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Lexikon der Codes - Symbole - Kurzzeichen

PARKINSON - STADIEN

 

Die Parkinson-Krankheit wurde nach dem britischen Arzt und Apotheker James Parkinson (*1755 †1824) benannt, der die Symptome dieser Krankheit erstmals beschrieb. Als Ursache liegt eine Erkrankung des Gehirns vor, die mit einem stetigen Abbau der Dopamin bildenden Substantia nigra (übersetzt: "schwarze Hirnsubstanz") einhergeht und bisher nicht aufgehalten werden kann. Da die Erkrankung oft mit starkem Händezittern einhergeht, wird sie auch als "Schüttellähmung" bezeichnet.

Wenn bei Patienten Symptome der Parkinson-Erkrankung festgestellt werden, wird in der Regel zunächst das erreichte Krankheits-Stadium festgestellt bevor krankheitsspezifische Therapien (gängig ist eine L-Dopa-Therapie) eingeleitet werden. Hier wird von den Neurologen üblicherweise die Stadieneinteilung für den Morbus Parkinson (MP) nach Hoehn and Yahr (amerikanische Neurologen) für die Abschätzung der Schwere der Erkrankung herangezogen.

 

Die Leitlinie "Parkinson-Syndrome – Diagnostik und Therapie" definiert folgende motorische Kardinalsymptome
○ Akinese [Bewegungsarmut, Bewegungshemmung bis zu Bewegungslosigkeit]
○ Rigor [Muskelstarre]
○ Ruhetremor [Muskelzittern]
○ Posturale Instabilität [Haltungsinstabilität]
Fakultative [nicht zwingende] Begleitsymptome sind:
○ Sensorische Symptome (Dysästhesien [Empffindungsstörungen], Schmerzen, Hyposmie [Riechstörung])
○ Vegetative Symptome (Störungen von Blutdruck, Temperaturregulation, Blasen- und Darmfunktion und sexuellen Funktionen)
○ Psychische Symptome (vor allem Depression), Schlafstörungen
○ Kognitive Symptome (frontale Störungen, in fortgeschrittenen Stadien Demenz)


Abgesehen von unspezifischen Frühsymptomen, geben auch für Angehörige folgende Auffälligkeiten Hinweise auf das Vorliegen einer Parkinson-Erkrankung:
  • Allgemeine Bewegungsarmut mit starrer Mimik (Maskengesicht),
  • Verlangsamung aller Bewegungen (Bradykinese) bis hin zur plötzlichen Gehblockade (Frreezing).
  • Gebückte Haltung mit leicht gebeugten Knien.
  • Schwierigkeiten beim Starten (Losgehen) und Stoppen (Stehenbleiben).
  • Probleme beim Aufstehen von einem Stuhl mit vor der Brust verschränkten Armen.
  • Fehlendes Mitschwingen der leicht angewinkelten Arme beim Gehen (oder ein Arm ist unbeweglicher).
  • Kleinschrittiger und/oder schlurfender Gang; ein Bein wird nachgezogen.
  • Monotone leise Stimme.
  • Immer kleiner werdende Schrift (Mikrographie).
  • Störungen oder Verlust des Geruchssinns. Es fällt auf, das die betreffende Person schlecht riechen kann.

 

Die folgenden drei Rating-Skalen werden üblicherweise neben der Einschätzung des Schweregrades der Erkrankung auch zur Verlaufs- und Therapiekontrolle eingesetzt.

 

Stadieneinteilung Morbus Parkinson (MP) nach Hoehn and Yahr (HYS)
Stadium 0 Keine Anzeichen der Erkrankung
Stadium 1 Einseitige Erkrankung
Stadium 1,5 Einseitige Erkrankung und axiale Beteiligung
Stadium 2 Beidseitige Erkrankung ohne Gleichgewichtsstörungen
Stadium 2,5 Leichte beidseitige Erkrankung mit Ausgleich beim Zugtest
Stadium 3 Leichte bis mäßige beidseitige Erkrankung: Leichte Haltungsinstabilität; körperlich unabhängig
Stadium 4 Starke Behinderung, kann noch ohne Hilfe laufen und stehen
Stadium 5 Ohne Hilfe an den Rollstuhl gefesselt oder bettlägerig

