pb, Cd, Ni, Hg, Pt, Tl, U) im Urin oder im Blut, Stand: 01/2012

 

Rheuma-Status
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauen/Männer

ASL, ASO

Antistreptolysin O

[Wert ist bei Streptokokkeninfektionen erhöht]

< 200 IU/ml

CRP

C-reaktives Protein

[Hinweis auf eine entzündliche Erkrankung, Blutvergiftung, Risikoabschätzung arteriosklerotischer Erkrankungen wie z. B. Herzinfarkt ]

< 0,8 mg/dl

hsCRP

high sensitivity (hoch sentitives) CRP

[Dient der Risikoabschätzung von arteriosklerotischen Erkrankungen wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall]

Risikobereiche nach AHA/CDC
 niedriges Risiko < 1 mg/l
 mittleres Risiko 1 - 3 mg/l
 hohes Risiko > 3 mg/l

< 1,0 mg/l

RF

Rheumafaktor

[Wert ist bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen erhöht. Diagnosebestätigung erfordert weiteren Untersuchungen]

< 30 IU/ml

 

Immunglobuline
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauenMänner

IgA, IMGA

Immunglobuline-A

[wirksam u. a. bei Autoimmunerkrankungen, Schleimhautinfektionen, Zöliakie]

70 - 400 mg/dl70 - 400 mg/dl

IgE, IMGE

Immunglobuline-E

[wirksam u. a. bei allergischen Reaktionen, Asthma, Hautkrankheiten, Neurodermitis, Parasitenbefall]


IgE-Klassen EIA (Enzymimmunoassays)
Klasse 0
0 < 0,35 kU/l kein spezifisches IgE im Blut vorhanden (negativ)
Klasse 1
0,35 – 0,69 kU/l geringe Mengen an spezifischem IgE (nachweisbar)
Klasse 2
0,7 – 3,4 kU/l mäßige Konzentration an spezifischem IgE (schwach positiv)
Klasse 3
3,5 – 17,4 kU/l größere Mengen an spezifisches IgE (nachweisbar, positiv)
Klasse 4
17,5 – 49 kU/l (stark positiv)
Klasse 5
50 – 100 kU/l (sehr stark positiv)
Klasse 6
> 100 kU/l (sehr stark positiv)

< 100 IU/ml< 100 IU/ml

IgG, IMGG

Immunglobuline-G

[wirksam u. a. bei Autoimmunerkrankungen, Tumoren, bakteriellen Infektionen, Nahrungsmittelallergien]

700 - 1.600 mg/dl700 - 1.600 mg/dl

IgM, IMGM

Immunglobuline-M

[wirksam bei der Abwehr von Viren und tropischen Parasiten]

40 - 280 mg/dl40 - 230 mg/dl

 

Protein-Elektrophorese
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauen/Männer

ALB, ELALS, Albumin

(Elektrophorese, Albumin im Serum)

[Hinweis auf Nierenstörung, Mangelernährung, Leberzirrhose]

55 - 68 % des Blutserums

α-1-Globulin

alpha-1-Globuline
2 - 5 % des Blutserums

α-2-Globulin

alpha-2-Globuline
7 - 11 % des Blutserums

β-Globulin

beta-Globulin
7 - 13 % des Blutserums

γ-Globulin

gamma-Globulin
10 - 22 % des Blutserums

 

Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauenMänner

BSG, BSR, BKS

Senkungsgeschwindigkeit Gesamt

[Hinweis auf entzündliche Vorgänge im Körper]

 < 50 J.   < 20 mm/h
> 50 J.   < 30 mm/h
 < 50 J.   < 15 mm/h
> 50 J.   < 20 mm/h

 

Blutsauerstoff
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauen/Männer

pO2

Blutsauerstoff (Blutentnahme Ohrläppchen)
  65 - 100 mmHg

SpO2

(HbO2) Sauerstoffsättigung
92 - 98 %

 

Vitamine
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauen/Männer

HCY

Homocystein
[Hohe Werte begünstigen atherosklerotische Gefäßkrankheiten sowie Alzheimer und Parkinson.
Der bestehende Mangel an Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 ist durch Verabreichung dieser Vitamine gut therapierbar]
< 10 µmol/l

Holo-TC

(Holo-Transcobalamin)

Test zur frühen Erkennung eines Vitamin B12-Mangels.
[Eine Mangelzufuhr kann z. B.. zur perniziösen Anämie führen. Ein hohes Risiko besteht bei streng vegetarischer oder veganer Ernährung]
> 35 pmol/l

Vitamin B12 (Cobalamin)

[Mangelerscheinungen bei chronischen Magen-Darm-Erkrankungen sowie streng vegetarischer oder veganer Ernährung]
200 - 1.000 ng/l
(Mangel < 150 ng/l)

