LED - LEUCHTDIODE
LED,
Kurzbezeichnung für das Halbleiterbauelement mit p-n-Übergang Light
Emitting
Diode (Licht emittierende
Diode).
Eine LED-Lampe enthält eine oder mehrere LED.
In Zeiten von Glühlampenverboten und Bestrebungen bei der Reduzierung von CO₂-Emissionen, gewinnt der Einsatz von diesen handelsüblichen 3 mm und 5 mm großen Alleskönnern immer weiter an Bedeutung und gelten als Revolution der Beleuchtungstechnik.
Nicht nur wegen des geringen Energiebedarfs und des hohen Wirkungsgrades - Energie wird in besonders hohem Maße in Licht (ca. 90 %) und nicht in ineffiziente Wärme (nur ca. 10 %) umgesetzt -, sondern auch wegen der beachtlichen Langlebigkeit und Zuverlässigkeit werden immer mehr Einsatzgebiete gefunden.
Gegenüber Glühlampen und Energiesparlampen zeichnet sich die LED besonders durch diese Vorzüge aus:
Geringer Energieverbrauch, hohe Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden und mehr, sofort verfügbare Helligkeit, gute Farbwiedergabe (hier ist allerdings noch Defizite vorhanden), keine problematischen Metalle oder Gase wie bei Energiesparlampen und den damit verbundenen Sondermüllentsorgungen, keine schädlich UV-Strahlung, nahezu unempfindlich gegenüber Umgebungstemperaturen und Erschütterungen, wartungsfrei, geringe Wärmeentwicklung, kein sofortiger Ausfall des Leuchtmittels (Helligkeit vermindert sich kontinuierlich über den gesamten Lebenszeitraum), herkömmliche Glühlampensockel wie E14 oder E27 können genutzt werden.
Waren in der Vergangenheit nur geringe Lichtausbeuten möglich, so sind hier gegenwärtig enorme technische Fortschritte zu verzeichnen und machen sie für den Alltagseinsatz wie Haushalt oder Auto noch unentbehrlicher.
Um technisch unterschiedliche Leuchtmittel hinsichtlich der Lichtausbeute vergleichen zu können, muss auf die Einheit für den Lichtstrom Lumen, Kurzzeichen lm, geachtet werden. Die in der EU bekannten und verwendeten Energielabels kennzeichnen so in Form der Effizienzklassen A bis C besonders effiziente Leuchtmittel mit hoher Lichtausbeute bei geringem Energieverbrauch.
| Tägliche Betriebsdauer | angenommene Lebensdauer 50.000 Stunden |
angenommene Lebensdauer 100.000 Stunden |
|---|---|---|
| Die Nutz-Lebensdauer ist der Zeitpunkt, an dem die Lichtausbeute nur noch 80 % der Anfangshelligkeit beträgt. | ||
| 24 Stunden | entspricht 5,7 Jahre | entspricht 11,4 Jahre |
| 18 Stunden | entspricht 7,6 Jahre | entspricht 15,2 Jahre |
| 12 Stunden | entspricht 11,4 Jahre | entspricht 22,8 Jahre |
| 8 Stunden | entspricht 17,1 Jahre | entspricht 34,2 Jahre |
| 4 Stunden | entspricht 34,2 Jahre |
entspricht 68,5 Jahre |
Die Abkürzung MTTF (engl.: Mean TimeTo Failure) beschreibt die mittlere Betriebsdauer bis zum Auftreten eines Fehlers (an nicht reparierbaren technischen Systemen wie LEDs), auch als mittlere Lebensdauer bezeichnet. Beispiel für LEDs: MTTF > 50.000 h bedeutet, dass die mittlere Lebensdauer mehr als 50.000 Stunden beträgt. |
||
LED-Lichtfarben - Farbe entspricht der Wellenlänge λ des Lichtes in nm (nm = Nanometer)
Die unterschiedlichen Farben ergeben sich durch die Verwendung unterschiedlicher Halbleitermaterialien.
Bei RGB-LEDs (Rot-Grün-Blau) sind die Grundfarben-LEDs in einem Gehäuse untergebracht und daher kann jede Farbe separat angesteuert und folglich das gesamte Farbspektrum erzeugt werden.
Additiver Farbmischung-Simulator (RGB)
| Rot | Rotorange | Orange | Amber | Grün | Blaugrün | Türkis | Blau |
| ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
| λ 625 nm | λ 615 nm | λ 605 nm | λ 590 nm | λ 565 nm | λ 505 nm | λ 495 nm | λ 430 nm |
3.000 K |
4.000 K neutral white (neutralweiß) |
6.500 K |
|
Leuchtmittel, die direkt mit 230-Volt-Netzspannung betrieben werden, können von manchen Personen als unbehagliches Flimmern wahrgenommen werden oder zu
gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen, Migräne, Sehbeschwerden bis hin zu epileptischen Anfällen führen. Diese Beschwerden können auch auftreten, wenn
das Flimmern gar nicht wahrgenommen wird. Das Flimmern tritt grundsätzlich beim Dimmen mittels Pulsweitenmodulation (PWM) auf. Dabei wird der Lichtstrom in
kurzen Abständen stromsparend ein- und ausgeschaltet. Bei der Konstantstromreduzierung (CCR) oder der Amplituden-Modulation (AM) erfolgt die Dimmung dagegen
durch eine schwankungsfreie Stromabsenkung, was zu keinem Flimmereffekt führt. |
In diesem Zusammenhang ist auch der Stroboskop-Effekt zu nennen. Dieser beschreibt die Bewegungswahrnehmung, wie man sie aus dem Fernsehen von sich drehenden
Wagenrädern kennt. Diese scheinen bei einer bestimmten Umdrehungszahl stillzustehen, sich langsamer oder rückwärts zu bewegen. Dieser Kennwert wird mit der genormten
Größe SVM (SVM steht für „stroboscopic visibility measure” und bedeutet „stroboskopische Sichtbarkeitsmessung”) ausgedrückt. |
| Dimmung per Phasenabschnitt oder Phasenanschnitt | |