 

Schwab- und England-DEPRIform der Aktivitäten des täglichen Lebens (100 % = völlig unbeeinträchtigt)
100 % Völlig unabhängig. Kann sämtliche Verrichtungen ohne Verlangsamung, Schwierigkeiten oder Behinderung ausführen. Völlig gesund. Keine Schwierigkeiten wahrgenommen.
90 % Völlig unabhängig. Kann sämtliche Verrichtungen mit geringer Verlangsamung, Schwierigkeiten und Behinderung ausführen. Kann doppelt so lange dazu brauchen. Schwierigkeiten werden bewusst.
80 % Bei den meisten Verrichtungen völlig unabhängig. Braucht dafür doppelt so viel Zeit. Ist sich der Schwierigkeiten und Verlangsamung bewusst.
70 % Nicht völlig unabhängig. Bei manchen Verrichtungen größere Schwierigkeiten, braucht für einige drei- bis viermal so lange. Muss einen großen Teil des Tages auf die Verrichtungen verwenden.
60 % Leichte Abhängigkeit. Kann die meisten Verrichtungen ausführen, jedoch äußerst langsam und unter viel Anstrengung; manchmal unmöglich; Fehler.
50 % Stärker abhängig. Hilfe bei der Hälfte der Verrichtungen, langsamer usw.; Schwierigkeiten bei allem.
40 % Sehr abhängig. Braucht bei vielen Verrichtungen Hilfe, nur einige alleine sehr langsam.
30 % Kann bei Anstrengungen hier und da einige Verrichtungen alleine ausführen oder beginnen. Benötigt sehr viel Hilfe.
20 % Kann nichts alleine tun. Kann bei manchen Verrichtungen etwas mithelfen. Stark behindert.
10 % Völlig abhängig, hilflos. Völlig behindert.
0 % Vegetative Funktionen wie Schlucken, Blasen- und Stuhlentleerung sind ausgefallen. Bettlägerig.

 

Die Unified Parkinson’s Disease Rating Scale (UPDRS) besteht aus mehreren Teilen und dient der Verlaufsbeobachtung ( z. B. jährlich) der Parkinson-Erkrankung.
Die Erhebung erfolgt durch Befragung. (0 Punkte = keine Beeinträchtigungen bis 199 Punkte = behindert)

Unified Parkinson’s Disease Rating Scale (UPDRS)
I. Kognitive Funktionen, Verhalten und Stimmung
1. Intellektuelle Einschränkung
0. Keine
1. Leicht. Vergesslichkeit mit teilweiser Erinnerung an Ereignisse und keine anderweitigen Schwierigkeiten
2. Mäßiger Gedächtnisverlust mit Desorientierung und mäßigen Schwierigkeiten beim Meistern komplexer Probleme. Leichte, aber definitive Einschränkung zu Hause mit der Notwendigkeit einer gelegentlichen Hilfe
3. Schwerer Gedächtnisverlust mit zeitlicher und häufig örtlicher Desorientierung. Schwere Einschränkung bei der Bewältigung von Problemen
4. Schwerer Gedächtnisverlust, Orientierung nur zur Person erhalten. Kann keine Urteile fällen und keine Probleme lösen. Benötigt bei der persönlichen Pflege viel Hilfe. Kann nicht mehr alleine gelassen werden
2. Denkstörungen (als Folge von Demenz oder Medikamenten-Intoxikationen)
0.Keine
1. Lebhafte Träume
2. "Gutartige" Halluzinationen mit erhaltener Einsicht
3. Gelegentliche bis häufige Halluzinationen und Wahnvorstellungen; keine Einsicht; könnte sich störend auf die täglichen Aktivitäten auswirken
4. Persistierende Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder floride Psychose. Kann sich nicht selbst versorgen