Vitamin D3, 25OHD

25-Hydroxy-Vitamin-D (Langzeitwert des Vitamin-D-Spiegels)
[Der 25OHD-Wert wird z. B.. in Zusammenhang mit Erkrankungen an Rachitis, der Schilddrüse, Osteoporose, bei Nierenschwäche, bei Tumoren sowie kardiologischen Erkrankungen erhoben. Im Übrigen haben Studien gezeigt, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel von 10 - 20 ng/ml das Demenzrisiko deutlich erhöht]
optimal
40 - 80 ng/l
(100 - 200 nmol/l)
Vit.-Mangel
< 20 ng/l
(< 50 nmol/l))

 

Tumor-Marker (Krebs-Marker)
Blutwerte Abkürzung/BlutbestandteilFrauenMänner

AFP

Alphafoetoprotein oder α1-Foetoprotein
[AFP wird ab der 4. SSW gebildet. Außerhalb der SS als Tumormarker bei Leber- Eierstock- und Hodentumoren ]
7 - 10 IU/ml7 - 10 IU/ml

CA 15-3

Cancer-Antigen 15-3
< 25 U/ml< 25 U/ml

CA 19-9

Carbohydrat-Antigen 19-9
< 37 U/ml< 37 U/ml

CA 50

Cancer-Antigen 50
< 19 U/ml< 19 U/ml

Ca 72-4

Cancer-Antigen 72-4
< 6 U/ml< 6 U/ml

Ca 125

Cancer-Antigen 125
< 35 U/ml< 35 U/ml

CA 549

Cancer-Antigen 549
< 12 kU/l< 12 kU/l

CYFRA 21-1

Cytokeratinfragment 21-1
< 3 ng/ml< 3 ng/ml

CEA

Carcinoembryonales Antigen
< 6 ng/ml< 6 ng/ml
(gesunde Raucher: bis 6,5 ng/ml)

HCG

humanes Choriongonadotropin
[Wert ist während der Schwangerschaft deutlich erhöht. Erhöhte Werte außerhalb der Schwangerschaft bei Tumoren der Eierstöcke und Hoden]
Nicht Schwangere: < 5 IU/l
Nach der Memopause: < 10 IU/l
< 5 IU/l
hCT
humanes Calcitonin
[Wert wird zur Therapie- und Verlaufskontrolle insbesondere von Schilddrüsenkrebs (C-Zell-Karzinom) bestimmt]
7 ng/l10 ng/l
HE4
Humanes Epididymis Protein 4
[Früherkennung und Verlaufsbeurteilung von Eierstock-, Uterus-, Borderlinekarzinomen]
< 70 pmol/l in der Prämenopause
< 140 pmol/l in der Postmenopause

NPM22

Nuclear Matrix Protein 22
< 6 U/ml = negativ
> 10 U/ml = positiv
< 6 U/ml = negativ
> 10 U/ml = positiv

NSE

Neuronenspezifische Enolase

[Wert gibt Hinweise bei der Früherkennung von Hodenkrebs, Lungenkrebs, Krebs im Verdauungstrakt, Gehirntumor]

12,5 ng/ml12,5 ng/ml

PSA (tPSA)

Prostataspezifische Antigen

[Wert gibt Hinweise bei der Früherkennung von Prostatakrebs]

♂ ≥ 4 ng/ml = Abklärungsbedarf
♂ > 10 ng/ml = Verdacht auf das Vorliegen eines bösartigen Prostatatumors.

SCC

squamous cell carcinoma antigen
< 5 ng/ml< 5 ng/ml

Tg, hTG

Thyreoglobulin [Tumor der Schilddrüse]
< 75 ng/ml< 75 ng/ml

TPA

tissue polypeptid antigen
< 95 U/l< 95 U/l

FIT

Fäkaler-Immunchemie-Test.

FOBT

Fecal Occult Blood Test (fäkaler okkulter Bluttest)
[Ein positiver Hämoccult -Test (Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl) gibt im Rahmen der Darmkrebsvorsorge Hinweise auf eine mögliche Darmkrebserkrankung. Einem positiven Befund folgt grundsätzlich eine abklärende Darmspiegelung]
positiv
oder
negativ
positiv
oder
negativ

 

Da unter den Laboren unterschiedliche Brandbreiten bei den Referenzwerten der Blutwertee bestehen, unter anderem auch aufgrund unterschiedlicher Messmethoden, sind alle Angaben ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit (z. B.. keine Angaben zu Untergruppen, Hormonen oder Tumormarkern).
Der Normal- und Referenzbereich wird definiert als der Blutwerte, der bei 95 % der Gesunden vorliegt.
Im Übrigen kann ein Arzt im Rahmen seiner Therapie individuelle Zielwerte anstreben. Bestehen beispielsweise schon bedenkliche Gefäßerkrankungen, so wird vormutlich ein LDL-Cholesterinwert von < 70 mg/dl und/oder ein HDL-Cholesterinwert von > 40 mg/dl angestrebt.

 

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"Alle Hinweise auf dieser Seite dienen nur der allgemeinen Information und nicht der Selbstdiagnose, geben keine Therapieempfehlungen und ersetzen keinen Arztbesuch!"