CODE - Knacker

Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

VITAMINE

Der Körper kann, abgesehen von wenigen Ausnahmen, Vitamine nicht selber herstellen und daher müssen diese Schutz- und Reglerstoffe für den Stoffwechsel in ausreichender Menge mit der Nahrung zugeführt werden.
Der Begriff "Vitamine" ist eine Zusammensetzung aus "vita" (lateinisch für "Leben") und Amine (Sammelbezeichnung für Verbindungen des Stickstoffs). Bei einer ausgewogenen Ernährung ist mit Mangelerscheinungen oder Funktionsstörungen nicht zu rechnen. Bei überdosiertem ß-Carotin und Vitamin E wurden sogar gesundheitliche Nachteile festgestellt. Nur Risikogruppen wie Schwerkranke, Raucher, Schwangere oder Stillende sollten bestimmte Vitamine in ärztlicher Abstimmung zusätzlich aufnehmen. Grundsätzlich gilt, frisches Obst und Gemüse ist Vitaminpräparaten in jedem Fall vorzuziehen. Nicht nur, dass in den natürlichen, nicht überdosierbaren Vitaminlieferanten, zusätzlich wertvolle sekundäre Pflanzen- und Ballaststoffe enthalten sind.

 

Vitamin Vorkommen Referenzwerte
gemäß VO (EU) Nr. 1169/2011
Nährstoffbezugswerte (NRV)
(Nutrient Reference Values)
Tagesbedarf *
M = Männer (25-50 Jahre)
F  = Frauen  (25-50 Jahre)
K = Kinder   (7-9 Jahre)

Retinol
(Epithelschutzvitamin)
Butter, Eigelb, Käse, Leber, Lebertran, Milch.
(Verwertung erfolgt nur zusammen mit Fett/Öl)
800 µg für Erwachsene M = 1,0 mg
F  =  0,8 mg
K =  0,8 mg
Schwangere ab 4. M. = 1,1 mg
Provitamin
ß-Carotin
Broccoli, Grünkohl, Karotten, Kürbis, Rosenkohl, Spinat, Tomaten.
(Verwertung erfolgt nur zusammen mit Fett/Öl)
  M = 6,0 mg
F  = 4,8 mg
K = 4,8 mg
Schwangere ab 4. M. = 6,6 mg
B1
Thiamin
(Anti-Beri-Beri-Faktor)
Fisch, Hefe, Hühner- und Schweinefleisch, Kartoffeln, Leber, Milch, Nüsse. 1,1 mg für Erwachsene M = 1,2 mg 
F  = 1,0 mg
K = 0,9/0,8 mg
Schwangere 2. Trimester = 1,2 mg
Schwangere 3. Trimester = 1,3 mg
B2 
Riboflavin, auch Lactoflavin
(Wachstumsvitamin)
Bananen, Birnen, Eier, Fisch, Fleisch, Hefe, Joghurt, Käse, Leber, Milch, Spinat. 1,4 mg für Erwachsene M = 1,4 mg
F  = 1,1 mg
K = 1,0/0,9 mg
Schwangere ab 4. M. = 1,5 mg
B6
Pyridoxin
Bananen, Brokkoli, Getreidekeimlinge, Geflügel, Hefe, Kartoffeln, Leber, Seefisch, Sojabohnen. 1,4 mg für Erwachsene M = 1,5 mg
F  = 1,2 mg   
K = 0,7 mg
Schwangere 2. Trimester = 1,3 mg
Schwangere 3. Trimester = 1,4 mg
B12
Cobalamine
(Antiperniziosa-Faktor)
Eier, Fleisch, Hefe, Hering, Käse, Lachs, Leber, Milch, Sojabohnen. 2,5 µg für Erwachsene M = 0,003 mg (3 µg)
F  = 0,003 mg (3 µg)
K = 0,0018 mg (1,8 µg)
Schwangere = 0,0035 mg (3,5 µg)
B3
Niacin (PP)
Nikotinsäure
Bierhefe, Erdnüsse, Fleisch, Geflügel, geröstete Kaffeebohnen, Getreide, Hefe, Leber, Milch. 16 mg für Erwachsene M = 15 mg
F  = 12 mg
K = 11/10 mg
Schwangere 2. Trimester = 15 mg
Schwangere 3. Trimester = 16 mg
B5
Pantothensäure
Eier, Fleisch, Früchte, Geflügel, Hefe, Hülsenfrüchte, Leber, Milch, Nüsse, Pilze. 6 mg für Erwachsene M = 6 mg
F  = 6 mg
K = 5 mg
Schwangere = 6 mg
C
Ascorbinsäure
(antiskorbutisches Vitamin)
Ananas, Hagebutten, Kartoffeln, Kiwi, Milch, Müsli, Petersilie, Sanddornbeerensaft, schwarze Johannisbeeren, Schweinefleisch, Spinat, Paprika, Tomaten, Zitrusfrüchte.
(Eisen wird bei Anwesenheit von Vitamin C vom Organismus besser verwertet)
80 mg für Erwachsene M = 110 mg (Raucher 155 mg)
F  = 95 mg (Raucherinnen 135 mg)
K =   45 mg
Schwangere ab 4. M. = 105 mg
D
Calciferole
(antirachitisches Vitamin)