3. Depression

0. Nicht vorhanden
1. Zeitweise Traurigkeit oder Schuldgefühl stärker als normal, niemals Tage oder Wochen anhaltend
2. Anhaltende Depression (1 Woche oder länger)
3. Anhaltende Depression mit vegetativen Symptomen (Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Verlust des Interesses)
4. Anhaltende Depression mit vegetativen Symptomen und Selbstmordgedanken oder -absichten
4. Motivation/Initiative
0. Normal
1. Weniger energisch als sonst; stärker passiv
2. Fehlende Initiative oder Desinteresse an nicht routinemäßigen Aktivitäten
3. Fehlende Initiative oder Desinteresse an täglichen (routinemäßigen) Aktivitäten
4. In sich gekehrt, völliges Fehlen von Motivation
II. Aktivitäten des täglichen Lebens (jeweils getrennt in on/off-Perioden ermitteln)
5. Sprache
0. Normal
1. Leicht beeinträchtigt. Keine Verständigungsschwierigkeiten
2. Mäßig beeinträchtigt. Wird bisweilen gebeten, etwas zu wiederholen
3. Stark beeinträchtigt. Wird häufig gebeten, etwas zu wiederholen
4. Meistens unverständlich
6. Speichelsekretion
0. Normal.
1. Gering, aber eindeutig vermehrter Speichel im Mund; nachts gelegentlich Speichelaustritt.
2. Mäßig vermehrte Speichelsekretion; eventuell minimaler Speichelaustritt.
3. Deutlich vermehrte Speichelsekretion mit leichtem Speichelaustritt.
4. Ausgeprägter Speichelaustritt, muss ständig Papiertuch oder Taschentuch benutzen.
7. Schlucken
0. Normal
1. Seltenes Würgen/Verschlucken
2. Gelegentliches Würgen/Verschlucken
3. Weiche Nahrung erforderlich
4. Ernährung über Magensonde oder Gastrostomie erforderlich
8. Handschrift
0. Normal
1. Etwas langsam oder klein
2. Mäßig langsam oder klein; sämtliche Wörter leserlich
3. Stark beeinträchtigt; nicht alle Wörter leserlich
4. Die Mehrzahl der Wörter ist unleserlich
9. Speisen schneiden und mit Utensilien umgehen
0. Normal
1. Etwas langsam und unbeholfen, aber keine Hilfe erforderlich
2. Kann die meisten Speisen schneiden, jedoch unbeholfen und langsam; etwas Hilfe erforderlich
3. Speisen müssen von jemandem geschnitten werden, kann aber noch langsam essen
4. Muss gefüttert werden
10. Anziehen
0. Normal
1. Etwas langsam, aber keine Hilfe erforderlich
2. Gelegentliche Hilfe beim Knöpfen, beim Schlüpfen in die Ärmel
3. Beträchtliche Hilfe erforderlich, kann aber manches alleine schaffen
4. Hilflos
11. Hygiene
0. Normal
1. Etwas langsam, aber keine Hilfe erforderlich
2. Braucht beim Duschen und Baden Hilfe; oder bei Körperpflege sehr langsam
3. Braucht beim Waschen, Zähnebürsten, Haarekämmen und beim Gang auf die Toilette Hilfe
4. Foley-Katheter oder andere mechanische Hilfsmittel
12. Umdrehen im Bett und Bettwäsche zurechtziehen
0. Normal
1. Etwas langsam und unbeholfen, benötigt aber keine Hilfe
2. Kann sich alleine, jedoch unter großen Schwierigkeiten, herumdrehen und die Bettwäsche zurechtziehen
3. Beginnt, kann sich aber nicht alleine im Bett umdrehen oder die Bettwäsche zurechtziehen
4. Hilflos
13. Fallen  (unabhängig von Starre)
0. Kein
1. Seltenes Fallen
2. Gelegentliches Fallen, weniger als einmal pro Tag
3. Fällt durchschnittlich einmal pro Tag
4. Fällt häufiger als einmal pro Tag
14. Erstarren beim Gehen
0. Kein
1. Seltenes Erstarren beim Gehen; eventuell verzögerter Start
2. Gelegentliches Erstarren beim Gehen
3. Regelmäßiges Erstarren. Gelegentliches Fallen nach Erstarren
4. Häufiges Fallen nach Erstarren
15. Laufen
0. Normal
1. Leichte Schwierigkeiten. Eventuell fehlendes Mitschwingen der Arme, eventuell Neigung das Bein nachzuziehen
2. Mäßige Schwierigkeiten, benötigt jedoch wenig oder keine Hilfe
3. Schwere Gehstörung, benötigt Hilfe
4. Kann selbst mit Hilfe nicht mehr gehen
16. Tremor [Zittern]
0. Keiner
1. Leicht und selten auftretend
2. Mäßig; für den Patienten lästig
3. Stark, bei zahlreichen Aktivitäten hinderlich
4. Ausgeprägt; bei den meisten Aktivitäten hinderlich
17. Sensorische Beschwerden infolge von Parkinsonismus
0. Keine
1. Gelegentliches Taubheitsgefühl, Kribbeln oder leichte Schmerzen
2. Häufiges Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schmerzen, nicht störend
3. Häufig schmerzhafte Empfindungen
4. Unerträgliche Schmerzen
III. Motorische Untersuchung
18. Sprache
0. Normal
1. Leichte Abnahme von Ausdruck, Diktion und/oder Volumen
2. Monoton, verwaschen, aber verständlich; mäßig behindert
3. Deutliche Beeinträchtigung, schwer zu verstehen
4. Unverständlich
19. Gesichtsausdruck
0. Normal
1. Minimal veränderte Mimik, könnte ein normales "Pokergesicht" sein
2. Leichte, aber eindeutig abnorme Verminderung des Gesichtsausdruckes
3. Mäßig verminderte Mimik; Lippen zeitweise geöffnet
4. Maskenhaftes oder erstarrtes Gesicht mit stark oder völlig fehlendem Ausdruck; Lippen stehen um 7 mm auseinander
20a. Ruhetremor (Gesicht)
0. Keine
1. Leicht und selten vorhanden
2. Geringe Amplitude persistierend; oder mäßige Amplitude, aber nur intermittierend auftretend
3. Mäßige Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
4. Ausgeprägte Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
20b. Ruhetremor (rechte Hand)
0. Keine
1. Leicht und selten vorhanden
2. Geringe Amplitude persistierend; oder mäßige Amplitude, aber nur intermittierend auftretend
3. Mäßige Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
4. Ausgeprägte Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
20c. Ruhetremor (linke Hand)
0. Keine
1. Leicht und selten vorhanden
2. Geringe Amplitude persistierend; oder mäßige Amplitude, aber nur intermittierend auftretend
3. Mäßige Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
4. Ausgeprägte Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
20d. Ruhetremor (rechter Fuß)
0. Keine
1. Leicht und selten vorhanden
2. Geringe Amplitude persistierend; oder mäßige Amplitude, aber nur intermittierend auftretend
3. Mäßige Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
4. Ausgeprägte Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
20e. Ruhetremor (linker Fuß)
0. Keine
1. Leicht und selten vorhanden
2. Geringe Amplitude persistierend; oder mäßige Amplitude, aber nur intermittierend auftretend
3. Mäßige Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
4. Ausgeprägte Amplitude, die meiste Zeit vorhanden
21a. Aktions- oder Haltungstremor (-zittern) der rechten Hand
0. Fehlt
1. Leicht; bei Bewegung vorhanden
2. Mäßige Amplitude, bei Bewegung vorhanden
3. Mäßige Amplitude, bei Beibehalten der Haltung und bei Bewegung vorhanden
4. Ausgeprägte Amplitude; beim Essen störend
21b. Aktions- oder Haltungstremor der linken Hand
0. Fehlt
1. Leicht; bei Bewegung vorhanden
2. Mäßige Amplitude, bei Bewegung vorhanden
3. Mäßige Amplitude, bei Beibehalten der Haltung und bei Bewegung vorhanden
4. Ausgeprägte Amplitude; beim Essen störend
22a. Rigidität (Geprüft bei passiver Bewegung der großen Gelenke am sitzenden Patienten. Zahnradphänomen kann ignoriert werden.