Wird auch Vitamin-D-Hormon oder Knochenvitamin genannt.
Da der Körper Vitamin D aus Cholesterin und Sonnenlicht selbst herstellen kann, ist es im eigentlichen Sinne kein Vitamin, sondern ein Hormon (Sonnenhormon)
Aal, Butter, Eigelb, Fisch, Hefe, Leber, Lebertran, Milch.
(Verwertung erfolgt nur zusammen mit Fett)

 

Vitamin D wird auch in der Haut unter Einfluss von UV-Licht gebildet. ¼ der Hautoberfläche sollte etwa 15 Minuten pro Tag dem Sonnenlicht ausgesetzt werden um die der notwendigen Tagesdosis bilden (synthetisieren) zu können.

5 µg für Erwachsene

Umrechnungen IE/µg:
1 IE = 0,025 µg;
1 µg = 40 Internationale Einheiten (IE)

M = 0,02 mg (20 µg)
F  = 0,02 mg (20 µg)
K = 0,02 mg (20 µg)
Schwangere ab 4. M. = 0,02 mg (20 µg)

E
Tocopherole
(Antisterilitäts-Faktor)

Aal, Fleisch, Getreidekeimlinge, Leinsamen, Maiskeimöl, Margarine, Nüsse, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl.
(Verwertung erfolgt nur zusammen mit Fett)

12 mg für Erwachsene

M = 14 mg
F  = 12 mg
K (m) = 10 mg
K (w ) =   9 mg
Schwangere ab 4.M. = 13 mg

H , B7
Biotin
(Haut- und Haarvitamin)

Bananen, Eigelb, Erdnüsse, Hefe, Hirn, Leber, Mais, Milch, Niere, Nüsse, Pilze, Sojabohnen. 50 µg für Erwachsene M = 30-60 µg
F  = 30-60 µg
K = 15-20 µg

Schwangere = 30-60 µg

K
Phyllochinone
(Koagulationsvitamin)

Fleisch, Früchte, Kartoffeln, Leber, Milch, alle Kohlarten, Spinat, Tomaten, Zwiebeln.
(Verwertung erfolgt nur zusammen mit Fett)
75 µg für Erwachsene M = 70 µg
F  = 60 µg
K = 30 µg

Schwangere = 60 µg

M , BC , B9
Folsäure, Folat
(auch:
Schwangerschaftsvitamin)

Gütesiegel Folsäure (AK Folsäure und Gesundheit)
Eier, Gemüse, Getreidekörner, Hefe, Käse, Leber, Milch, Pilze, Sojabohnen, Linsen, Sonnenblumenkerne, Brombeeren
(Bei einer geplanten Schwangerschaft, ist eine zusätzliche Zuführung von 400 µg anzuraten. Folsäure entfaltet seine Wirkung nur im Zusammenhang von Vitamin B12)
200 µg für Erwachsene M = 0,3 mg (300 µg)
F  = 0,3 mg (300 µg)
K = 0,18 mg (180 µg)
Schwangere = 0,55 mg (550 µg)
Mit dem nebenstehenden Gütesiegel werden vom Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit Grundnahrungsmittel wie Salz und Mehl und daraus hergestellte Backwaren gekennzeichnet, die mit Folsäure angereichert wurden.
Damit soll der allgemeinen Unterversorgung mit Folsäure entgegengewirkt werden.
:-) Und dann sind da noch die Beziehungsvitamine.
So wird Vitamin B im Volksmund auch genannt, wenn jemand durch eine gute Beziehung etwas erreicht (z. B. ein lukratives Amt).
● Und Vitamin N kann bei der Jobsuche durch das Knüpfen von Netzwerken auf entsprechenden Online-Plattformen nützlich sein.
● In der Drogenszene wird unter Vitamin E die Designerdroge Ecstasy verstanden oder unter Vitamin K das Narkosemittel Ketamin.

* Sinnvoller Tagesbedarf für Erwachsene nach den DACH-Referenzwert-Empfehlungen. Die nicht genannten Tagesbedarf-Empfehlungen werden bei Erreichen der empfohlenen Tagesbedarf-Mengen mit abgedeckt.
Neben den speziell auf deutsche (D), österreichische (A) und schweizerische (CH) Ernährungsgewohnheiten abgestimmten Empfehlungen sind auch europaeinheitliche RDA-Wertangaben (Richtlinie 90/496/EWG vom 25.9.1990) üblich.
RDA = Recommended Dietary (Daily) Allowances (täglich empfohlene Aufnahmemenge).
Die empfohlenen Tages-Aufnahmemengen liegen in der Regel jedoch unter den DACH-Referenzwerten.

 

"Alle Hinweise auf dieser Seite dienen nur der allgemeinen Information und nicht der Selbstdiagnose, geben keine Therapieempfehlungen und ersetzen keinen Arztbesuch!"