Nacken.
0. Fehlt
1. Leicht oder nur erkennbar bei Aktivierung durch spiegelbildliche oder andere Bewegungen
2. Leicht bis mäßig
3. Ausgeprägt, jedoch voller Bewegungsumfang bleibt erreicht
4. Stark; Schwierigkeit beim Ausführen aller Bewegungen
22b. Rigidität (Geprüft bei passiver Bewegung der großen Gelenke am sitzenden Patienten. Zahnradphänomen kann ignoriert werden.
Rechte obere Extremität.
0. Fehlt
1. Leicht oder nur erkennbar bei Aktivierung durch spiegelbildliche oder andere Bewegungen
2. Leicht bis mäßig
3. Ausgeprägt, jedoch voller Bewegungsumfang bleibt erreicht
4. Stark; Schwierigkeit beim Ausführen aller Bewegungen
22c. Rigidität (Geprüft bei passiver Bewegung der großen Gelenke am sitzenden Patienten. Zahnradphänomen kann ignoriert werden.
Linke obere Extremität.
0. Fehlt
1. Leicht oder nur erkennbar bei Aktivierung durch spiegelbildliche oder andere Bewegungen
2. Leicht bis mäßig
3. Ausgeprägt, jedoch voller Bewegungsumfang bleibt erreicht
4. Stark; Schwierigkeit beim Ausführen aller Bewegungen
22d. Rigidität (Geprüft bei passiver Bewegung der großen Gelenke am sitzenden Patienten. Zahnradphänomen kann ignoriert werden.
Rechte untere Extremität.
0. Fehlt
1. Leicht oder nur erkennbar bei Aktivierung durch spiegelbildliche oder andere Bewegungen
2. Leicht bis mäßig
3. Ausgeprägt, jedoch voller Bewegungsumfang bleibt erreicht
4. Stark; Schwierigkeit beim Ausführen aller Bewegungen
22e. Rigidität (Geprüft bei passiver Bewegung der großen Gelenke am sitzenden Patienten. Zahnradphänomen kann ignoriert werden.
Linke untere Extremität.
0. Fehlt
1. Leicht oder nur erkennbar bei Aktivierung durch spiegelbildliche oder andere Bewegungen
2. Leicht bis mäßig
3. Ausgeprägt, jedoch voller Bewegungsumfang bleibt erreicht
4. Stark; Schwierigkeit beim Ausführen aller Bewegungen
23a. Fingerklopfen
(Patient berührt in rascher Reihenfolge und bei größtmöglicher Amplitude und mit jeder Hand gesondert den Daumen mit dem Zeigefinger. Prüfung rechts)
0. Normal
1. Leichte Verlangsamung und/oder Verringerung der Amplitude
2. Mäßig eingeschränkt. Eindeutige und frühzeitige Ermüdung. Bewegung kann gelegentlich unterbrochen werden
3. Stark eingeschränkt. Verzögerter Start der Bewegungen oder Unterbrechung fortlaufender Bewegungen
4. Kann die Aufgabe kaum ausführen
23b. Fingerklopfen
(Patient berührt in rascher Reihenfolge und bei größtmöglicher Amplitude und mit jeder Hand gesondert den Daumen mit dem Zeigefinger. Prüfung links)
0. Normal
1. Leichte Verlangsamung und/oder Verringerung der Amplitude
2. Mäßig eingeschränkt. Eindeutige und frühzeitige Ermüdung. Bewegung kann gelegentlich unterbrochen werden
3. Stark eingeschränkt. Verzögerter Start der Bewegungen oder Unterbrechung fortlaufender Bewegungen
4. Kann die Aufgabe kaum ausführen
24a. Handbewegungen
(Patient öffnet und schließt die Hände in rascher Reihenfolge bei größtmöglicher Amplitude und mit jeder Hand gesondert. Rechte Hand.)
0. Normal
1. Leichte Verlangsamung und/oder Verringerung der Amplitude
2. Mäßig eingeschränkt. Eindeutige und frühzeitige Ermüdung. Bewegung kann gelegentlich unterbrochen werden
3. Stark eingeschränkt. Verzögerter Start der Bewegungen oder Unterbrechung fortlaufender Bewegungen
4. Kann die Aufgabe kaum ausführen
24b. Handbewegungen
(Patient öffnet und schließt die Hände in rascher Reihenfolge bei größtmöglicher Amplitude und mit jeder Hand gesondert. Linke Hand)
0. Normal
1. Leichte Verlangsamung und/oder Verringerung der Amplitude
2. Mäßig eingeschränkt. Eindeutige und frühzeitige Ermüdung. Bewegung kann gelegentlich unterbrochen werden
3. Stark eingeschränkt. Verzögerter Start der Bewegungen oder Unterbrechung fortlaufender Bewegungen
4. Kann die Aufgabe kaum ausführen
25a. Rasch wechselnde Bewegungen der Hände
(Pronation-Supinationsbewegungen der Hände, vertikal oder horizontal, mit größtmöglicher Amplitude, beide Hände gleichzeitig. Rechte Hand.)
0. Normal
1. Leichte Verlangsamung und/oder Verringerung der Amplitude
2. Mäßig eingeschränkt. Eindeutige und frühzeitige Ermüdung. Bewegung kann gelegentlich unterbrochen werden
3. Stark eingeschränkt. Verzögerter Start der Bewegungen oder Unterbrechung fortlaufender Bewegungen
4. Kann die Aufgabe kaum ausführen
25b. Rasch wechselnde Bewegungen der Hände
(Pronation-Supinationsbewegungen der Hände, vertikal oder horizontal, mit größtmöglicher Amplitude, beide Hände gleichzeitig. Linke Hand.)
0. Normal
1. Leichte Verlangsamung und/oder Verringerung der Amplitude
2. Mäßig eingeschränkt. Eindeutige und frühzeitige Ermüdung. Bewegung kann gelegentlich unterbrochen werden
3. Stark eingeschränkt. Verzögerter Start der Bewegungen oder Unterbrechung fortlaufender Bewegungen
4. Kann die Aufgabe kaum ausführen
26a. Agilität der Beine. Rechtes Bein.
(Der Patient klopft in rascher Reihenfolge mit der Ferse auf den Boden und hebt dabei das ganze Bein an. Die Amplitude soll mindestens 7,5 cm betragen.)
0. Normal
1. Leichte Verlangsamung und/oder Verringerung der Amplitude
2. Mäßig eingeschränkt. Eindeutige und frühzeitige Ermüdung. Bewegung kann gelegentlich unterbrochen werden
3. Stark eingeschränkt. Verzögerter Start der Bewegungen oder Unterbrechung fortlaufender Bewegungen
4. Kann die Aufgabe kaum ausführen
26b. Agilität der Beine. Linkes Bein.
(Der Patient klopft in rascher Reihenfolge mit der Ferse auf den Boden und hebt dabei das ganze Bein an. Die Amplitude soll mindestens 7,5 cm betragen.)
0. Normal
1. Leichte Verlangsamung und/oder Verringerung der Amplitude
2. Mäßig eingeschränkt. Eindeutige und frühzeitige Ermüdung. Bewegung kann gelegentlich unterbrochen werden
3. Stark eingeschränkt. Verzögerter Start der Bewegungen oder Unterbrechung fortlaufender Bewegungen
4. Kann die Aufgabe kaum ausführen
27. Aufstehen vom Stuhl
(Patient versucht mit vor der Brust verschränkten Armen von einem geradelehnigen Holz- oder Metallstuhl aufzustehen).
0. Normal
1. Langsam; kann mehr als einen Versuch benötigen
2. Stößt sich an den Armlehnen hoch
3. Neigt zum Zurückfallen und muss es eventuell mehrmals versuchen, kann jedoch ohne Hilfe aufstehen
4. Kann ohne Hilfe nicht aufstehen
28. Haltung
0. Normal aufrecht
1. Nicht ganz aufrecht, leicht vorgebeugte Haltung; könnte bei einem älteren Menschen normal sein
2. Mäßig vorgebeugte Haltung; eindeutig abnorm, kann leicht zu einer Seite geneigt sein
3. Stark vorgebeugte Haltung mit Kyphose; kann mäßig zu einer Seite geneigt sein
4. Ausgeprägte Beugung mit extrem abnormer Haltung
29. Gang
0. Normal
1. Geht langsam, kann einige kurze Schritte schlurfen, jedoch keine Festination oder Propulsion
2. Gehen schwierig, benötigt aber wenig oder keine Hilfe; eventuell leichtes Trippeln, kurze Schritte oder Propulsion
3. Starke Gehstörung, benötigt Hilfe
4. Kann überhaupt nicht gehen, auch nicht mit Hilfe
30. Haltungsstabilität
(Reaktion auf plötzliches Verlagern nach hinten durch Ziehen an den Schultern des Patienten; der mit geöffneten Augen und leicht auseinanderstehenden Füßen geradesteht. Der Patient ist darauf vorbereitet).
0. Normal
1. Retropulsion, gleicht aber ohne Hilfe aus
2. Fehlen einer Haltungsreaktion; würde fallen, wenn er nicht vom Untersucher aufgefangen würde
3. Sehr instabil; neigt dazu, spontan das Gleichgewicht zu verlieren
4. Kann nicht ohne Unterstützung stehen
31. Bradykinesie und Hypokinesie des Körpers
(Kombination aus Langsamkeit, Zögern, verminderten Mitbewegungen der Arme, geringe Bewegungsamplitude und allgemeine Bewegungsarmut)
0. Keine
1. Minimale Verlangsamung, Bewegung wirkt beabsichtigt; könnte bei manchen Menschen normal sein. Möglicherweise herabgesetzte Amplitude
2. Leichte Verlangsamung und Bewegungsarmut, die eindeutig abnorm sind. Alternativ auch herabgesetzte Amplitude
3. Mäßige Verlangsamung und Bewegungsarmut oder Herabsetzung der Amplitude
4. Ausgeprägte Verlangsamung, Bewegungsarmut oder Herabsetzung der Amplitude
IV. Komplikationen der Behandlung (in der vergangenen Woche)
A Dyskinesien
32. Dauer: Zu welcher Tageszeit treten die Dyskinesien [Bewegungsstörungen] auf? (Anamnestische Angaben)
0. Keine
1. 1 - 25% des Tages
2. 26 - 50% des Tages
3. 51 - 75% des Tages
4. 76 - 100% des Tages
33. Behinderung: Wie hinderlich sind die Dyskinesien?
(Anamnestische Angaben; können durch Untersuchung in der Sprechstunde modifiziert werden.)
0. Keine Behinderung
1. Leichte Behinderung
2. Mäßige Behinderung
3. Starke Behinderung
4. Vollständige Behinderung
34. Schmerzhafte Dyskinesien: Wie schmerzhaft sind die Dyskinesien?
0. Kleine schmerzhaften Dyskinesien
1. Leicht
2. Mäßig
3. Stark
4. Ausgeprägt
35. Auftreten von Dystonie [Spannungszustand der Muskeln[ am frühen Morgen:
(Anamnestische Angaben)
0. Nein
1. Ja
B Klinische Fluktuationen
36. Gibt es nach einer Medikamenteneinnahme zeitlich vorhersagbare „Off"-Perioden?
0. Nein
1. Ja
37. Gibt es zeitlich nicht vorhersagbare "Off"-Perioden ?
0. Nein
1. Ja
38. Treten "Off"-Perioden plötzlich auf, z. B. innerhalb von wenigen Sekunden?
0. Nein
1. Ja
39. Für welche Dauer befindet sich der Patient tagsüber durchschnittlich im "Off"-Stadium
0. Überhaupt nicht
1. 1 - 25 % des Tages
2. 26 - 50 % des Tages
3. 51 - 75 % des Tages
4. 76 - 100 % des Tages
C Anderweitige Komplikationen
40. Leidet der Patient an Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen?
0. Nein
1. Ja
41. Leidet der Patient an Schlafstörungen, z. B. Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit?
0. Nein
1. Ja
42. Hat der Patient orthostatische Symptome? [Kreislaufregulationsstörungen]
0. Nein
1. Ja
Quelle: Übersetzung aus Fahn S, Elton R, Members of the UPDRS Development Committee (mit eigener Bewertunngsrange)

Im Zusammenhang mit der MP-Erkrankung wird oft von "ON-OFFPhasen" (EIN- und AUS-Phasen) gesprochen - was bedeuten diese Benennungen:

"ON" ist die Phase der Erkrankung, in der Patienten Medikamente bekommen und auf diese gut ansprechen (gute Zeit);

"OFF" ist die Phase, in der Patienten auf Medikamentengaben schlecht ansprechen (schlechte Zeit, Zeit der Verlangsamung oder des Zitterns).

"Alle Hinweise auf dieser Seite dienen nur der allgemeinen Information und nicht der Selbstdiagnose, geben keine Therapieempfehlungen und ersetzen keinen Arztbesuch!"